web analytics

Gedanken zum Tag der Deutschen Einheit, oder: Mein „erster“ 3. Oktober

Am Tag, an dem sich Deutschland wiedervereinigte war ich ganz weit weg. Ich erinnere mich an einen Fernsehabend irgendwo im tiefsten Denpasar(Bali/Indonesien) Aber auch am „anderen Ende der Welt“  war das Ereignis irgendwie präsent. Die Nachrichten brachten Bilder vom letzten DDR-Botschafter in Malaysia, der betont gleichgültig aber immerhin eigenhändig die Schilder seiner bisherigen Dienststätte abschraubte. Meine Gastgeber waren am politischen Weltgeschehen durchaus interessiert. Sie gratulierten mir auch, aber irgendwie konnte ich damals nicht sooo viel damit anfangen.

Auch der erste Jahrestag der Deutschen Einheit ruft  Bilder ins Gehirn zurück. Meine erste eigene „Wohnhöhle“ in der Raumer Straße 39 (Berlin/Prenzlauer Berg) bedurfte dringend einiger Schönheitskorrekturen. Als ich am späten Nachmittag missmutig auf der Leiter stand (wer schon einmal im Alleingang eine Decke tapezieren wollte weiß wie ich gelitten habe) öffnete sich die schlecht gesicherte Wohnungstür und meine ehemalige  Mitbewohnerin Claudia spazierte herein. Sie hatte einen Typen im Schlepptau den wir „Flop“ nannten und der eine große Kamera bei sich trug. Bürgerlich hieß er wohl Michael Born und sollte später als „Stern-TV-Fälscher“ durch die Medien geistern. Von ihm stammen echt packende Berichte über autonome Kommonados die die Urne von Michael Kühnen geklaut haben sollten oder wüste Bilder über millitante Jagdgegner. Alles gut gemacht – aber irgendwie „nicht ganz“ wahr.
Für den beschriebenen Moment suchten die beiden aber nur nach möglichst originellen Kommentaren zum Jubelfeste und da kam ihnen dieser farbbekleckerte, mürrische Typ mit den langen blauen Haaren offensichtlich grade recht. Dummer Weise hatte ich weder Zeit noch Lust und brauchte auch nicht wirklich dringend Geld. Also musste die Fernsehhistorie ohne mich auskommen was beide Seiten (ich kann nur von mir sprechen) vermutlich blendent überlebt haben.

Wäre schön zu erfahren, was ihr in euren Köpfen so an entsprechenden Kopfgeschichten mit euch herumtragt!

Gedanken zum Tag der Deutschen Einheit, oder: Mein
Gedanken zum Tag der Deutschen Einheit, oder: Mein
Gedanken zum Tag der Deutschen Einheit, oder: Mein

Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

3 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. @Stefan: Margot H. war definitiv einer. Jedenfalls hatte mein Schuldirektor wohl deshalb etwas gegen meine l a n g e n Haare, weil die Volksbildungsministerin ein blauhaariger Punk war:-) Im übrigen: „Was in deinem Kopf steckt zählt, nicht die Haare und auch nicht der Hut.“ (Puhdys)