Artikel zum Thema “Gisa Kuhn”
Die Zustände im Zepernicker Seniorenheim und die mehr als fragwürdigen Geschäftspraktiken von “Ex-Sonnenkönigin” Gisa Kuhn gerieten im Frühsommer 2007 erstmals ins volle Licht der Öffentlichkeit. Nicht nur die Märkische Oderzeitung berichtete zwischen 2007 und 2008 diverse Male über grenzüberschreitene Pflegemängel, die “Mauertaktik” der Geschäftführung und diverse Unappetitlichkeiten mehr. Einige Leser erinnern sich vielleicht noch an die umfangreiche Diskussion hier auf dem Barnim-Blog.
Im Dezember 2007 verdichteten sich die Meldungen nach denen die Gesellschaft mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämfen hatte. “Alles Lüge”- schossen die damals Verantwortlichen in einer Pressemitteilung sinngemäß zurück
“Eine drohende Insolvenz der Gesellschaften gibt es nicht. (..)Die Behauptung, es sei mit baldiger Zahlungsunfähigkeit zu rechnen, ist falsch.”
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 abgewählt
Im 2. bzw. 3. Versuch wurde Gisa Kuhn heute als Vorstandsvorsitzende des Fördervereins für Senioren und Behinderte abgewählt. Nachmittags um 5 hatten sich ca. 40 Menschen in der Zepernicker Mensa eingefunden. Der Termin hatte für etwas Verwirrung gesorgt, war doch das Treffen in der Presse zu 18:00 Uhr angekündigt worden.
Wer später kam hatte immer noch Gelegenheit an einer „Zweit-Sitzung” teilzunehmen. Nach einer kurzen Begrüßung durch Kuhn-Stellvertreter (oder doch nicht Stellvertreter?) Steffen Groitzsch wurde die Beschlussfähigkeit festgestellt und Rechtsanwalt Michael Schwarz übernahm die Versammlungsleitung. Öffentlichkeit und Presse waren zugelassen.
Im Anschluss schritten die anfänglich 17 Mitglieder zur Tat. Offenbar handelte es sich überwiegend um solche, die Groitzsch erst wenige Wochen zuvor als „einzig arbeitender Vorstand“ aufgenommen hatte.
In Schritt 1 wurde das Protokoll vom 26.08.2008 für nichtig erklärt. Hier war unter anderem der Vereinsausschluss von Steffen Groitzsch dokumentiert worden. Es folgte die Abberufung des Vorstandes mit Ausnahme von Groitzsch, der schließlich in seinem Amt als Stellvertreter bestätigt wurde. Diskutiert wurde nur wenig. Die meisten Redebeiträge kamen vom Anwalt Burchhard Führers. Dann war Pause. Ob die soeben gefassten Beschlüsse tatsächlich Rechtsgültigkeit haben, darüber waren sich auch einige Vereinsmitglieder nicht so ganz einig. „Es ist ein Versuch“, sagte ein Neu-Förderer schulterzuckend. „Wir werden sehen was daraus wird“.
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Was haben wir darauf gewartet. Mc Donald’s, Tempel gesunder Ernährung und (Hack)fleischgewordener Garant für nachhaltige Landwirtschaft, soll gestern seine Filiale in Bernau eröffnet haben. Da die 70 Arbeitsplätzen offensichtlich noch nicht komplett vergriffen sind, kann man sein Glück unter info@mcdonalds-bernau.de weiter versuchen. Ich habe mal unsere „geheime Blog-Kartei“ nach potentiellen Bewerbern durchsucht und ihre Stärken stichpunktartig notiert.
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Geschrieben von Karl-Heinz Wenzlaff in Vermischtes, Tags: Bernau, Biosphaerenreservat Schorfheide-Chorin, Bodo Ihrke, Eberswalde, Edeltraud Koch, Finow, Gisa Kuhn, Petra Bierwirth, Regionalflughafen Eberswalde-Finow, Ryanair, Uwe Bartsch, Vattenfall Europe AG, Zepernick, 1.665 mal gelesen
Das Jahr 2008 neigt sich dem Ende entgegen. Kommunalwahlen und die fortschreitende Zerstörung unserer Alleen, Vattenfalls Hochspannungsleitung quer über Wohngebiete und mangelnde Bürgerbeteiligung, Flughafenträume in Finow und Schulabriss im Brandenburgischen Viertel von Eberswalde, Schnellstraßenbau durch unberührte Natur und Sondermüllverbrennung im Biosphärenreservat waren nur einige der Themen, die hier auf dem Barnim-Blog intensive Debatten bewegten.
Unser Selbstverständnis ist es, als unabhängiges Regioblog unseren gewählten Volksvertretern und den von ihnen bestellten Verwaltern unserer wunderbaren Heimat über die Schulter und auf die Finger zu schauen. Deshalb möchte ich eine Idee des Berliner “Tip” aufgreifen, der jedes Jahr die 100 peinlichsten Berliner kürt. Bei uns ist alles etwas kleiner als in der Hauptstadt, weshalb fünf peinliche Barnimer vorerst reichen sollen.
Hier also meine Liste der peinlichsten Barnimer 2008:
- Bodo Ihrke – Der Barnimer Landrat kandidierte 2008 für ein Mandat im Kreistag, obwohl er es garnicht antreten dürfte. Bei unserer Umfrage werteten 235 von 286 Lesern dies als Wählertäuschung oder Dummenfang.
- Gisa Kuhn, deren “Gemeinnütziger Gesellschaft für Senioren und Behinderte Niederbarnim” der Betrieb des Zepernicker Seniorenheimes von der Brandenburgischen Heimaufsicht untersagt wurde, die das aber auch noch vom Verwaltungsgericht bestätigt wissen wollte.
- Edeltraud Koch – Die Leiterin der Agentur für Arbeit in Bernau hält die Schaffung von 70 Niedriglohnjobs bei einer Fastfoodkette in Bernau für eine “tolle Sache”.
- Uwe Bartsch – Der frühere Landtagsabgeordnete der Barnimer CDU, der in seinem Wahlkreis keine Mehrheit für eine neuerliche Kandidatur zur Wahl 2009 fand, schnell noch im Nachbarkreis Oberhavel kandidierte und erneut durchfiel.
- Petra Bierwirth – Die Fraktionschefin der Barnimer SPD, die ihren Rückzug aus der Bundespolitik mit Futterkürzungen im Eberswalder Zoo einleitet.
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„Gisa Kuhn, Klappe die letzte”. So betitelte Karl-Heinz im März diesen Jahres einen Kurzbeitrag zum Zepernicker Seniorenheim. Damals hatte das Frankfurter Verwaltungsgericht den Entzug der Betreibererlaubnis bestätigt.
“Zum Jahresende soll die „gefallene Sonnenkönigin“ entgültig entmachtet werden.
Hajo Zenker schrieb dazu heute:
“Am 30. Dezember steht die Abwahl von Gisa Kuhn als Chefin des Fördervereins für Senioren und Behinderte auf der Tagesordnung. Dazu eingeladen hat ihr Vize Steffen Groitzsch. Er war wegen kritischer Nachfragen im Zusammenhang mit den Vorgängen um das Zepernicker Seniorenheim eigentlich Ende Februar vom Kuhn-treuen Förderverein entmachtet worden. Nur stellte sich heraus, so sieht es Groitzsch heute, dass die Abberufung wegen diverser Formfehler ungültig ist.(…). Geschehen soll das mit Hilfe neuer Vereinsmitglieder – so haben sich Burchard Führer, der seit Mai das Eichenhof getaufte Haus 11 betreibt, und Bürgermeister Rainer Fornell um Aufnahme beworben. Bisher gab es dafür schriftliche Ablehnungen – ohne Votum einer Mitgliederversammlung. So soll am 30. Dezember ab 17 Uhr im Speisesaal des Eichenhofs vor der Abwahl Kuhns zunächst über die Aufnahme neuer Mitglieder befunden werden. Rechtsanwalt Plitt wünscht sich viele Bürger, die zur Versammlung kommen – unabhängig davon, ob sie bereits einen Aufnahmeantrag gestellt haben. Kuhn sehe den Verein als ihr Eigentum an, dabei sei der Gründungsgedanke gewesen, dass jeder Panketaler beitreten und mitbestimmen könne.“
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Am 26.11.2007 krönte“ Panketals Gemeindevertretung in geheimer Abstimmung den neuen Betreiber des Zepernicker Seniorenheims. Entgegen den ursprünglichen Planungen stammte der Auserwählte aber nicht aus der Region sondern aus Niedersachsen. Die „Burchard Führer Gruppe“ betreibt im Bundesgebiet inzwischen ca. 30 Senioreneinrichtungen. Dabei handelt es sich offenbar mehrheitlich um Übernahmen „aus kommunaler Trägerschaft oder aus Insolvenzen bei laufendem Betrieb“.
Monate zuvor begann die Diskussion über menschenunwürdige Betreuungsbedingungen, ungeklärte Todesfälle und diverse „Unappetitlichkeiten“ mehr. Damals im Focus der Kritik: Gisa Kuhn und die von ihr vertretende „Gemeinnützige Gesellschaft für Senioren und Behinderte Niederbarnim mbH“.
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 Am Paul-Wunderlich-Haus in Eberswalde
Totgesagte leben länger: Gisa Kuhn will drei Millionen Euro von Panketal einklagen, für Heizleitungen, Kanalisation, Starkstromverkabelung und Fahrstühle, die sie im Zepernicker Altersheim investiert habe. Panketals Bürgermeister Rainer Fornell (SPD) zeigt sich überrascht.
Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU) fordert von Bahnchef Mehdorn die schnelle Sanierung des Bernauer Bahnhofs. Aus meiner Sicht wäre ein Aufzug für Behinderte und Kinderwagen zum Fernbahnsteig das Wichtigste.
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