Am 16. Mai 2009 findet im Land Brandenburg zum 2. Mal der „Tag des offenen Unternehmens” statt. Unter dem Motto „Wirtschaft erleben – Unternehmen zum Anfassen“ fehlen Vertreter aus dem Barnim selbstverständlich nicht.
So öffnet zwischen 10:00 Uhr und 16:00 Uhr auch das „Seniorenpflegeheim Eichenhof“der Führer-Gruppe (Schönerlinder Straße 11, 16341 Panketal/Ortsteil Zepernick) seine Pforten. In einem Einladungsflyer der Heimleitung heißt es:
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„Gisa Kuhn, Klappe die letzte”. So betitelte Karl-Heinz im März diesen Jahres einen Kurzbeitrag zum Zepernicker Seniorenheim. Damals hatte das Frankfurter Verwaltungsgericht den Entzug der Betreibererlaubnis bestätigt.
“Zum Jahresende soll die „gefallene Sonnenkönigin“ entgültig entmachtet werden.
Hajo Zenker schrieb dazu heute:
“Am 30. Dezember steht die Abwahl von Gisa Kuhn als Chefin des Fördervereins für Senioren und Behinderte auf der Tagesordnung. Dazu eingeladen hat ihr Vize Steffen Groitzsch. Er war wegen kritischer Nachfragen im Zusammenhang mit den Vorgängen um das Zepernicker Seniorenheim eigentlich Ende Februar vom Kuhn-treuen Förderverein entmachtet worden. Nur stellte sich heraus, so sieht es Groitzsch heute, dass die Abberufung wegen diverser Formfehler ungültig ist.(…). Geschehen soll das mit Hilfe neuer Vereinsmitglieder – so haben sich Burchard Führer, der seit Mai das Eichenhof getaufte Haus 11 betreibt, und Bürgermeister Rainer Fornell um Aufnahme beworben. Bisher gab es dafür schriftliche Ablehnungen – ohne Votum einer Mitgliederversammlung. So soll am 30. Dezember ab 17 Uhr im Speisesaal des Eichenhofs vor der Abwahl Kuhns zunächst über die Aufnahme neuer Mitglieder befunden werden. Rechtsanwalt Plitt wünscht sich viele Bürger, die zur Versammlung kommen – unabhängig davon, ob sie bereits einen Aufnahmeantrag gestellt haben. Kuhn sehe den Verein als ihr Eigentum an, dabei sei der Gründungsgedanke gewesen, dass jeder Panketaler beitreten und mitbestimmen könne.“
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Am 26.11.2007 krönte“ Panketals Gemeindevertretung in geheimer Abstimmung den neuen Betreiber des Zepernicker Seniorenheims. Entgegen den ursprünglichen Planungen stammte der Auserwählte aber nicht aus der Region sondern aus Niedersachsen. Die „Burchard Führer Gruppe“ betreibt im Bundesgebiet inzwischen ca. 30 Senioreneinrichtungen. Dabei handelt es sich offenbar mehrheitlich um Übernahmen „aus kommunaler Trägerschaft oder aus Insolvenzen bei laufendem Betrieb“.
Monate zuvor begann die Diskussion über menschenunwürdige Betreuungsbedingungen, ungeklärte Todesfälle und diverse „Unappetitlichkeiten“ mehr. Damals im Focus der Kritik: Gisa Kuhn und die von ihr vertretende „Gemeinnützige Gesellschaft für Senioren und Behinderte Niederbarnim mbH“.
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Zepernicker Mensa am 10.12.2007 gegen 18:45 Uhr:
Bereits 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn sind im Saal kaum noch Sitzplätze zu finden und noch immer strömen die Menschen herbei . Bürgermeister Fornell, von Berufs wegen mit dem Fassungsvermögen des Gebäude gut vertraut, schätzt die Besucherzahl später auf ca. 200 Personen. Fornell führt die Anwesenden kurz in die Materie ein, stellt Akteure vor und übergibt das Wort dann an die Vertreter der Führer-Gruppe. Es werden an diesem Abend etliche Menschen zu Wort kommen, der erstaunlichen Präsenz Burchard Führers kann sich aber niemand annähern.
Der Mitfünfziger beginnt mit launigen Bemerkungen über die eigene Familie, kommt dann aber recht schnell zur Sache. Schon nach wenigen Minuten scheinen 2 Dinge sicher:
- Dem Zepernicker Seniorenheim stehen tatsächlich gravierende Veränderungen bevor.
- Die Parole des Abends lautet: „Optimismus verbreiten“.
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Geschrieben von Stefan Stahlbaum in Wirtschaft, Tags: Eichenhof, Zepernick, 2.109 mal gelesen
“Na, alle Ängste und Befürchtungen weg?” Seniorenkönig Burchard Führer wirkt sichtlich entspannt, als er gegen 21:00 Uhr über den Vorplatz der Zepernicker Schulmensa spaziert und das kleinen Häufchen Verbliebener mit Handschlag begrüßte. Zu Recht, denn „seine Vorstellung“ verlief souverän und planmäßig.
Hier einige Kernaussagen (in eigener Interpretation):
- Das Zepernicker Seniorenheim verliert seinen „belasteten Namen“ und soll zukünftig „Eichenhof“ heißen. Hierfür beschwört Führer die örtlichen Gegebenheiten sowie das Gemeindewappen Dass die Zepernicker Eichen inzwischen mehrheitlich gefällt wurden hat ihm vermutlich keiner gesagt.
- Derzeit zeigt alle Welt mit dem Finger auf das Heim und missbilligt Jeden, der dort arbeitet und/oder seine Verwandtschaft untergebracht hat“. Unter seiner „Führung“ , so der massige 2-Meter-Mann, sollte sich das Bedauern bald in Bewunderung umwandeln.
- Mit einer Geschäftsübernahme zum 01.01.2008 könnte es eng werden. Auf ein konkretes Datum angesprochen antwortet Führer sinngemäß: „Am Ersten wollen alle ins Konzert, ich auch! Vielleicht wird’s der 15.01., spätestens aber der 1. Februar. Die juristischen Probleme haben wir jedenfalls problemlos im Griff.
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