Vor etwa einem Monat verstarb die 2-jährige Lilly aus Eberswalde an den Folgen eines tragischen Unfalls, den sie in Obhut einer städtischen Kindertagesstätte erlitt. Hunderte drückten den Angehörigen ihre Anteilnahme aus und gedachten dem Kind mit Kerzen und Blumen auf dem Marktplatz. Inzwischen hat es Gespräche zwischen Vertretern der Stadtverwaltung und Eltern der betroffenen Einrichtung gegeben.
Auch die Kinder von Antje und Torsten Regulin werden in der “Villa Kunterbunt” betreut. Grundsätzlich sind sie mit der pädgogischen Arbeit des Teams sehr zufrieden. Die jüngsten Aussagen des Kita-Trägers im Rahmen einer Elternversammlung haben sie jedoch, hinsichtlich des Mangels an neuen konzeptioneller Ansätzen und Ideen, offenkundig schwer enttäuscht. In einem offenen Brief an Bürgermeister Friedhelm Boginski erklären sie ihre Einschätzung und stellen Fragen. Wir haben den Gesamttext nachfolgend eingestellt.
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Brandenburgs Kitas leiden unter Erziehermangel. Damit berichtete der rbb am Dienstag eigentlich nichts Neues. Allein hier auf dem Barnim-Blog erschienen im Laufe der letzten 2 Jahre mehrere Artikel zum Thema “Behütet oder verwahrt”, ministerialen Ausflüchten, Sternenmärschen und Streiks.
Interessant ist der Beitrag besonders deshalb, weil doch ab Oktober 2010 eigentlich Alles viel besser werden sollte. Das Land hat kürzlich neue Personalschlüssel in Kraft gesetzt. Demnach muss sich eine Erzieherin künftig um 6 Kinder im Alter von 0-3 Jahren kümmern (vorher 7). Bei den 3-6-Jährigen liegt das Verhältnis bei 1:12 (bisher 1:13). 36 Millionen Euro sollen hierfür investiert werden.
Ob und in welchem Umfang sich Erfolg einstellt bleibt allerdings fraglich, denn auch mit den genannten Zahlen bleibt B-Burg im bundesweiten Vergleich “ein Kellerkind”. Die Mitarbeiterakquise ist zäh, denn wer es sich aussuchen kann geht dorthin, wo Arbeitsbedingungen und Bezahlung stimmen.
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Geschrieben von Stefan Stahlbaum in Bildung, Tags: Holger Rupprecht, 1.007 mal gelesen
Findet die Geschichte der DDR genug Berücksichtigung in Brandenburgs Lehrplänen?
An genau dieser Frage ist ein Streit entbrannt. Entwicklungen sind aber vorerst wohl nicht zu erwarten.
“Bildungsminister Holger Rupprecht (SPD) will das Thema DDR nicht stärker (…) gewichten. Die DDR werde in den Fächern Geschichte und Politik bereits „ausreichend“ behandelt. (…)
Ihre Meinungen über die DDR entwickelten die Jugendlichen häufig nicht im Schulunterricht, sondern in ihren Familien und ihrem sozialen Umfeld, erläuterte Rupprecht. Der Geschichtsunterricht habe demgegenüber nur „eine geringe Prägewirkung“. (Quelle: MAZ)
Also Schulen schließen Herr Minister? Haben demnach doch generell nur wenig Sinn.
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Geschrieben von Stefan Stahlbaum in Vermischtes, Tags: Bernau, Holger Rupprecht, 2.195 mal gelesen
Brandenburg gehört landschaftlich ganz sicher zu den reizvollsten Gebieten Deutschlands. Was die personelle Ausstattung der Kitas angeht ist es, vergleichsweise, ein Entwicklungsland. Nirgendwo in der Bundesrepublik ist der Betreuungsschlüssel so schlecht wie bei uns. Für Kinder zwischen 0 und 3 beträgt er 1:7, bei den Älteren 1:13 .Das bedeutet jeweils eine deutliche Abweichung vom Bundesdurchschnitt. Besagte Unterversorgung kommt die hiesigen Eltern auch noch verhältnismäßig teuer zu stehen, wie ein bundesweites Gebührenranking im März diesen Jahres zeigte. Kein Wunder dass in einigen Orten Elterninitiativen entstanden sind und überlastete Pädagogen Alarm schlagen. Auch Bernauer Erzieherinnen haben bereits mehrfach auf die bedrohliche Misere hingewiesen.
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