Der “böse Wolf” ist zurück. Könnte man jedenfalls meinen, wenn man sich mit einem MOZ-Artikel zum Ende von 15 Lämmern in der Nähe von Brück (Potsdam-Mittelmark) beschäftigt. Wer tatsächlich für ihren Tod “verantwortlich zeichnet” ist offensichtlich noch völlig unklar, denn das ”Rissbild an Alt- und Jungtieren ist nicht einheitlich”.
Dennoch, da “der Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen werden kann” nimmt man ihn in Schlag- und Eingangszeile erstmal unter Generalverdacht.
Die wirklich relativierenen Details kommen erst im Anschluss.
Um den “Schuldigen” festzustellen wurden ”(…)zwei Kadaver (,,,) zur Untersuchung in ein Speziallabor gebracht. Damit sollte geklärt werden, ob womöglich streunende Hunde die Tiere gerissen haben können.” 60 Wölfe (um mal die Dimension der “Bedrohung” zu verdeutlichen), ist zu lesen, leben nach Angaben des Landesumweltamtes derzeit in Deutschland”. All das sagt uns die MOZ auch. Der tendenziöse Einstieg schafft allerdings eine relative klare Grundaussage. Der “böse Wolf” ist zurück, Rotkäppchen und die 7 Geisslein sind in Todesgefahr. Landwirte, schützt euer Eigentum. Da ist es bis “Zu den Waffen” meines Erachtens nicht mehr sehr weit. Lesen Sie weiter »
Manchmal ist es mit dem Zeitunglesen ein bisschen wie damals in der Schule. Das Gelehrte ist als Anregung gedacht und soll zu Hause im Selbststudium vertieft werde. Bei der lustigen MOZ-Geschichte über einen bevorstehenden Schwergewichts-WM-Fight im beschaulichen Joachimsthal habe ich das mal gemacht.
Die Grundinformation ist scheinbar unstrittig. Am 11.09.2010 steigt der Kampf um den Box-WM-Titel nach Version der WAA (World Athletic Association)und IBU zwischen Gene Pukall (Berlin)und Roy Meissner (Leipzig). Der erstgenannte Verband gründet sich Anfang der 80-Jahre in den USA, weil ein Promoter mit dem Verhalten der WBA (gehört zu den „großen 4“) gegenüber seinem Sohn nicht einverstanden war und sich kurzer Hand „selbständig machte“. Keine Ahnung, wie oft solche Frustreaktionen das Motiv für Verbandsgründungen waren. Im Moment jedenfalls, gibt es mehr als 30 angeblich weltweit agierende Faustkampf-Vereinigungen. Dabei ist die WAA meiner Einschätzung nach noch nicht mal die Nebensächliste.
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Die lokalen Presseinformationen zu den Kämpfern sind dürftig. Dabei ist insbesondere Gene Pukall schon so lange der „untergeordneten Weltspitze“ angehörig, dass der „Held von Pankow“ durchaus gelegentlich ins Fadenkreuz verschiedener Medien geriet. Vor knapp 2 Jahren hatte er es sogar mal mit einem richtig Großen seines Sports zu tun. Riddick Bowe, in den 90ern mehrfacher Champion und in einem Atemzug mit Mike Tyson und Evander Holyfield zu nennen, war damals allerdings schon 41 und musste „umständehalber“ in de Ring zurück. Gegen Pukall gewann er trotzdem. Lesen Sie weiter »
Es geschieht nicht allzu oft, dass sich der Berliner “Tagesspiegel” mit Themen beschäftigt die (wenngleich landespolitischer Natur) den Landkreis Barnim relativ direkt betreffen. Zur offensichtlich hochkomplizierten Neubesetzung des Chefpostens im Biosphärenreservat Schorfheide -Chorin gab es vorgestern einen sehr ausführlichen und interessanten Artikel.
Im Grunde geht es um eine personalpolitische “Altlast” aus der “umweltpolitischen Giftküche” des (Gott sei Dank) ehemaligen Ministers Dietmar Woidke (SPD). Der hatte “den wichtigsten Naturschutzposten des Landes” damals an die fachfremde Forstbeamtin Constanze Knape vergeben und sich um geltendes Regelwerk offensichtlich wenig geschert.
“Kommando” zurück!”-entschied kürzlich das Landesarbeitsgericht und verurteilte das Land die Entscheidung “unter Beachtung der Rechtsauffassung des Gerichtes neu zu treffen”(Quelle: MOZ)
Als Gründe wurden “eklatante Verfahrenfehler” angeführt.
“Danach gab es damals kein faires Besetzungsverfahren, Knape wurde auf den Posten durchgedrückt, obwohl es bessere Bewerber gab. Brandenburg habe gegen das Grundrecht der „Chancengleichheit beim Zugang von öffentlichen Ämtern verstoßen”, so das Urteil.”
Seit Donnerstag, 22.7. sind die Grimnitzer Glastage 2010 eröffnet. Der Förderverein „Grimnitzer Glashütten – Kultur und Kommunikationsforum Schorfheide“ (KUKS e.V.) hat zu den diesjährigen Glastagen 11 Glasgestalter und Glaskünstler aus dem ganzen Bundesgebiet eingeladen, die in den kommenden eineinhalb Wochen täglich zwischen 11.00 und 17.00 Uhr mit ihren „Aktionen rund um den Glasofen“ den Besuchern verschiedene Aspekte der Glasgestaltung vermitteln. Man kann den Glasgestaltern bei der Produktion über die Schulter sehen, was bei den Temperaturen am Donnerstag eine schweißtreibende Sache war.
Ort des Geschehens ist die Grimnitzer Glashütte neben der Burgruine in der Grimnitzer Straße in Joachimsthal. Der Weg ist in Joachimsthal gut ausgeschildert.
Auch wenn der Blick auf das “große Brandenburger Ganze” immer sehr interessant ist bleibt diese Website ein Barnimer Gewächs. Nach längerer Pause habe ich mich daher mal wieder mit den wirklich benachbarten Blogs beschäftigt. Was hier wo so alles geschrieben wird erfahrt ihr genau jetzt (in alphabetischer Reihenfolge der Herkunftsorte): Lesen Sie weiter »
Wer heute einen Angehörigen oder andere nahestehende Menschen beisetzen lässt weiss längst, dass der Begriff der “ewigen Ruhe” auf deutschen Friedhöfen ( und sicher nicht nur dort) mehr als relativ zu betrachten ist. Ähnliches gilt für Volksweisheiten wie “Umsonst ist nur der Tod”.
Wie aber sieht es bei uns im Barnim aus?. Ich habe mich heute durch die Satzungen und Gebührenordnungen verschiedener kommunaler und einer kirchlichen Begräbnissstätte gelesen, fand zahlreiche Unterschiede und bin noch immer leicht verwirrt.
Die klarste Regelung zur Dauer der Ruhezeiten scheint es in Werneuchen zu geben. Die Friedhofssatzung von 2004 sagt in § 13: “Die Ruhefrist für Leichen und Asche beträgt 25 Jahre”. In Oderberg wird die Nutzungsdauer schon etwas differenzierter gehandhabt. Urnenreihengrabstätten und Urnengemeinschaftsanlagen sind 20 Jahre “in Betrieb”, für Wahlgrabstätten (egal ob Erd-oder Feuerbestattungen) sind jeweils 30 Jahre vorgesehen.
In der Gemeinde Schorfheide scheint die Zeit etwas schneller zu vergehen. Es mag natürlich sein, dass z.B. beengtere Platzverhältnisse den möglichen Verbleib der sterblichen Überreste hier etwas reduzieren. Jedenfalls begrenzt § 10 der Friedhofssatzung den Nutzungszeitraum auf 15 (Urnen) bzw. 20 Jahre (Erdbestattung). Die ersteZahl gilt (auf Antrag) auch für Kindergrabstellen (§16). Lesen Sie weiter »
Der Termin für die öffentliche Auslegungsfrist im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens für die von 50 Hertz Transmission geplante 380-kV-Freileitung von Bertikow bei Prenzlau nach Neuenhagen bei Berlin (Uckermarkleitung) steht fest. Am 16.8. 2010 beginnt die vierwöchige Auslegungsfrist. Einwendungen können bis zum 27.9. 2010 beim Bergamt in Cottbus bzw. über die Kommunen eingereicht werden.
Die Träger öffentlicher Belange, Kommunen und anerkannte Naturschutzverbände, sind aufgefordert zu der ausgelegten Planung Stellung zu nehmen. Auch die von dem Vorhaben unmittelbar betroffenen Bürger sollten ihre Beteiligungsrechte wahrnehmen und Einwendungen gegen dieses äußerst umstrittene Vorhaben vorbringen. Die Trassengegner, darunter die Bürgerinitiative „Biosphäre unter Strom – keine Freileitung durchs Reservat“, werden Formulierungshilfen anbieten.