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Konflikt um das Gemeindehaus Senftenhütte – Filmpräsentation : „Lügen und andere Wahrheiten“

Im Juni 2013 hat der Bürgermeister von Chorin, Martin Horst, die Diskussion über die Zukunft der Gemeindehäuser „angestoßen“ und den Verkauf von einigen Objekten ins Gespräch gebracht. Sehr schnell wurde klar, dass das Gemeindehaus in Golzow, in dem sich die Kita befindet, nicht veräußert werden kann. Auch der Ortsvorsteher von Serwest hat es verstanden, das Serwester Gemeindehaus aus der Schußlinie zu bringen. Die Verkaufsabsichten konzentrierten sich auf das Gemeindehaus in Senftenhütte, in dem der Keramikhütte e.V. einen Raum für seinen Werkstatt angemietet  und eine Shiatsu-Studio  betrieben wird. Die Gemeinde nutzte das Haus für Sitzungen des Ortsbeirats und  der Gemeindevertretung (GVV). Immerhin hat die GVV-Chorin  im Februar 2014  beschlossen, das Haus zunächst nicht zu verkaufen und sich um EU-Fördermittel zu bemühen, um das Haus zu sanieren. Es gab aber immer wieder Vorstöße von interessierter Seite, das Haus doch zu veräußern, die aber keine Mehrheit in der GVV fanden. Schließlich hatte man sich geeinigt, das Haus langfristig an die beiden daran interessierte Vereine zu verpachten. Die Kuh schien vom Eis zu sein.

Da stellt sich plötzlich heraus, dass das Haus in den Akten der Unteren Bauaufsichtsbehörde Barnim nicht als Gemeindehaus geführt wird, sondern als Verkaufsstelle. Infolgedessen, so wurde messerschaft geschlossen, sei eine Nutzung durch die gemeinnützigen Vereine unzulässig und dem Keramikhütte e.V. wurde zum 31.12.2015 gekündigt und dem Kultur- und Bildungsverein Alte Schule Senftenhütte (www.alte-schule-senftenhuette.de) wurde die Nutzung ab dem 1.10.2015 untersagt.

Um die Vereinsarbeit weiterführen zu können, kooperiert der Kultur- und Bildungsverein Alte Schule Seftenhütte e.V. mit anderen Vereinen und gemeinnützigen Stiftungen, die ihm Gastrecht gewähren.

Am 13.Januar 2016 zeigt der Kultur- und Bildungsverein Alte Schule Senftenhütte um 19.30 Uhr in der Kommunität Grimnitz, Grimnitzer Str. 11 in Joachimsthal den Film „Lügen und andere Wahrheiten“. Eintritt: 3.- Euro

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Konflikt um das Gemeindehaus Senftenhütte - Filmpräsentation :
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Veröffentlicht von

Hartmut Lindner lebt als (Un)Ruheständler in Berlin und Senftenhütte. Bis 2006 arbeitete er als Lehrer für Deutsch, Geschichte und Politische Weltkunde in Berlin. 1993 kam er als Wochenendler nach Senftenhütte, einem idyllischen Ort auf dem Endmoränenbogen. Er engagiert sich in der Bürgerinitiative Biosphäre unter Strom - keine Freileitung durchs Reservat und lokalen Initiativen, vor allem dem Keramikhütte e.V. in Senftenhütte und ist seit Jahren begeisterter Leser der Barnimer Bürgerpost.

4 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Wie ist denn der Begriff „Verkaufsstelle“ in die Akten hineingeraten, und wie kriegt man ihn da wieder heraus? Gab es dazu schon Gespräche?

    • Es muss eine Nutzungsänderung beantragt werden – ggf. ist hierzu ein Bauantrag beim Landkreis zu stellen.

  2. Nachdem der Schulbetrieb in Senftenhütte eingestellt worden war, hat die Konsum-Genossenschaft einen Klassenraum als Verkaufsstelle genutzt und einen Anbau und ein paar Umbaumaßnahmen bei der Baubehörde beantragt.
    Diese Unterlagen hat die Untere Bauaufsichtsbehörde hervorgekramt. Dass das Haus schon immer eine Wohnung, zunächst für die Lehrerfamilie, später für die Bürgermeisterin und schließlich für eine andere Familie enthielt, ist in den Akten nicht belegt.
    Nach der Einstellung des Schulbetriebs und der Einrichtung der Kita in den Räumen des Rats der Gemeinde ist die Gemeindeverwaltungins ehem. Schulhaus gezogen. Ohne Genehmigung!
    Das muß man sich mal vorstellen. Im Realsozialismus, dem bürokratischen Vormundschaftsstaat, fungiert der Rat der Gemeinde als Hausbesetzer.
    Bei allen Wahlen seit der Wende diente das Haus als Wahllokal. Die Gemeinde hat Räumlichkiten des Hauses vor 10 Jahren an den Keramikhptte e.V. vermietet.
    Aber jetzt sagt die Untere Bauaufsicht: „Dieses Haus ist eine Verkaufsstelle und kein Gemeindehaus!“ Und alle (die etwas zu sagen haben) glauben es.
    Ach wie schön ist doch Andersens Märchen, wo sich immerhin ein Mädchen findet,
    das ruft: „Der Kaiser ist nackt!“

  3. Um es zusammenzufassen, es handelt bei der Behandlung des Gemeindehauses von Senftenhütte als Verkaufsstelle sich um den Sieg einer fragwürdigen Aktenlage in der Unteren Baubehörde über die Wirklichkeit.

    Das Lachen über diese Posse, das den unbefangenen Betrachter überfällt, ist mir allerdings im Halse stecken geblieben, denn die Folgen für die beiden gemeinnützigen Vereine und das Gemeinschaftsleben im Dorf sind verheerend, denn uns werden die Arbeitsmöglichkeiten einfach entzogen.
    Und was das Schärfste ist, niemand ist verantwortlich, es ist ein bürokratischer Selbstläufer, der da durch eine unschuldige Anfrage bei der UBAB ausgelöst wurde.