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Artikel zum Thema “Landratswahl”

Update 20:14 Uhr:
Endlich zieht der rbb nach und bestätigt, was wir hier eigentlich schon seit 20 Minuten wussten bzw. befürchteten. Die Direktwahl des Landrates ist auch in der Uckermark am Quorum gescheitert. Ganze 400 Stimmen sollen es in etwa gewesen sein, die Klemens Schmitz von einer erneuten Amtsübernahme trennten.
Da es heute noch andere Wahlen in Brandenburg gegeben hat nutze ich die Gelegenheit einige Zusatzinfos einzuarbeiten (Quelle: rbb). Der neue Bürgermeister von Frankfurt/Oder heißt Martin Wilke (parteilos/59,2% Stimmanteil), Werner Große (CDU) bleibt Stadtoberhaupt von Werder/Havel und auch in Erkner setzte sich mit Jochen Kirsch (SPD) der Amtsinhaber durch:
Templin wird zukünftig von Olaf Tabbert (LINKE/63,5%) angeführt und in Fürstenwalde gewann der parteilose Kandidat Ulrich Hengst (59,1%). Die Wähler der Gemeinde Woltersdorf “müssen nachsitzen”. Hier kommt es zur Stichwahl zwischen Wolfgang Höhne (parteilos/39,1 %) und Rainer Vogel (Grüne/21,1%).

Update 19:54 Uhr:
So es ist soweit. Die Wahlbeteiligung lag bei 29,1 % (31997 gültige Stimmen). Nach dem vorläufigen Endergebnis siegte Klemens Schmitz hauchdünn mit 50,8 % =16254 Stimmen. Für Roland Resch stimmten 15743 Uckermärker (49,2%). Wenn ich mich nicht total täusche bedingt die Enge des Ergebnisses, dass das Quorum minimal verfehlt wurde und der Landrat auch in diesem Fall vom Kreistag gewählt wird. Nach dem großen Engagement der Bürger , die die Direktwahl per Bürgerbegehren erstritten, wär das natürlich besonders bitter.
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Lag es am milderen Wetter oder aber an der Tatsache, dass sich die Bürger des Landkreises Uckermark die Direktwahl ihres Landrates mittels eines Bürgerbegehrens erkämpfen mussten? Die Wahlbeteiligung jedenfalls lag mit 37,4% heute deutlich höher als im Barnim vor knapp 2 Monaten. Einen neuen “Kreischef” gibt es aber noch nicht, denn die 4 BewerberInnen lieferten sich quasi ein Kopf-an-Kopf-Rennen.
Nach dem vorläfigen Endergebnis erhielt Einzelbewerber Klemens Schmitz mit11895 Stimmen (28,7 %) die höchste Zustimmung. Sein Konkurrent  Roland Resch landet mit 83 Stimmen Unterschied nur knapp dahinter (28,5 %). Frank Bretsch (SPD/22,3 %) und Carina Dörk (CDU/20,5%) folgen auf den Plätzen 3 und 4.
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Auch  Nichtwähler können Wahlen entscheiden. Rainald Grebe hat sich des Wortes im heutigen “Gute-Nacht-Lied” angenommen. Ob er auch das Thema meinte kann man bei ihm ja nie so genau sagen.
80000 Joghurts sagen Hallo!?… Damit dürfte doch eigentlich alles gesagt sein.

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Sortiert nach der Wahlbeteiligung sah es in den Städten, Gemeinden und Ämtern im Barnim am 24. Januar 2010 wie folgt aus:

  1. Stadt Eberswalde 22,1%
  2. Amt Biesenthal-Barnim 20,9%
  3. Gemeinde Schorfheide 19,4%
  4. Amt Britz-Chorin-Oderberg 19,2%
  5. Stadt Bernau bei Berlin 19,2%
  6. Gemeinde Wandlitz 18,9%
  7. Gemeinde Panketal 18,7%
  8. Stadt Werneuchen 16,8%
  9. Amt Joachimsthal 16,4%
  10. Gemeinde Ahrensfelde 15,2%

Die Wahlbeteiligung war am höchsten in den Wohnorten der beiden Kandidaten Eberswalde und Biesenthal. Die Berlin-nahen Orte Wandlitz, Panketal, Werneuchen, Ahrensfelde liegen in der unteren Tabellenhälfte. Randberliner interessieren sich offenbar mehr für hauptstädtische Themen, als für das, was im fernen Eberswalde geschieht und in der “Märkischen Oderzeitung”, dem “Märkischen Sonntag” und dem “Eberswalder Blitz” zu lesen ist. Lesen Sie weiter »

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*Unser heutiger Gastautor Mathias Wiegand ist Fraktionsvorsitzender der CDU/FDP-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung Werneuchen.

Demokratie bedeutet Volksherrschaft. In Deutschland als (in)direkte, parlamentarische Demokratie erlebbar. Diese (in)direkte Einflussnahme des Volkes ist durch den Grundsatz der allgemeinen, freien und geheimen Wahlen nach Grundgesetz auf allen Ebenen, Bund, Land, Kreis und Kommune praktizierte Selbstverständlichkeit geworden. Dies nun schon seit dem 23. Mai 1949. Die Menschen in den Länder Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachen-Anhalt, Thüringen und Sachsen sowie im sowjetisch besetzten Teil Berlins konnten das Privileg einer freien Wahl erst ab März 1990 nutzen.

Auf Grund der gesetzlichen Neuregelungen im Land Brandenburg ist es ab diesem Jahr möglich, auch die Landräte direkt als reine Personenwahl auszugestalten. Die Bürgerinnen und Bürger entscheiden direkt, wer für 8 Jahre die Kreisverwaltung führt und den Landkreis nach außen vertritt.

Die Landratswahlen Anfang 2010 haben aber bisher eines ganz deutlich gezeigt. Das vom Gesetzgeber geforderte “Quorum”, eine Mindeststimmenzahl von 15% der Wahlberechtigten vereint ein einen Bewerber, ist schwer erreichbar. Lesen Sie weiter »

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19:45 Uhr
Das wars für heute hier aus der Online-Redaktion des Barnim-Blogs.
4.689 Stimmen fehlen Bodo Ihrke am Quorum von 22.737 Stimmen.
Wir vom Barnim-Blog gratulieren dem Wahlsieger Bodo Ihrke dennoch zu seinem Ergebnis!

Allen unseren Lesern Danke fürs Mitmachen und noch viele Erkenntnisse beim weiteren Diskutieren der Wahlergebnisse hier auf dem Barnim-Blog!

Ergebnis der Stichwahlen am 24.01.2010 (Grafik: KV Barnim)

19:35 Uhr
Wie haben fertig! Alle Stimmbezirke sind ausgezählt.
Margitta Mächtig (LINKE): 41,2% (12.644 Stimmen)
Bodo Ihrke (SPD): 58,8% (18.048 Stimmen)
Die Wahlbeteiligung lag bei 20,5% und damit noch niedriger als am ersten Wahlsonntag (damals 22,6%)

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Bodo Ihrke und Margitta Mächtig

10. Januar 2010: Bodo Ihrke (SPD) und Margitta Mächtig (Linke) erwarten die Ergebnisse der Landratswahl (Foto: KV Barnim)

Am 24. Januar 2010 werden die Barnimer bereits zum zweiten Mal im letzten Jahr dieses Jahrzehnts an die Wahlurnen gerufen. Bei der Stichwahl entscheiden sie, ob der Landrat bis 2018 Bodo Ihrke (SPD) oder Margitta Mächtig (Linke) heißen wird, oder ob es einen Neuanfang gibt.
Keiner der Kandidaten hatte im ersten Wahlgang am 10. Januar die notwendigen 15% aller Wahlberechtigten auf sich vereinigen können. Auch Ihrke als vorläufiger Sieger verfehlte das Quorum um fast 6.000 Stimmen. Selbst wenn alle Wähler des Drittplatzierten Dr. Frank Valentin (BVB/Freie Wähler) nun bei Ihrke ihr Kreuz machten, würde es für den seit 1990 amtierenden Landrat nicht reichen. Vermutlich werden aber viele dieser Stimmen zu keinem der Kandidaten wandern.

So kommt es für die Finalisten nun darauf an, ihre potentiellen Wähler zu aktivieren. Ihrke und Mächtig riefen schon am Wahlabend unisono ihre Parteigänger auf, am 24. Januar Nachbarn, Freunde und Verwandte ins Wahllokal mitzunehmen. Das wird schwer werden. Desinteresse schlägt einem allerorten im Barnim gähnend entgegen. Lesen Sie weiter »

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