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Artikel zum Thema “Monsanto AG”

Eine Woche nach dem Verbot der Genmais-Sorte Monsanto 810 hält die Diskussion um die Maßnahme von Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner weiter an. Besonders aus den Reihen der CDU hagelte es Kritik.
Katherina Reiche, Fraktionsvize der CDU im Bundestag und bekennender „Gentechnik-Fan“, hat für die Entscheidung keinerlei Verständnis und bezeichnete sie als populistisch.
Gesten legte sie, im Rahmen einer Sitzung des geschäftsführenden Vorstands der Union, nach.
“Das Verbot, so Reiche, habe eine Biotech-Firma in ihrem Wahlkreis Potsdam dazu bewogen, nach Belgien abzuwandern.(Quelle: rp-online)“
Auch der Barnimer FPD-Vorsitzende Gregor Beyer hat sich, so jedenfalls berichtet die Märkische Allgemeine, gegen das Verbot ausgesprochen „weil es die Innovation dämpfe“.
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Nun ist es offiziell . Am Vormittag hat Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner  ein Anbau- und Verkaufsverbot des Genmaises Monsanto 810 (MON 810)  bekannt gegeben. Der RBB schreibt :

„Das angekündigte Anbauverbot von Genmais ist bei Politikern und Umweltverbänden in Brandenburg begrüßt worden.  Das Potsdamer Agrarministerium sah sich am Dienstag in seiner
ablehnenden Haltung bestätigt. “Besser spät als nie”, kommentierte die Grünen-Bundestagsabgeordnete Cornelia Behm die Maßnahme.
Das Verbot sei eine gute Nachricht für Brandenburg, hieß es von Seiten des Naturschutzbundes Deutschland (NABU).
Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hatte am Vormittag mitgeteilt, dass der Anbau von Genmais in Deutschland künftig verboten wird. Dabei geht es um die Sorte MON 810 des Konzerns Monsanto, die als einzige EU-weit zugelassen war.“

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Monsanto, mit Gift und Genen
Dokumentarfilm über Monsanto, den weltweit agierenden US amerikanischen Hersteller von gentechnisch veränderten Pflanzen.

Gentechnisch veränderte Lebensmittel sind sicher. Das sagen die Herstellerfirmen. Marie-Monique Robins Recherche, über den Biotechnologie-Konzern Monsanto untersucht, wie die wissenschaftlichen Beweise für die Behauptung zu Stande kommen. Sie findet heraus, dass Genmanipulierer auch Forschungsergebnisse manipulieren. Gegenstimmen bringt Monsanto systematisch zum Verstummen. Robins Film enthüllt die Einflussnahme auch Politik und Kontrollbehörden bei seinem Weltumspannenden Griff nach der Macht über unser Essen.

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Vertreterinnen und Vertreter aus Landwirtschaft, Gartenbau, Imkerei, dem Lebensmittelverarbeitenden Gewerbe, sowie aus Politik, Kirche und Naturschutz trafen sich anlässlich des im Rahmen des Filmfestivals überMacht gezeigten Films „Monsanto mit Gift und Genen“ im Kulturbahnhof Biesenthal, um über Grüne Gentechnik in der Region zu diskutieren. Der Vorschlag der Lokalen Agenda 21 Biesenthal zur Schaffung einer großräumigen Gentechnikfreien Region im südlichen Barnim, die sich an die Region Uckermark-Barnim anschließt, fand bei den eingeladenen Gästen und Diskussionsteilnehmerinnen und -teilnehmern eine breite Zustimmung. Bis zum Herbst sollen Landwirte und Kommunen dazu gezielt angesprochen werden.

Mehr als achtzig Menschen lockte das Thema Grüne Gentechnik am vergangenem Sonntag in den Kulturbahnhof Biesenthal. Auf Einladung der Lokalen Agenda 21 Biesenthal sahen sie sich dort den Dokumentarfilm „Monsanto, mit Gift und Genen“ an – eine brillante Recherche über den Biotechnologie-Konzern Monsanto. Im Film wird deutlich, wie »wissenschaftliche Beweise« für die Behauptung, Gentechnik sei sicher zu Stande kommen. Die Einflussnahme des Konzerns auf Politik und Kontrollbehörden wird enthüllt und nachgewiesen, wie rücksichtslos der Konzern eine Verunreinigung von gentechnikfreiem mit seinem eigenen genverändertem Saatgut in Ländern wie Paraguay zulässt. Dort hatten Gesetzesbrecher jahrelang Gen-Soja-Saat illegal eingeführt und ausgesät und damit Fakten geschaffen, so dass der Staat am Ende nur noch den Status Quo abnicken konnte. So kommt der Konzern sogar dort, wo er eine legale Aussaat von Gen-Mais nicht erreichen kann, durch absichtlich-zufällige Kontamination doch noch zu seinem Ziel, sein Saatgut zu verkaufen.

Olaf Willert, biologisch wirtschaftender Schäfer und Obstbauer aus Rüdnitz (Biohof Eichhorn) und weiteres Publikum im Kultur Bahnhif Biesenthal

Olaf Willert, biologisch wirtschaftender Schäfer und Obstbauer aus Rüdnitz (Biohof Eichhorn) und weiteres Publikum im Kultur Bahnhof Biesenthal

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Wie ich aus Weesow erfahren habe, gab der Weesower Landwirt, auf dessen Land das Schweizer Unternehmen Syngenta genmanipulierten Mais zu Versuchzwecken anbauen wollte, am Freitag Morgen, den 27.02.2009, auf der Versammlung des Verbandes der Landwirte bekannt, dass er vom Vertrag mit Syngenta seeds zurückgetreten ist. Auch ein Vertreter der Firma Syngenta war anwesend und teilte mit, dass dies auch über die hauseigene Pressestelle zu erfahren sei. Lesen Sie weiter »

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In diesem Jahr wird es im Barnim erstmals seit 2001 wieder gentechnisch veränderten Mais auf dem Acker geben. Ein Landwirt aus Werneuchen hat seine Fläche dem transnationalen Konzern Syngenta zur Verfügung gestellt. Dieser wird ca. 9.000 m² mit Genmais bestellen. Allerdings handelt es sich dabei nicht um den an vielen anderen Brandenburger Standorten angebauten MON 810-Mais von Monsanto. Syngenta benutzt die Fläche um den Genmais namens GA21 zu testen. Dieser ist noch nicht für den kommerziellen Anbau zugelassen. Es handelt sich also um einen Versuch im Freiland. Ausgang ungewiss.


Abb: Medienmitteilung von Syngenta zum gewonnenen Patentstreit gegen Monsanto (2006)

Der Genmais GA21 ist resistent gegen das firmeneigene Totalherbizid Touchdown (Wirkstoff Glyphosat). Wie sein Name schon suggeriert wird alles platt gemacht, was mit dem Herbizid in Berührung kommt – außer dem GA21-Mais. Dieser wurde gentechnisch so verändert, dass er die Chemie-Kur unbeschadet überstehen kann. Im Gen-Labor wurden dem Mais Bestandteile von Reis und einem Agrobakterium eingeschleust. Von Natur aus wären die drei bestimmt nie zusammen gekommen.
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