Langsam geht das alte Jahr zur Neige und “die Lichter aus”, wie Dagmar Frederic, die “Valente des Ostens” (so nannte sie Matthias Platzeck) oder “unsere Zonen-Daggi” (so nannte sie burschikos mein Opa) so schön singt. Stefan hatte ihren bevorstehenden Gig am 17. Januar in der Bernauer Stadthalle bereits euphorisch angekündigt. Junge Menschen können sich ja nicht mehr vorstellen, wie das früher so abging. Aber das Internet vergisst bekanntlich nichts. Deshalb haben wir keine Mühen gescheut: Unser bulgarischer Auslandskorrespondent ist in den Archiven des “Goldenen Orpheus” fündig geworden. Dies war das bedeutendste Schlagerfestival des sozialistischen Lagers. Es fand jährlich in Slantschew Brjag (deutsch: Sonnenstrand) am Schwarzen Meer statt, heute besser bekannt als “Ballermann des Ostens”.
Die erste Direktwahl des Barnimer Landrates oder der Barnimer Landrätin am 10. und 24. Januar 2010 ist das bestimmende Thema der Januar-Ausgabe der Barnimer Bürgerpost, die heute an die Abonnenten und Verkaufsstellen ausgeliefert wurde.
Dr. Manfred Pfaff, Vorsizender des Vereins “Barnimer Bürgerpost e.V.” hatte die Leser kürzlich aufgerufen, ihre Hoffnungen und Wünsche in Bezug auf die neue Landrätin oder den neuen Landrat zu formulieren. So ist das Januarheft ein Barnimer Füllhorn bunter Meinungen geworden. Das geht soweit, dass “Dir, liebe Margitta Mächtig [...] in Deinem neuen Amt besonders viel Kraft und Mut, Gesundheit und unzählige Verbündete” gewünscht werden…
Seit ein paar Tagen wird die Dezemberausgabe der “Barnimer Bürgerpost” verkauft. Dominierendes Thema ist natürlich die erstmalige Direktwahl des Landrates am 10. Januar 2010 durch die Barnimer Bürger.
Doch es gibt noch andere aktuelle Themen im Barnim: Dr. Andreas Steiner, Mitglied der Stadtverordentenversammlung Eberswalde, hat die Verschmutzung des Finowkanals in einem offenen Brief an das Landesumweltamt in Potsdam kritisiert. Dieser Brief auf Seite 11 des Dezemberheftes ist lesenswert für jeden Barnimer, den der Dreck vor seiner Haustür nicht unberührt lässt.
Was halten eigentlich die drei Kandidaten Dr. Frank Valentin, Bodo Ihrke und Margitta Mächtig von dieser Barnimer Umweltsauerei?
Die Adventszeit ist nicht nur eine vorweihnachtliche Zeit der Besinnung, sondern auch die Zeit der Extremschmücker. Das sind Leute, die ihre kompletten Ersparnisse am Jahresende den deutschen Energieversorgern EON und Vattenfall spenden, indem sie ihre Häuser mit Lichterketten extrem illuminieren. Manche dieser Objekte sollen sogar mit bloßem Auge aus dem Weltall zu sehen sein! In den letzten Jahren setzen die Extremschmücker nicht mehr auf die seit 2009 verbotene Glühlampe, sondern auf moderne LED-Technik.
Doch wo sind die Barnimer Extremschmücker?
Schickt uns bitte Lesen Sie weiter »
Die neuen Abfallkalender sind da! Und: „Erstmals wurde der Abfallkalender klimaneutral gedruckt“, erklärte Silvia Ulonska, Sozialdezernentin des Landkreises Barnim, bei der Vorstellung der druckfrischen Exemplare am Dienstag in Eberswalde. Die bei der Herstellung des Abfallkalenders entstandene Menge an Kohlendioxid (etwa 77.205 Kilogramm) wird nun durch die Unterstützung eines Windenergie-Projektes kompensiert.
Abfallkalender 2010 für den Barnim
Seit Ende 2006 erscheint jährlich ein neuer Abfallkalender des Landkreises Barnim. Ursprünglich als Augen- und Intelligenztest konzipiert, haben sich die Barnimer längst an den bunten Kameraden des Gelben Sackes gewöhnt. Die Gesamtauflage beträgt 98.000 Exemplare. Ab Mittwoch, 2. Dezember 2009, werden etwa 94.000 Exemplare an die Haushalte und Gewerbebetriebe im Landkreis verteilt. Lesen Sie weiter »
Barnimer Bürgerpost August 2009 berichtet ausführlich
Viel Platz räumt die Barnimer Bürgerpost in ihrer August-Ausgabe der infrastrukturellen Fehlentwicklung in Eberswalde ein. Karen Oehler, Franktionsvorsitzende der Eberswalder Grünen, schreibt:
Fehlentwicklung wird fortgesetzt
Die Einflußnahme der Stadt auf Standortentscheidungen des großflächigen Einzelhandels ist offensichtlich sehr gering. In den letzten Jahren entstanden neue Märkte an stark frequentierten Bundesstraßen. Im Gegenzug wurden Standorte in Wohngebietsnähe aufgegeben.
Ein aktuelles Beispiel für diesen Trend ist der Bereich Eisenspalterei. Die ersten Märkte entstanden dort vor circa 10 Jahren. Nun beabsichtigt ein Lebensmitteldiscounter von der Südseite der B167 auf die Nordseite umzuziehen. Das entsprechende Baugrundstück befand sich bis vor kurzem im Eigentum des städtischen Wohnungsunternehmens. Es wäre also durchaus möglich gewesen, diese Entwicklung zu verhindern. Doch trotz Widerspruchs im Bauausschuß wurde das Grundstück ohne Einbeziehung der Stadtverordnetenversammlung verkauft. Der Baubeginn ist in Kürze zu erwarten. Per Ausnahmegenehmigung wurden durch die Untere Naturschutzbehörde umfangreiche Baumfällungen während der Vegetationszeit erlaubt. Die vorgesehene Nutzung widerspricht den ursprünglichen Intentionen zur Erlebbarmachung von Industriedenkmalen in diesem Bereich. Der nahe gelegene Finowkanal und der Familiengarten werden weiter ins Abseits gestellt.
Die Akteure der Stadt Eberswalde sollten sich endlich der Bedeutung des Finowkanals als entscheidendes Alleinstellungsmerkmal für die Stadtentwicklung bewußt werden und in der Stadtentwicklung weitsichtiger agieren.
Gerd Markmann kommentiert den Vorgang auch aus naturschutzrechtlicher Sicht: Lesen Sie weiter »