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Wie soll die Zukunft des Barnims aussehen?

In der heutigen Ausgabe der Märkischen Oderzeitung wurde der interessanten Frage nachgegangen, wie der Barnim in Zukunft gestaltet sein soll bzw. auf welche Weise der Weg dahin beschritten werden soll.

Ich bin gespannt darauf, ob dieses Thema einige Bürgerinnen und Bürger motivieren wird, ihre Ideen in den Kommentaren zum Artikel darzulegen. Gleichzeitig möchte ich auch in diesem Forum zu Diskussionen aufrufen.

Mein Einstieg dazu:
– Günstige Gewerbeflächen gibt es im Oberbarnim zur Genüge. Schon seit der Wende versucht die regionale Politik, mittelständische Unternehmen in die Oberbarnimer Region zu locken. Doch die meisten Bemühungen waren alles andere als von Erfolg gekrönt.
– Der Begriff „Waldstadt Eberswalde“ muss wieder eine ernstzunehmende und ehrliche Bedeutung erfahren. Die Eberswalder Stadtsanierung des Bürgermeisters Boginski ist nicht zukunftsweisend und erinnert eher an altbewährte „schicke“ Betonplanungen aus den 70er-Jahren des bundesrepublikanischen Westens. Baum- und Grünflächenschutz bleiben eine Farce, die in der Realität nicht umgesetzt werden.
– Die Nullemmisionsstrategie des Landkreises bleibt eine Mogelpackung. Leider ist diese Erkenntnis auch bei den regionalen Grünen noch nicht angekommen. Es wäre wünschenswert, wenn wirkliches und ehrliches Interesse bestehen würde, die Nullemmision in die Tat umzusetzen. Um guten Willen zu zeigen, müsste aber zu allererst das HoKaWe geschlossen werden.
– Bessere Verkehrsanbindung (ÖPNV) zur Hauptstadt. Regionalzüge in einem halbstündigen Takt nach Berlin.
– Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ist Dreh- und Angelpunkt einer ausgewogenen Gesellschaft. Die Schere zwischen Arm und Reich darf in der Region nicht weiter auseinandergehen. Durch Rückgang der Kriminalität sowie von Beschädigungen /Zerstörungen öffentlichen und privaten Eigentums würde die Attraktivität der Stadt Eberswalde für Einwohner und potenzielle Zuzügler steigen.

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Veröffentlicht von

Dr. Andreas Steiner, Diplom-Geograph und Waldökologe, lebt seit 1999 im Barnim. Als Fachgutachter ist er bei einem Projektträger des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in Berlin beschäftigt, der innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte von klein- und mittelständischen Unternehmen im Bereich Technologie betreut. Seit mehr als 10 Jahren engagiert sich der Querdenker und -tuer ehrenamtlich in der Umwelt- und Sozialpolitik. Im Rahmen der Brandenburger Kommunalwahlen 2008 wurde er als Parteiloser für Bündnis 90/Die Grünen in die Eberswalder Stadtverordnetenversammlung gewählt. Ende 2011 musste er aufgrund eines Wohnsitzwechsels dieses Mandat niederlegen. Derzeit gehört er der Gemeindevertretung Schorfheide an und ist Vorsitzender der Fraktion Freie Wähler/Bürgergemeinschaft Kommunalabgaben (BKB). Steiner hat Mitgliedschaften der GRÜNEn LIGA Brandenburg und der NaturFreunde Oberbarnim-Oderland. Seine Hobbys sind Wandern, Radfahren, Schwimmen, Saunieren, Kochen – und natürlich der ehrenamtliche Journalismus, insbesondere wenn es um die Behandlung kritischer und brisanter Themen geht. Folgenden Leitspruch eines großen deutschen Gewerkschafters hat er sich zum Lebensmotto gemacht: „Nicht Ruhe, nicht Unterwürfigkeit gegenüber der Obrigkeit ist die erste Bürgerpflicht, sondern Kritik und ständige demokratische Wachsamkeit“ (Otto Brenner, 1968).

1 Kommentar » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Es scheint sich auch einen Monat nach deinem Beitrag niemand für die Zukunft unserer Region zu interessieren. Jedenfalls nicht öffentlich im Barnim Blog.
    Auch die Chance der Nutzung unserer ureigenenen Ressourcen (z.B. Finowkanal) geht den Menschen – wie den Verwaltungen von Stadt und Kreis – am A…. vorbei.
    Die vorgeblichen Streiter für Nachhaltigkeit schweigen.
    Man verlangt eine „Telekom“-Straße, holzt nach Belieben Bäume ab, gern auch illegal, mit Billigung der Natur“schutz“behörden.. „Ersatz“-Baumanpflanzungen, die viel Geld kosten, vertrocknen, weil sich niemand darum kümmert. Die „Nullemissionsstrategie“ des Landkreises bleibt eine Farce. Das ERNEUER:BAR-Feigenblatt des Landrats wird kurzerhand zur Barnimer Energiegesellschaft umdekoriert, damit der Landrat sein Lieblingsprojekt der Verbrennung Brandenburger (und weiter entfernter) Wälder fortsetzen kann. Man unterstützt Krachveranstaltungen wie das „Roadrunners“ finanziell. Neue Einrichtungen entstehen, sofern sie mit anderswo erwirtschafteten Fördergeldern finanziert werden. Dann verkommen sie. Und für echten Fortschritt im Sinne eines nachhaltigen Tourismus gibt es kein Geld.
    Wenn der Barnim keine Zukunft hat, dann liegt es am Phlegma der Bevölkerung. Und am Desinteresse seiner Verwaltungen.