Geschrieben von Andreas Gläßer in Kultur, Tags: Angermuende, Bad Freienwalde, Bernau, Biesenthal, Biosphaerenreservat Schorfheide-Chorin, Bodo Ihrke, Eberswalde, Filmfest Eberswalde, Friedhelm Boginski, Guten Morgen Eberswalde, Landkreis Barnim, Landkreis Uckermark, Maerkische Oderzeitung, Michael Kurzwelly, Nachwuchsfilmwettbewerb, Provinziale, Schorfheide, Stefan Schwarz, Udo Muszynski, 1.975 mal gelesen
Am kommenden Sonnabend, 1.10. beginnt das 8. Filmfest Eberswalde – die Provinziale. Diesen Beinamen trägt das Festival nun bereits seit 3 Jahren und es scheint, als würde es keinen besseren geben. Die seit 2004 bestehende Initiative gehört zu den kleineren in der deutschen Festivallandschaft und schielt auch nicht vorrangig auf die professionelle Kundschaft. Eigentlich geht es in erster Linie darum, zu zeigen, was man sonst kaum noch im Multiplexer finden kann: Dokumentarfilme und Kurzfilme. Selbst Programmkinos in der Hauptstadt zeigen eher selten kurze Streifen, weswegen diese oft den Festivals vorbehalten bleiben.
In Eberswalde sind nun wieder alle Programmteile für das kommende 8. Filmfest zusammengestellt. Obwohl es bis kurz vor Toresschluss nicht danach aussah, haben die Organisatoren in diesem Jahr noch mehr Filme erreicht. Die Programmbeiräte haben aus insgesamt 889 Filmanmeldungen 8 Dokumentationen, 30 Kurzspielfilme und 14 Animationen für die Wettbewerbe ausgewählt. Lesen Sie weiter »
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“Revolution ist auch nicht mehr was sie mal war” las ich letztens auf einem Demo-Plakat. Bezogen auf Angie Merkels “Atom-Dummfug” mag das durchaus stimmen. “Die 4. Revolution” hingegen ist ein hochspannender Dokumentarfilm von Carl- A. Fechner. Die Vision:
“Eine Welt-Gemeinschaft, deren Energieversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen gespeist ist – für jeden erreichbar, bezahlbar und sauber. Eine globale Umstrukturierung, die Machtverhältnisse neu ordnet und Kapital gerechter verteilt, könnte jetzt beginnen.”
Ob man das für umsetzbar oder verwegen hält darf natürlich diskutiert werden. Jedenfalls ist besagter Streifen quasi der Prolog des “7. Internationalen Filmfestes Eberswalde” und beginnt am morgigen 01. Oktober 2010 um 19:00 Uhr im Paul-Wunderlich-Haus. Das anschließende Podiumsgespräch bestreiten Michael Preißel (Geschäftsführer mp|tec GmbH), Karl-Heinz Remmers (Vorstandsvorsitzender Solarpraxis AG), Dr. Ulrich Müller (Leiter EWE-Geschäftsregion Brandenburg & Rügen), Prof. Dr. Hans-Peter Piorr (Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde) und Cornelia Behm (MdB, Grüne/B90).
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“Ich war in der Vergangenheit bereits einige male in Eberswalde, aber hätte mir seinerzeit jemand erzählt, dort würde es einmal ein so lebendiges Filmfestival geben, ich hätte es wohl kaum geglaubt.” so Andreas Dresen in seinem Grußwort an die Besucher des 5. Filmfestes Eberswalde. Diese Reaktion ist typisch für nicht-Barnimer Erstbesucher des Festivals, insbesondere für Berliner (Andreas Dresen lebt allerdings in Potsdam). Oft fällt in dem Zusammenhang der Begriff “Provinz” und dann wird es im Gespräch nicht selten interessant. Denn während gerade die in der Provinz lebenden Menschen “Provinz” oft negativ begreifen, hat diese Bezeichnung doch in Zeiten der immer stärkeren Metropolisierung eine zunehmend ambivalente Bedeutung. Das hat die Macher des Filmfestes Eberswalde dazu bewogen, dem Festival für die Zukunft eine neue Ausrichtung zu geben.
Filmfest Eberswalde – die Provinziale
Filme für die Provinz – Filme über die Provinz.
Zum sechsten Mal ruft also das Filmfest Eberswalde Filmemacher auf, Ihre Beiträge für den internationalen Wettbewerb einzureichen. Der Preis ist „das e” und wird in 3 Kategorien vergeben:
- Kurzfilm (bis 20 min und ohne thematische Einschränkung)
- Animationsfilm (bis 20 min und ohne thematische Einschränkung)
- Dokumentarfilm (ohne Längenbegrenzung mit thematischem Bezug: Filme über die Provinz)
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