“Ein Dieb kommt meistens in der Nacht, wenn die Gerechten schlafen…”, heißt es in einem fast antiquen Fernseh-Werbespot der Allianz-Versicherung. Ich habe keine Ahnung ob der Fuhrpark des Klosterfelder Bauhofes gegen Diebstahl abgesichert war, hoffen möchte man es aber. Heute Nacht nämlich wurde hier ein Winterdienstfahrzeug im Wert von 180000 Euro entwendet. B2B “Das Businessportal für den Mittelstand” schreibt:
“Die Ermittler vermuten, dass das Räumfahrzeug in der Nacht zwischen 1.00 Uhr und 2.00 Uhr entwendet wurde. In dieser Zeit hatte ein anderer Winterdienstfahrer den Lkw gesehen. Der Mann war aber nicht von einem Diebstahl ausgegangen, da das Fahrzeug betriebsbereit und mit eingeschalteten Rundumleuchten an ihm vorbeifuhr.”
Auch Nichtwähler können Wahlen entscheiden. Rainald Grebe hat sich des Wortes im heutigen “Gute-Nacht-Lied” angenommen. Ob er auch das Thema meinte kann man bei ihm ja nie so genau sagen.
80000 Joghurts sagen Hallo!?… Damit dürfte doch eigentlich alles gesagt sein.
Die aktuelle Landratswahl liefert, man glaubt es kaum, Stoff für politische Witze.
So erzählt man in Eberswalde, der amtierende Landrat habe sich nach seinem Scheitern im ersten Anlauf, dem Rat seines Medienberaters folgend, mit bunten Diamanten (schwarz, rosa, gelb und grün) den Schriftzug “Ihre Wahl” aufs Gebiß kleben lassen. So zeigt er dem wahlunwilligen Wahlvolk dauergrinsend die Zähne.
Auf den letzten Drücker gewinnt die Inszenierung des Volksstücks “Des Kaisers neue Kleider” im Barnimer Volkstheater so richtig Schmiß.
Die Besetzungsliste ist jetzt endlich komplett. Ihrke spielt den Kaiser, das stand nie in Zweifel. Und weil er so groß und mächtig ist, hat er in diesem Stück nicht nur einen Gewandschneider in seinen Dienst genommen, sondern vier Großschneidereien, alle Moderichtungen eingebunden, also ein wahres Textilkartell. Da läßt sich so manches bemänteln. Alle politischen Farben schmücken seinen Hut mit der schwarz-gelb-grün-rosaroten Kokarde – nur das wirkliche Rot fehlt. Rot mag der Kaiser nicht, das steht ihm nicht, das ist ihm zu knallig, er liebt es lieber gedeckt.
Langsam geht das alte Jahr zur Neige und “die Lichter aus”, wie Dagmar Frederic, die “Valente des Ostens” (so nannte sie Matthias Platzeck) oder “unsere Zonen-Daggi” (so nannte sie burschikos mein Opa) so schön singt. Stefan hatte ihren bevorstehenden Gig am 17. Januar in der Bernauer Stadthalle bereits euphorisch angekündigt. Junge Menschen können sich ja nicht mehr vorstellen, wie das früher so abging. Aber das Internet vergisst bekanntlich nichts. Deshalb haben wir keine Mühen gescheut: Unser bulgarischer Auslandskorrespondent ist in den Archiven des “Goldenen Orpheus” fündig geworden. Dies war das bedeutendste Schlagerfestival des sozialistischen Lagers. Es fand jährlich in Slantschew Brjag (deutsch: Sonnenstrand) am Schwarzen Meer statt, heute besser bekannt als “Ballermann des Ostens”.
Es ist nahezu unglaublich mit welchen intellektuellen Herausforderungen sich der „gemeine Arbeitnehmer“ auf seinem Weg ins Büro oder zur Produktionsstätte mitunter konfrontiert sieht.
In der Regel herrscht Ereignisarmut, Banalität und gepflegte Langeweile.
Gestern aber kreuzte, inmitten schönsten Berliner Stadtgetümmels, ein Fuchs meinen Weg und zwar von rechts nach links.
Wäre es kein Vertreter der „Canidae“, sondern eine schnöde Hauskatze gewesen hätte ich Bescheid gewusst. Mieze von rechts und das Glück kommt ins Haus. Besagte Erkenntnis ist übrigens genauso sicher wie die, nach der ein „Mädchen den nächstbesten Mann heiratet der ihr, in Besitz eines vierblättrigen Kleeblattes, vor`s Auge läuft (Obacht, meine Damen!) und nächtlich aufgehängte Wäsche Hexen anlockt. Lesen Sie weiter »
Langsam nähert sich die LINKE, was Wahlergebnisse angeht, den stolzen Quoten ihrer Vorgängerpartei. Immerhin 85 % von 83 Delegierten (was ausdrücklich NICHT mit ihrem Durchschnittsalter gleichzusetzen ist) gaben in Bernau dem 48-jährigen Lutz Kupitz ihre Stimme zur Bügermeisterkandidatur.
Einige werden jetzt beruhigt sein, widerlegt diese Tatsache doch die Ängste von Verschwörungstheoretikern. Demnach planten die Mannen um Dagmar E. einen völlig namenlosen Besenstiel ins Rennen zu schicken. Selbst der sei, so wurde hinter vorgehaltener Hand getuschelt, noch in der Lage Hubert Handke („fleischgewordenes Beamtenmikado”) aus dem Amt zu, äh…fegen..
Warum eigentlich nicht? Langweilige Podiumsdiskussionen bekämen dann ganz unweigerlich einen gewaltigen Fun-Faktor. Moderiert von Heinz-Florian Oertel diskutieren Hubert H., Petra B. (die ihre Kandidatur am 1. Mai auf einer Bastelstraße der Sozialdemokraten gewonnen hat) und „Herr Besen“ über den allgemeinen Sittenverfall, steigende Fleischwurstpreise und die bevorstehende Heiligsprechung von „Spongebob Schwammkopf“. Lesen Sie weiter »
Hat eine Branche Imageprobleme und gerät ihr Produkt in Misskredit schlägt die Stunde der Werbestrategen. Da Sex quasi immer zieht sind sekundäre Geschlechtmerkmale gern genommene Accesoires . Ein üppiges Dekoltee, ein knackiger Hintern und schon ist alles wieder gut…
hat sich jedenfalls die russische Kernenergie-Lobby gedacht und präsentierte pünktlich zum Internationalen Frauentag die frischgebackene „Miss-Atom“. Schöne Frauen vor qualmenden Reaktoren, ein Männertraum wird wahr.
Gut möglich, dass in der Marketingabteilung der Theo Steil GmbH bereits die Köpfe rauchen, denn was den Russen recht ist könnte den Trierern billig sein. Eine Wahl zur „Miss Müllverbrennung“, warum eigentlich nicht? Vielleicht die letzte Möglichkeit den dickschädligen Eberswaldern eine Anlage zu verkaufen die bis dato keiner will. Lesen Sie weiter »
Aus Interesse an den regional wichtigen Ereignissen und Entwicklungen bin ich schon seit Jahren regelmäßiger, konsequenter Leser der kostenpflichtigen Tagespresse. Mag man von der MOZ halten was man will, wenn man in der Lage ist, gedruckte Informationen etwas zu filtern, kann man hier doch die eine oder andere Information erhalten. Und das mehr oder weniger objektiv. Selbst wenn ich mich darüber wundere, wie sehr sich Hans Still in Bodo Ihrkes Wade verbissen hat oder dass Monika Schmidt in ihrem Artikel vom 20.02.2009 den mit 35.000 Euro ohnehin schon knappen Etat für Freie Kulturarbeit noch einmal um 2 Drittel gekürzt hat (ohne Beschluss der Stadtverordnetenversammlung!): das alles kann ich be- und auswerten. Die Information zählt, und die bekomme ich dann doch irgendwie.
Nun aber sind die Zeiten des ruhigen Informationsflusses vorbei und das nicht nur, liebe Mitautoren und Leser, weil verschiedene Webblogs im Barnim versuchen, alternativ über Entwicklungen aufzuklären. Nein, echter Boulevard-Journalismus bricht über uns herein!
Nein, richtig rechnen konnte der Igel eigentlich nicht. Er hatte aber dennoch eine gute Nase, so ein süßes Igelnäschen, fürs Geschäft. Seine Preise waren nicht knapp, sondern eher etwas großzügiger kalkuliert, so dass die Gewinne immer stimmten. Seriöse Geschäftsleute, die auf die Ausgewogenheit von Preis und Leistung geeicht waren, die auf Nachhaltigkeit der Geschäfte und Geschäftsbeziehungen achteten, rümpften über den Zuzügler die Nase, mussten aber bald feststellen, dass der Schwede dank seiner vielen Töchter, die er in die Welt gesetzt oder schlicht zugekauft hatte, marktbeherrschend geworden war. Ihm gehörte alles, was mit Luft, Wasser, Boden und Feuer zu tun hatte, so dass er jedem seine Konditionen diktieren konnte. Da war guter Rat teuer, da wurde die Atemluft knapp. Lesen Sie weiter »