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“Auf die Bewegung kommt es an”. Unter diesem Motto trafen sich am ersten Februar-Wochenende Kritikerinnen und Kritiker der Agro-Gentechnik im Eberswalder Waldsolarheim. In Brandenburg befinden sich auch in diesem Jahr wieder die meisten Genmais-Flächen. Dort ist die Aussaat von MON 810 geplant. 1.650 Hektar waren zum 18.02.2009 im bundesweiten Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) für die märkischen Felder angemeldet. Daher wollten die OrganisatorInnen unbedingt ein Zeichen setzen und das Treffen ins Hauptanbauland verlegen. Eine gute Idee.
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In diesem Jahr wird es im Barnim erstmals seit 2001 wieder gentechnisch veränderten Mais auf dem Acker geben. Ein Landwirt aus Werneuchen hat seine Fläche dem transnationalen Konzern Syngenta zur Verfügung gestellt. Dieser wird ca. 9.000 m² mit Genmais bestellen. Allerdings handelt es sich dabei nicht um den an vielen anderen Brandenburger Standorten angebauten MON 810-Mais von Monsanto. Syngenta benutzt die Fläche um den Genmais namens GA21 zu testen. Dieser ist noch nicht für den kommerziellen Anbau zugelassen. Es handelt sich also um einen Versuch im Freiland. Ausgang ungewiss.


Abb: Medienmitteilung von Syngenta zum gewonnenen Patentstreit gegen Monsanto (2006)

Der Genmais GA21 ist resistent gegen das firmeneigene Totalherbizid Touchdown (Wirkstoff Glyphosat). Wie sein Name schon suggeriert wird alles platt gemacht, was mit dem Herbizid in Berührung kommt – außer dem GA21-Mais. Dieser wurde gentechnisch so verändert, dass er die Chemie-Kur unbeschadet überstehen kann. Im Gen-Labor wurden dem Mais Bestandteile von Reis und einem Agrobakterium eingeschleust. Von Natur aus wären die drei bestimmt nie zusammen gekommen.
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