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„Vorsicht-frei-gestrichen“! – Informationen zu geplanten Kürzungen an Freien Schulen in Brandenburg

Schulen in freier Trägerschaft bereichern auch im  Barnim die Bildungslandschaft. Das ihnen massiv der Rotstift“ droht hatten wir hier bereits im Februar 2011 schon einmal thematisiert. Nachdem die Brandenburger Sozialdemokraten lange den „ideologischen Vorturner“ gaben haben sich inzwischen auch die „Juniorpartner“ von der LINKEN mehrfach zu Wort gemeldet und verteidigten (so jedenfalls meldeten es letzte Woche mehrere Zeitungen) die geplanten Kürzungen.
Axel Vogel, Fraktionschef der Grünen, äußerte im gleichen Zusammenhang, die Diskussion „über die Zukunft der freien Schulen habe inzwischen den Charakter eines „Kulturkampfes“ angenommen.“ Er fordert unverändert die Rücknahme der Streichungen.

Die „Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen Brandenburg“ hat vor einiger Zeit die Website www.vorsicht-frei-gestrichen.de ins Leben gerufen. Hier finden sich neben einer Schilderung des Problems aus Sicht der Betroffenen auch Presseinfos, aktuelle Nachrichten und Hinweise zu Formen möglicher Unterstützung.
Die Zeit läuft! Am 15.12.2011 soll eine Entscheidung fallen.


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Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

20 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Meiner Meinung nach, ist es komplett richtig die Mittel für freie Schulen stark zu reduzieren.
    Durch diese Schulen entsteht m. E. nach ein kleiner Kreis von bevorzugten Schülern. Natürlich wird durch kleinere Klassen jeder einzelne besser gefördert. Doch wie kann man, bzw. das Bildungsministerium sicher sein, dass in diesen Schulen auch ausreichend und anhand des Lehrplanes gut gelehrt wird.
    Man kann sich doch jetzt auch einmal fragen, warum die Klassen nicht genauso voll sind wie in öffentlichen Schulen. Ich denke die Antwort ist sehr einfach. Es können sich einfach nicht genug Eltern diesen Luxus leisten ihr Kind auf eine Private Schule zu schicken. Warum sollen also auch noch die Schulen vom Staat bezuschusst werden, welchen nebenbei ja auch noch Geld von Privaten erhalten, wo gerade einmal ein Bruchteil der Kinder zur Schule geht. Demnach bleibt der restliche und riesige Teil der Kinder in öffentlichen Schulen auf der Strecke.
    Ich bin der Meinung, dass die 100Mio.€ welche die privaten Schulen pro Jahr erhalten viel besser in den Kassen der öffentlichen Schulen aufgehoben wären, damit jedes Kind die gleichen Chancen hat.

    Hier ein paar Zahlen. Die sind zwar von 2008/09 aber es wird deutlich was ich meine.

    Private Schulen: ca. 21.000 Schüler und 100.000.000€; pro Schüler wären das ca. 4700€ Zuwendung vom Staat.
    Grundschulen: ca. 98.000 Schüler und 270.000.000€; pro Schüler wären das ca. 2755€.
    Gesamtschule mit Gymnasialeroberstufe: ca. 14.000 Schüler und 41.000.000€; pro Schüler ca. 3000€.
    Oberschulen: ca. 30.000 Schüler und 100.000.000€; pro Schüler ca. 3300€.
    Gymnasien: ca. 45.000 Schüler und 161.000.000€; pro Schüler ca. 3500€.

    Quelle: http://www.mdf.brandenburg.de/sixcms/media.php/4055/05.pdf

    Wieso sind diese Unterschiede so groß. Wäre es nicht besser wenn alle Schüler die Gleiche Bildung bekommen und nicht nur die Schüler bevorzug werden, wo die Eltern das Geld für die Schule haben.

  2. Hr. Kosanke
    Sie schreiben „…Doch wie kann man, bzw. das Bildungsministerium sicher sein, dass in diesen Schulen auch ausreichend und anhand des Lehrplanes gut gelehrt wird….“

    Tja, fragen Sie doch einfach mal den Rektor einer solchen Schule in freier Trägerschaft, welche Zulassungsvoraussetzungen die Schule erfüllen musste, um staatlich anerkannt zu werden.

    Bei dieser Gelegenheit fragen Sie sich einfach das Gleiche bei den vielen deutschen privaten (Fach)Hochschulen.

    Ich habe das Gefühl, Sie haben Angst, keine Kontrolle über private Einrichtungen zu haben. Hinweis: Viele Schulen in freier Trägerschaft haben sozial gestaffelte Entgelte. Nicht jeder/jede Schüler/Schülerin ist zum Besuch auf solch einer Schule also ausdrücklich vom Geldbeutel der Eltern abhängig. Und, Eltern sind frei in der Entscheidung, ihr Geld auszugeben, manche fahren lieber in den Urlaub, investieren in einen Garten, kaufen ein Haus, naja und manche investieren in die Bildung ihrer Kinder.

  3. Es geht mir doch nicht um die Entscheidungen der Eltern, sonder darum, dass Private Schulen im vergleich viel zu viel Geld erhalten und öffentliche Schulen und demnach ein Großteil der Kinder im Nachteil sind.

  4. Hr. Kosanke
    Anstatt dem Einen etwas zu nehmen, denke Sie einfach um und geben dem Anderen einfach mehr. Die öffentlichen Schulen müssen gestärkt werden, aber doch nicht, in dem man Menschen gegeneinander ausspielt.

    Vielfalt hat noch niemandem geschadet, Gleichmacherei schon.

    Und: Für die Gebäude und die Arbeitsverträge der privaten Schulen übernimmt die öffentliche Hand kein Risiko.

  5. Aber kann man das Geld, welches in die Privaten Schulen steckt nicht auch dazu nutzen um mehr Schüler und Kinder alternative Bildungsmöglichkeiten zu geben und nicht immer nur den eintönigen Frontalunterricht zu machen.
    Darf denn nicht jedes Kind die Möglichkeit haben eine gute Bildung zu haben und nicht nur diejenigen, welche etwas vermögenere Eltern haben?

    Natürlich kann man auch allen mehr geben. Aber Herr Wiegand, sie wissen doch sicherlich auch, dass die Haushaltslage das nicht zuläst. Wenn es danch geht, muss man jedem soviel Geld geben wie er will. Das geht aber nicht. So ist doch eine Bündelung von den Ressourcen wesentlich besser als eine Stückelung. Durch die Bündelung haben wesentlich mehr Menschen einen Vorteil und nicht nur wenige. So können z.B. weniger Schüler in der Klasse sein und der Betreuungsschlüssel wird gesenkt.

  6. Auch ich denke, dass es nicht der richtige Weg sein kann erfolgreiche Alternativen so lange runterzukürzen bis sie irgendwann genauso „schlecht“ sind wie die Anderen“. Zudem hat der Erfolg freier Schulen sicher nicht nur mit einer „bevorzugten Finanzierung“ zu tun. Vielmehr dürfte die bedarfsorientierte und flexibele Planung und Umsetzung der Bildungsangebote freier Schulträger ein großer Vorteil sein.
    Die Hinweise zur Haushaltslage überzeugen mich nicht völlig. Im Endeffekt ist die Qualität und Ausstattung des Bildungsbereiches zwar durchaus finanzabhängig, aber eben auch eine Frage des politischen Willens.

  7. Herr Stahlbaum Sie haben aber doch gerade ebend selber gesagt/geschrieben, warum Private Schulen felxibel und bedarfsorientiert Planen können. Sie haben halt die Mittel dafür. Aber sollten nicht alle Kinder bedarforientiert und flexibel gefördert werden. Denn jeder ist doch gleich und jeder sollte die gleichen Möglichkeiten haben.

  8. @Sven Kosanke:
    Das was ich beschrieben habe hat vorrangig mit Engagement und einer , nennen wir es mal „Liebe zum Projekt“, zu tun, die viele freie Bildungseinrichtungen offensichtlich auszeichnet.
    Was die Gerechtigkeitsfrage angeht stimme ich Mathias Wiegand zu. „Die öffentlichen Schulen (auch meine Tochter besucht eine solche) müssen gestärkt werden, „aber (…)nicht, in dem man Menschen gegeneinander ausspielt.“
    Die „Robin-Hood-Nummer“ nehme ich der Brandenburger Landesregierung jedenfalls nicht ab.

  9. Hr. Kosanke
    Ich denke wir liegen nun mit unseren Meinungen gar nicht so weit auseinander. Sie schreiben „…um mehr Schüler und Kinder alternative Bildungsmöglichkeiten zu geben…“. Genau diese alternativeen Bildungsmöglichkeiten sind ja die Schulen in privater Trägerschaft.

    Sie schreiben weiterhin „…nicht immer nur den eintönigen Frontalunterricht zu machen…“. Diese Kritik teile ich, doch wer sagt denn, dass „staatlichen“ Schulen den Unterricht unter methodisch-didaktischen Gesichtspunkten als Frontalunterricht gestalten müssen?

    Was den staatlichen Schulen fehlt ist einfach zusammengefasst. Es fehlt an Personal und manchmal/oft auch an Ausstattung. Dies ist natürlich eine Frage der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel. Und genau da ist anzusetzen. Fehlende Haushaltsmittel im Bildungsbereich sind (Stefan Stahlbaum) „…eine Frage des politischen Willens…“. Und so ist es eine Frage der SPD geführten Landesregierung, dieses gerade zu rücken. Die Ressentiments des derzeitigen Koalitionspartners gegen die Schulen in freier Trägerschaft sind bekannt. Hier gilt es für die SPD sich durchzusetzen, meint sie es mit „Mehr Bildung“ ernst.

    Ich nenne Ihnen mal als Beispiel die evangelische Grundschule Bernau. Informieren Sie sich doch einfach mal, wie diese Schue gegründet wurde, wer hier Engagement zeigt und wie diese Schule arbeitet. Gern stelle ich Ihnen einen Kontakt mit der Schule her.

  10. Ich kann Herr Kosanke voll verstehen, das notwendige Geld sollte in die öfentlichen Schulen gesteckt werden, um dort ein guten Angebot zu bieten. Wenn jemand meint, er könne es besser, dann soll er es besser machen.
    a) Er geht in eine Öffentliche und bringt die nach vorn.
    b) Er gründet eine private, welche sich dann auch privat finanziert.

    Wenn der Staat nun seine eigenen Schulen finanzieren soll und nun auch noch seine eigene „Konkurrenz“, ist das irgendwie nicht normal.

    Durch das Schulgeld bleibt die Bildungsgerechtigkeit in jedem Falle auf der Strecke – es sei denn, der Staat würde diesen bei sozialen Härtefällen bezahlen. Und da beißt sich die Katze wieder in den Schwanz – denn hier sollte der Staat lieber dafür sorgen, dass die öffentlichen Schulen die gleiche Qualität bieten.

  11. An sich ist es sehr einfach. Die privaten Schulen nehmen wie Matthias W. schon erläuterte durchaus Kinder von Eltern auf, die sehr wenig zahlen können. Die privaten Schulen kosten dem Land/Staat weniger Geld als eine öffentliche. Engagierte Menschen – unabhängig von „Klasse“ und Einkommen bringen sich dort ein und arbeiten häufig unentgeltlich, weil sie sich mit einer privaten Schule mehr identifizieren können als mit einer staatlichen.
    Werden nun Gelder gekürzt, geht es aus meiner Sicht um sehr viel Ideologie – ganz sicher nicht darum um öffentlichen Schulen mehr Geld zuzuführen. Private Träger fördern den Wettbewerb um die „bessere“ Schule. Fehlen Gelder können die privaten Schulen nicht mehr in dem Umfang wie bisher Kinder aus materiell nicht so wohlhabenden Elternhäusern den Zugang ermöglichen.
    Alle die es interessiert können ja mal nachfragen, wie viele Arbeitsplätze z.B. der Verein Montessori Niederbarnim in Bernau & Zepernick & demnächst Wandlitz geschaffen hat. Inwieweit einkommensschwache Eltern unterstützt wurden und z.T. einen Arbeitsplatz durch den Verein gefunden haben.
    Es geht eben nicht nur um die wenigen (sehr) teuren Gymnasien in Brandenburg, sondern auch um viele Vereine, die Grund- und Oberschulen (das sind eher wenige) betreiben. Das Risiko liegt hier in privaten Händen von Menschen, die nicht Millionäre sind. Dieser Eindruck wird aber leider oft sehr häufig vermittelt.

  12. Mit der Volksinitiative wurde von Bürgerinnen und Bürgern ein Instrument direkter Demokratie mit Leben erfüllt – Respekt vor diesem Engagement.
    Es werden Themen aufgegriffen, die für die Entwicklung Brandenburger Schulen wichtig sind. Auch wir sehen erheblichen Entwicklungsbedarf für die Brandenburger Schulen und haben dafür die bildungspolitischen Weichen gestellt. Wir sehen uns in der Verantwortung, dabei die Qualität aller Schulen und damit die Bildungschancen aller Schülerinnen und Schüler im Blick zu haben. Es reicht allerdings nicht aus, die Freiheit und Selbstverwaltung der Schulen zu garantieren, wie es die VI vorschlägt. Der Staat ist in der Verantwortung, für alle Kinder und Jugendlichen ein gleichwertiges Bildungsangebot im Land vorzuhalten und Chancengleichheit auch dort zu garantieren, wo die freie Initiative und das eigenverantwortliche Engagement von Schulen nicht oder noch nicht greifen. Wir können und wollen es uns nicht leisten, auch nur ein Schule als Verliererin zurückzulassen. Dieses Risiko birgt aber die wortgetreue Umsetzung der Forderungen der VI.

    Zu den Forderungen und Argumenten im Einzelnen:

    Argument Nr. 1
    Die VI behautet, dass es keine Schulvielfalt in Brandenburg gibt – das stimmt aus Sicht der LINKEN nicht. Die Zahlen belegen das.
    In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Schulen in freier Trägerschaft in Brandenburg rasant entwickelt. Während allein zwischen 2004 und 2008 fast 200 öffentliche Schulen geschlossen wurden (von 935 auf 738) wurden fast 50 Schulen in freier Trägerschaft (von 109 auf 158) zugelassen. Heute gibt es bereits 166 Schulen in freier Trägerschaft. Es geht auch nicht darum, die freien Schulen abzuschaffen.

    Aber: Bildung ist aus Sicht der LINKEN in erster Linie eine Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge und dementsprechend muss in allen Landesteilen ein erreichbares öffentliches Angebot vorgehalten werden.
    Die LINKE ist für Schulvielfalt in Brandenburg – dazu gehören natürlich auch die freien Schulen. Diese Schulvielfalt gilt es zu erhalten.

    Argument Nr. 2
    Die VI fordert die organisatorische Selbständigkeit für alle staatlichen Schulen, die dies wollen.

    Die LINKE unterstützt grundsätzlich die Forderung nach mehr Autonomie in der Organisation der Schulen.
    Dafür bieten die schulrechtlichen Vorgaben bereits jetzt Spielräume. § 7 des BbgSchulG sieht vor, dass die Schule ihre personellen und sächlichen Angelegenheiten selbständig und in eigener Verantwortung im Rahmen de gesetzlichen Vorgaben organisiert. Die Schulen können sich auch ein eigenes Profil geben.
    Die Sicherung der Ausstattungsstandards für alle Schulen in öffentlicher Trägerschaft soll allerdings auch weiterhin staatliche Aufgabe bleiben

    Argument Nr. 3
    Schulen in freier Trägerschaft werden benachteiligt. Sie erhalten nur 65 % der Kosten einer vergleichbaren staatlichen Schule und müssen deshalb Schulgeld erheben.

    Die Aufwüchse der letzten Jahre bestätigen, dass sich Schulen in freier Trägerschaft in Größenordnungen gründen und entwickeln konnten.
    Zum Teil ging die Finanzierung der Schulen in freier Trägerschaft zu Lasten der öffentlichen Schulen.
    Denn: Die finanziellen Aufwüchse in den Bildungshaushalten der vergangenen Jahre waren zugunsten der Zuschüsse für Schulen in freier Trägerschaft.

    Entwicklung der Zuschüsse für Schulen in freier Trägerschaft:
    2001 40,3 Mio Euro
    2002 47,4
    2003 54,3
    2004 59,9
    2005 68,1
    2006 81,9
    2007 90,4
    2008 100,0
    2009 105,6
    2010 119,3

    Das Land zahlt seit 2004 94 Prozent der Personalkosten bei Regelschulen und 115 Prozent der Personalkosten in Förderschulen.
    Die Bezuschussungen der einzelnen Bundesländer für die freien Schulen sind sehr unterschiedlich. Manche zahlen geringere Personalkosten, dafür aber auch Zuschüsse bei den Sachkosten, andere Bundesländer zahlen auch nur Zuschüsse für die Personalkosten, die mittlerweile aber deutlich unter denen Brandenburgs liegen.

    Argument Nr. 4
    Aufhebung der Schulbezirke wird gefordert.

    DIE LINKE hält die Aufrechterhaltung der Schulbezirke für notwendig, um auch weiterhin (zumindest in der Grundschule) eine Durchmischung der Schülerschaft zu gewährleisten. Außerdem sollte die Wohnortnähe weiterhin ein Kriterium für den Schulbesuch sein.

    Argument Nr. 5
    Nur durch eine gleichberechtigte Finanzierung aller Schulen kann sich Chancengleichheit entwickeln

    DIE LINKE knüpft die Entwicklung von Chancengleichheit nicht vordergründig an gleiche Finanzierungskriterien öffentlicher und freier Schulen, sondern sieht eher in längerem gemeinsamen Lernen usw. Wege zu mehr Chancengleichheit.
    Die Schulen in freier Trägerschaft betonen stets, dass sie in mehrfacher Hinsicht benachteiligt sind und machen das an der Finanzierung fest. Sie haben aber auch gegenüber den öffentlichen Schulen Privilegien:
     Sie können Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte frei auswählen ( und u.U. auch abweisen).
     Sie können den Unterricht frei gestalten und frei organisieren.

    Argument Nr. 6
    Kinder lernen am besten,… wenn sie mit Lehrern aufwachsen, die selbst mit Begeisterung ihre Schule gestalten. Dazu gehört, dass die Schulen ihr Personal eigenständig berufen können.
    Zweifellos sind die Bedingungen für die Arbeit von Lehrkräften mit entscheidend dafür, ob und wie sie begeistert arbeiten. Diese gilt es zu verbessern. Die eigenständige Berufung von Personal durch jede Schule ist schwierig, hier sieht die LINKE weiterhin Regulierungsbedarf und -pflicht beim Land.

    Fazit: Es gilt annähernd gleichartige Wettbewerbsbedingungen für öffentliche und private Schulen zu schaffen – die einen dürfen nicht auf Kosten der anderen „ausgeblutet“ werden.
    Es muss weiter daran gearbeitet werden, in erster Linie ein qualitativ gutes Angebot an öffentlichen Schulen vorzuhalten, aber die Schulvielfalt soll erhalten bleiben.

  13. Hier ist oft einiges an guter alter planwirtschaftlicher Gesinnung in der Argumentation.

    Die Schließung vieler öffentlicher Grundschulen war politischer Wille (vor allem von SPD und LINKEN) und ist einer gewissen Prognosehörigkeit der Politiker geschuldet.

    Viele Schulen in privater Trägerschaft sind genau aus diesem Grund entstanden – um die nun entstandende Lücke zu schließen hier waren oft die Eltern der Kinder die Initiatoren welche Ihre Kinder X – Kilometer zur nächsten öffentlichen karren sollten um dort dann wieder ein mäßig gutes Bildungsangebot vorzufinden.

    Diese haben sich zum Teil hoch verschuldet um Ihren Kindern ein gutes und Ortsnahes Bildungsangebot zu ermöglichen. Deren Finazierungspläne rutschen nun zusammen und werden sicher den ein oder anderen armutsbedroten Brandenburger mehr zur Folge haben.

    Mir ist bewusst das sich z.B. Die Linke bei der Verwaltung von Armut wohler fühlt als sich mit mündigen und erfolgreichen Eltern und deren ebenso erfolgreichen Schulen auseinander zu setzen.

    Es ist absoluter Humbuck das Kinder an privaten Schulen teuer sind als die an öffentlichen das gegenteil ist der Fall – da die Bezuschussung lediglich die Personalkosten betrifft – Ausstattung und Schulgebäude werden vollständig durch die privaten Träger (den Eltern) erbracht.

    Wie soll denn die Quallität öffentlicher Schulen steigen wenn es denn keine Konkurenzalternativen gibt. Wenn öffentliche Schulen so toll sind warum zahlen andere dann für Alternativen.

    Wenn es keine Alternative gibt ist der Erfolg nicht zu vergleichen nach dem Niedergang der freien Schulen kann doch an den öffentlichen richtig gespart werden. Nach dem Monopol auf die Schüler gibt es doch keine Abgänge mehr zu fürchten und das öffentliche Bildungsangebot kann zu Tode gespart werden ohne das es eine Möglichkeit gibt seinem Kind dies zu ersparen. Und genau das ist doch der Sinn des Unterfangens. Die freien Schulen als unliebsame Konkurenz aus dem Weg zu räumen um anschließend an den öffentlichen so richtig zu sparen.

  14. @ Herr Büttner, was Sie da den LINKEN unterstellen entbehrt jeglicher Grundlage, dem politisch Interessierten ist der Kampf der LINKEN gegen die Schließung jeder einzelnen Schule sowohl im Landtag als auch vor Ort bekannt. Ansonsten kann ich nur vermuten, dass Sie das Bildungskonzept der LINKEN nicht kennen, oder aus Prinzip der LINKEN einen solchen Unfug unterstellen. Sollten Sie Interesse an unseren Bildungspolitischen Positionen haben, lassen Sie es mich über meine Webseitadresse wissen, dann sende ich Sie Ihnen umgehend zu. Herzlich MM

  15. Die Grundlage meiner ist völlig Simpel die kommunalen Parlamente in Brandenburg sind oft durch Merheiten von SPD und Linken geprägt. Ohne die Stimmen Ihrer Parteigänger wäre also das schließen von Schulstandorten nicht möglich gewesen.

    Welche blumigen Absichtserklährungen Sie auch verfasst haben am Ende zählt was im richtigen Leben entschieden wird. Und da verhält es sich wie mit den allseits beliebten Wahlverspreche(r)n. Plötzlich sieht die Sache ganz anders aus sicher sind das alles Bedauerliche Einzelfälleaber die Summe dieser ist dann Ihre Realpolitik. ( zur Verteidigung von SPD und Linken muss man sagen das die Anderen Partein sich bestenfalls marginal unterscheiden)

    Was mich wirklich wütend macht ist das hier der Einduck vermittelt werden soll das die privaten Schulen das Werk von irgendwelchen Eliten ist welche den armen öffentlichen Schulen das Geld wegnehmen das ist Unsinn hoch 3. Der Erfolg der Schulen in freier Trägerschaft ist ein Misstrauensvotum an die Bildungspolitik der Bradenburger Landesregierung. Die wachsende Anzahl dieser Schulen ist Folge und nicht Ursache der verfehlten Bildungspolitik von SPD und Linke. Genau dieser ungeahnten Folge versucht man sich nun zu entledigen

  16. Sorry das ist ein Wort auf der Strecke geblieben „Aussage“ – suche den Fehler ;)

  17. Hier irren Sie gewaltig. Da ich nicht weiß, ob Sie es wirklich nicht wissen, oder nicht wissen wollen, hier noch mal eine kurze Erläuterung. Schulschließungen haben nicht die kommunalen Vertretungen beschlossen, sondern das zuständige MBJS angewiesen, gegen den permanenten Widerstand der LINKEN. Da ich selbst Untertsützerin der Freien Schule in Finow und des Gymnasiums in Joachimsthal bin, die beide eben in Ermangelung öffentlicher Schulangebote entstanden, finde ich ihre pauschalisierende und nicht wirklich von Kenntnis getragene Position schade, weil sie eben den Realitäten so nicht entspricht. Eine diffenrenzierte Bewertung der Arbeit der SPD und LINKEN sowie der Ministerien und Kommunalvertretungen wäre auch für die Glaubwürdigkeit aller Seiten hilfreicher. Im übrigen teile ich ihren Eindruck nicht, was das Verhältnis von öffentlichen und freien Schulen angeht. Wir befinden uns in einem komplizierten Prozess der Ausgewogenheit der Entwicklung beider Schulformen unter Berücksichtigung des Grundsatzes des gleichberechtigten Zugangs aller Mädchen und Jungen zu guter Bildung und Ausbildung. Für jede gute Idee sind wir da außerordentlich dankbar. Sollten Sie also welche haben, halten Sie nicht hinter den Berg.

  18. Ich muss Sie Frau Mächtig wirklich auch mal loben, da Sie sich hier aktiv mit der Thematik auseinandersetzen und hier auch auf meine Meinung reagieren dies ist leider nicht bei allen Abgeordneten der Fall.

    Auch das Sie die besagten freien Schulen unterstützen ist sehr lobenswert. Was mich überrascht ist das Sie obwohl Sie die Probleme die den Schulen durch das Streichen der Gelder entstehen, kennen müssen, die Streichungen dennoch verteidigen.

    Das Ministerium für Bildung Jugend und Sport ist doch der Landesregiergung unterstellt also Trägt doch diese die Verantwortung für die Schulschließungen oder ? Und die Landesregierung sind SPD und Linke.

    Die meisten Bürger denken einfach, sicher ist es immer möglich die Verantwortung für Fehlentwicklungen weg zu differenzieren, ungüstige Ramenbedingungen veratwortlich zu machen oder die bescheidene Ausgangslage bei Regierungsübername. Da ist auch immer etwas drann.

    Wir Otto Normalverbraucher wünschen uns aber Menschen als Volksverteter die die Verantwortung (auch für Fehler) übernehmen. Und die die Rahmenbedingungen eben verbessern als diese für alles Misslungene verantwortlich zu machen.

    Die vorgesehenen Kürzungen werden beschlossen ohne das sich die Zeit genommen wurde den Dialog mit den Bürgern zu Ende zu führen. Es werden aus haushaltspolitischen Gründen pauschlisierte Sparmaßnamen ergriffen dessen langfristige Auswirkungen nicht zu Ende gedacht worden sind. Es wirkt als wäre diese Entscheidung mit der heissen Nadel gestrickt. Ähnlich wie bei den Einsparungen bei den Hochschulen.

    Wir müssen sparen das ist richtig, dies darf aber nicht Pauschalisiert gemacht werden die gesellschaftlichen Prozesse müssen differenziert betrachtet werden.

    Brandenburg hat keine Bodenschätze und verhältnissmäßig wenig Kapital. Und auch die erwerbstätigen Menschen werden Demografisch bedingt immer weniger. Wir dürfen die wenigen die Nachkommen nicht noch in Ihren Möglichkeiten beschneiden.

    Das einzige das wir Ihnen mitgeben können ist eine Gute Bildung es ist fahrlässig hier zu sparen. Schon jetzt haben wir einen Fachkräfte Mangel welcher uns als Wirtschafsstandort immer unatraktiver macht.

    Die Jenigen die sich für unsere Kinder einsetzen und selbst Verantwortung übernehmen darf man nicht einfach vor den Kopf stossen. Sonst verlassen uns irgendwann zwangsläufig auch die Menschen ,die bereit sind sich für Ihre Region einzusetzen, um Ihren Kindern ein gutes Leben und eine Perspektive zu ermöglichen und nicht all zu ferner Zukunft, dann bleibt uns wirklich nur noch die Verwaltung des Mangels. Sollten wir das riskieren ?

    Wir sollten uns Zeit für den Ausführlichen gesellschfatlichen Dialog zu dem Thema nehmen. Wir sollten klähren welche Sparmaßnahmen uns vielleicht teuer zu stehen kommen auf lange Sicht und wir sollten aufhören Neid zu sähen statt alle gemeinsam für eine vielfältiges Bildungsangebot zu streiten dem jedem Kind das passende Lernformat angeboten werden kann.

  19. Heute ist es nun raus. Der Bildungsausschuss des Landtages beführwortet die Mittelkürzungen für die freien Schulen im Land Brandenburg (http://www.moz.de/nachrichten/brandenburg/artikel-ansicht/dg/0/1/996741/ )

    Welch Hohn klingt da bei dem Satz der Frau Mächtig mit:
    „Die LINKE ist für Schulvielfalt in Brandenburg – dazu gehören natürlich auch die freien Schulen. Diese Schulvielfalt gilt es zu erhalten.“ Aber so sind diese Politiker, vorn bieten sie Dir das Lächeln und hinten herum wartet schon das „Messer“.