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Schildbürgerstreich: Stadt Eberswalde sperrt Zufahrt zum ALDI-Markt

Die Innenstadt von Eberswalde präsentiert sich derzeit in einer Straßenerneuerungswut. Für Menschen, die in der Innenstadt zu tun haben oder diese durchqueren müssen, ist es eine Zumutung, dass dort an allen Ecken und Enden auf einmal(!) geflickschustert wird. Die MOZ berichtet heute darüber.
Der neueste Schildbürgerstreich aber ist, dass man mit dem PKW gar nicht mehr auf den Parkplatz des ALDI-Marktes gelangt. Sowohl aus Richtung Bergerstraße als auch von der Rathauspassage aus wurde die Zufahrt zu diesem Einkaufsmarkt auf städtische Initiative blockiert.

Nur noch „Muttern mit den schweren Einkaufstaschen“, die zu Fuß unterwegs ist, könnte passieren.
Frau Baudezernentin Fellner, was hat sich die Stadt mit ihrer Planung eigentlich dabei gedacht?

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Veröffentlicht von

Dr. Andreas Steiner, Diplom-Geograph und Waldökologe, lebt seit 1999 im Barnim. Als Fachgutachter ist er bei einem Projektträger des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in Berlin beschäftigt, der innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte von klein- und mittelständischen Unternehmen im Bereich Technologie betreut. Seit mehr als 10 Jahren engagiert sich der Querdenker und -tuer ehrenamtlich in der Umwelt- und Sozialpolitik. Im Rahmen der Brandenburger Kommunalwahlen 2008 wurde er als Parteiloser für Bündnis 90/Die Grünen in die Eberswalder Stadtverordnetenversammlung gewählt. Ende 2011 musste er aufgrund eines Wohnsitzwechsels dieses Mandat niederlegen. Derzeit gehört er der Gemeindevertretung Schorfheide an und ist Vorsitzender der Fraktion Freie Wähler/Bürgergemeinschaft Kommunalabgaben (BKB). Steiner hat Mitgliedschaften der GRÜNEn LIGA Brandenburg und der NaturFreunde Oberbarnim-Oderland. Seine Hobbys sind Wandern, Radfahren, Schwimmen, Saunieren, Kochen – und natürlich der ehrenamtliche Journalismus, insbesondere wenn es um die Behandlung kritischer und brisanter Themen geht. Folgenden Leitspruch eines großen deutschen Gewerkschafters hat er sich zum Lebensmotto gemacht: „Nicht Ruhe, nicht Unterwürfigkeit gegenüber der Obrigkeit ist die erste Bürgerpflicht, sondern Kritik und ständige demokratische Wachsamkeit“ (Otto Brenner, 1968).

6 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Hallo Andreas,

    Ganz so ist es ja nicht. Ich war heute auch dort einkaufen, mit dem Auto. Zufahrt über Eisenbahnstraße und dann an der Spaßkasse links in die Bergerstraße abbiegen. Ist sogar ausgeschildert, möchte ich meinen.
    Sicherlich ist das eine bescheidene Situation, aber muss man alles was in EW baulich passiert nieder machen? (Flickschusterei) Hier wird ENDLICH eine marode Straße grundauf instand gesetzt!

    Übrigens, der Parkplatz bei Aldi war gut gefüllt. Scheinen doch der ein oder andere hingefunden zu haben. ;o)

    Gruß Michael

  2. Hallo Herr Reckzeh,
    gut möglich, dass man nun nachgebessert hat. Das wäre wünschenwert. Am Dienstag jedenfalls herrschten noch chaotische Zustände, wie richtigerweise im oben zitierten MOZ-Artikel geschrieben worden ist. Die betroffenen Geschäftsleute werden Ihnen das Gleiche berichten.
    Eine marode Straße zu sanieren ist notwendig, dann aber bitteschön mit ausreichendem Planungssachverstand.

  3. Ich hatte auch nach einiger Mühe und Hinzuziehen des Eberswalder Stadtplans Schwierigkeiten mir vorzustellen, wo wann welche Sperrung zutrifft.
    Nur als mit den Straßennamen vertrauter Anwohner kann man in etwa begreifen, wo die Umfahrungen verlaufen. Aber dann braucht man die Erklärungen nicht.
    Ich werde nun die Stadt so lange großräumig meiden, bis ich irgendwann lese, dass alles wieder normal läuft. Zeitlich exakte Planungen sind ja anscheinend nicht mehr möglich…
    Wieso sah sich bei der Stadt und/oder der MOZ eigentlich
    niemand in der Lage, mit einem einfachen Übersichtsplan die Sache grafisch darzustellen? Der Plan könnte wöchentlich aktualisiert an der selben Stelle in der MOZ erscheinen.

  4. Hallo,
    ich als Autofahrer, Fußgänger, KinderwagenDriver, Arbeitsplatzinhaber und Anwohner der Innenstadt kann die Baumaßnahmen nur begrüßen. Sämtliche Maßnahmen waren lange angekündigt, die Presse war involviert und eine Versammlung zum Thema gab es auch.

    Und mal ganz ehrlich, alle betreffenden Straßen (Eisenbahnstraße, Bergerstraße, Brunnenstraße, Ammonstraße, Zimmerstraße) haben es doch auch drigend nötig, zumal zwei Straßen doch extra ausgebessert wurde, um als Umleitung zu dienen, sprich ein direkter Zusammenhang bestand.

    Flickschusterei? Eisenbahnstraße, Ammonstraße und Zimmerstraße werden grundhaft ausgebaut. Bei den anderen Straßen kann man, jetzt jedenfalls, echt nicht meckern.

    Aldi nicht zu erreichen? Ich war am Montag zur Post, aus Richtung Rathauspassage kommend. Dann rechts in die Ammonstraße, dann wieder rechts in die Bergerstraße zu ALDI. Wie gesagt Montag, am erstern Tag der Sperrung! Einfach mal lieber die „Tomaten“ von den Augen nehmen lieber Doktor statt ihr mal wieder wutzuschäumen.

    Und das groß angekündigte Chaos ist doch ausgeblieben. Sicher sind die Umleitungsstrecken gut ausgelastet. Aber alles noch im Rahmen und angesichts der historisch bedingten wenigen durchgehenden Straßen in Ost/West-Rechnung schwerlich nur anders darstellbar.

  5. Es hat schon was unappetitlich Klebriges an sich, wie sich Hr. Peukert ständig bei den kommunalen Verwaltungen einschleimt …

  6. Ich sehe vollkommen ein, dass gebaut werden muss. Es ist zu unser aller Nutzen, wenn hinterher alles schöner, besser und neuer ist.
    Was mir immer wieder auffällt ist, dass sämtliche Planungen unverbindlich erscheinen. Was immer in der Stadt geplant und gebaut wird, wird teurer als geplant und später fertig. Planen nenne ich, wenn die Inhalte sowie die finanziellen und zeitlichen Ziele einer Maßnahme festgelegt und die Konsequenzen des Nichteinhaltens verkündet und schließlich durchgesetzt werden (Konventionalstrafen). Warum drängt sich mir bei allem das Bild auf, dass Überschreitungen augenzwinkernd und gleichgültig in Kauf genommen werden? Warum müssen wir uns auch heute noch Ausreden gefallen lassen („langer Winter“). Und vor allem: warum wird niemand zur Rechenschaft gezogen, wenn ein ums andere Mal die Termine überschritten werden?
    Die Kunst des Planens scheint heute zu sein, die Schuld für Versagen stets anderen Menschen oder Umständen zuzuweisen. Der Bürger wird’s schon hinnehmen.
    Und dann ist da noch das Problem mit der mangelhaften Kommunikation.