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Der Sprecher der Bürgerinitiative “Biosphäre unter Strom – keine Freileitung durchs Reservat” (BI) Gunnar Hemme hat in einem Rundbrief an die Mitglieder und Unterstützer der BI auf das vergangene Jahr zurückgeblickt und seiner Sorge Ausdruck verliehen, dass die Genehmigungsbehörde dem wachsenden politischen Druck, dem sie seit der “Energiewende” ausgesetzt ist, nicht gewachsen sein könnte. Falls das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe die  Freileitungsplanung durch das Biosphärenreservat im Frühjahr oder Frühsommer 2011 genehmigen sollte, hat die Bürgerinitiative bekräftigt, den Schutz des Bundesverwaltungsgerichts anzurufen.

Die Bürgerinitiative und der Trägerverein “Wir in der Biosphäre” e.V. blicken auf eine erfolgreiche Presse- und Medienarbeit zurück, was sich in vielen Beiträgen in Presse, Funk und Fernsehen über den Freileitungskonflikt zeigt (Beispiele auf: www.trassenfrei.de).

Durch die beiden Aktionen “Vorglühen für ein Brandenburgisches Erdkabelgesetz” im März 2011 in Eberswalde und in der Uckermark wurde auf die Gefahren, die von elektrischen und magnetischen Feldern der Freileitungen im Höchstspannungsbereich ausgehen, öffentlichkeitswirksam hingewiesen (vgl. barnimblog).

Bei den Beratungen im Landtag für ein Brandenburgisches Erdkabelgesetz hat die BI ihre Position wirkungsvoll vertreten.

In Offenen Briefen an den Ministerpräsidenten und die Fraktionen der SPD und der Linken im Landtag wurde noch einmal auf die Dringlichkeit einer politischen Entscheidung für die Erdverkabelung der “Uckermarkleiting” hingewiesen.

Das von der Bürgerinitiative initiierte und organisierte Trassenplenum in der Blumberger Mühle, eine Versammlung bedeutender Mandatsträger der bundes-, landes- und kommunalpolitischen Ebene und von Vertretern der Umwelt- und Naturschutzvereine sowie der unmittelbar Betroffenen, hat in seiner Resolution (Blumberger Erklärung vom 20.5.2011) noch einmal bekräftigt, dass die von 50 Hertz-Transmission vorgelegte Freileitungsplanung nicht genehmigungsfähig ist, und an die Vertreter von Politik und Verwaltung appelliert, sich für einen umwelt- und sozialverträglichen Netzausbau einzusetzen (vgl. barnimblog).

Im Herbst 2011 haben Vertreter der BI an einem von der Genehmigungsbehörde organisierten Vor-Ort-Termin an ausgewählten Konfliktpunkten teilgenommen und dargelegt, dass die von 50 Hertz-Transmission vorgeschlagenen Varianten der “Trassenoptimierung” nicht geeignet sind, die Einwände, die gegen die Trassierung einer 380-kV-Freileitung durch das Biosphärenreservat erhoben wurden, zu entkräften. Auch die Präsentation von Visualisierungen der von 50 Hertz-Transmission ins Gespräch gebrachten “Trassenoptimierungen” hat gezeigt, dass diese Maßnahmen völlig ungeeignet sind, die Belastungen des Landschaftsbildes und die Gefährdungen der Anwohner zu minimieren. Nach beiden Terminen sieht sich die BI in ihrer ablehnenden Haltung gegeüberdem Freileitungsbau bestärkt.

Auch die Ausführungen von 50 Hertz-Transmission im Dezember 2011 zum Thema Vogelschutz waren für die Vogelschutzexperten, die mit der BI kooperieren, völlig unzureichend.

Der Sprecher der Bürgerinitiative Gunnar Hemme ist sich für den Fall, dass die BI einen Planfeststellungsbeschluß gerichtlich anfechten muss, der Unterstützung der betroffenen Unternehmen in der Region und der Anwohner sicher.

Auch 2012 steht unter dem Banner: Nicht über unsere Köpfe – keine Freileitung durchs Reservat!

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4 Kommentare zu “Jahresrückblick der Bürgerinitiative gegen die 380-kV-Freileitung von Bertikow nach Neuenhagen”
  1. Hartmut Lindner sagt:

    Am 13.3.2012 findet ab 18.00 Uhr im Nabu-Zentrum Blumberger Mühle eine Info- und Diskussionsveranstaltung zur Planung der 380-kV-Freileitung statt, zu der gemeinsam das Brandenburgische Wirtschaftsministerium, 50 Hertz Transmission und die Bürgerinitiative “Biosphäre unter Strom – keine Freileitung durchs Reservat” einladen.
    Wirtschaftsminister Christoffers und der Chef des Landesbergamts Dr. Freytag, der über den Stand des Genehmigungsverfahrens berichten wird, haben ihr Erscheinen zugesagt.

    Hier können die Kritiker der Trassenplanung sich noch einmal vor Abschluss des Planfeststellungsverfahrens deutlich zu Wort melden.
    Nicht über unsere Köpfe! Keine Freileitung durch Wohn- und Schutzgebiete!

  2. [...] rücksichtsvoller mit der Natur und den Bürgern umgegangen, als es gegenwärtig der Fall zu sein scheint, weil Gewinnmaximierung um jeden Preis nicht das vorrangige Ziel der staatlichen Maßnahme wäre, [...]

  3. Am 8.3.2012 ghab 50 Hertz Transmission bekannt, dass es in Eberswalde an der Freileitungsplanung festhalte und keine Erdverkabelung für Eberswalde ins Planfeststellungsverfahren einreichen werde.
    Das ist eine harte Nummer, denn immerhin hatte man 2011 noch mit der Stadt, die die Freileitungsplanung aus guten Gründen seit 2008 ablehnt, über eine Erdverkabelung verhandelt.
    Das diente, so erscheint es heute, nur der Täuschung der Öffentlichkeit.
    Inzwischen haben sich bei 50 Hertz die absoluten hardliner durchgesetzt. Umwelt- und Sozialverträglichkeit sind nur noch leere Floskeln in ihrer PR. Mehr nicht. Der Geschäftsbericht gebraucht sie häufig.

  4. Hartmut Lindner sagt:

    Auf der Homepage der Bürgerinitiative http://www.trassenfrei.de
    ist in der Rubrik “Einwendungen” eine Bürgerinformation zur aktuellen Umplanung in Eberswalde mit einigenFormulieringshilfen für Einwendungen im laufenden Beteiligungsverfahren zu finden.
    Bürger nehmt eure Beteiligungsrechte wahr! Nutzt die Handreichung der BI

  5.  
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