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Provinz so weit das Auge reicht

Am kommenden Sonnabend, 1.10. beginnt das 8. Filmfest Eberswalde – die Provinziale. Diesen Beinamen trägt das Festival nun bereits seit 3 Jahren und es scheint, als würde es keinen besseren geben. Die seit 2004 bestehende Initiative gehört zu den kleineren in der deutschen Festivallandschaft und schielt auch nicht vorrangig auf die professionelle Kundschaft. Eigentlich geht es in erster Linie darum, zu zeigen, was man sonst kaum noch im Multiplexer finden kann: Dokumentarfilme und Kurzfilme. Selbst Programmkinos in der Hauptstadt zeigen eher selten kurze Streifen, weswegen diese oft den Festivals vorbehalten bleiben.
In Eberswalde sind nun wieder alle Programmteile für das kommende 8. Filmfest zusammengestellt. Obwohl es bis kurz vor Toresschluss nicht danach aussah, haben die Organisatoren in diesem Jahr noch mehr Filme erreicht. Die Programmbeiräte haben aus insgesamt 889 Filmanmeldungen 8 Dokumentationen, 30 Kurzspielfilme und 14 Animationen für die Wettbewerbe ausgewählt. Dabei zeichnet sich im Dokumentarfilmbereich die Tendenz zum abendfüllenden Programm ab. Keiner der hier vertretenen Filme ist unter 60 Minuten. LOST TOWNDieser Wettbewerb, der den Titel PROVINZIALE trägt, eröffnet mit der Langzeitdokumentation “LOST TOWN” von Jörg Adolph am Sonnabend, 1.10. um 19 Uhr das 8. Filmfest Eberswalde. Der Regisseur begleitet in diesem Film die beiden jungen Architekten Anne Niemann und Johannes Ingrisch, die gerade ihr Studium beendet hatten, als sie einen prestigeträchtigen, internationalen Architekturwettbewerb gewinnen konnten. Ihre Idee ist so einfach wie genial: An der strukturschwachen Ostküste Englands soll ein Wahrzeichen gebaut werden, das die Küstenerosion und die dahinter wirkenden Naturgewalten veranschaulicht und Touristenströme anlockt. Ein Langzeit-Dokumentarfilm über ein faszinierendes Architekturprojekt und die Zeit der ersten Berufsträume.
Der weitere Dokumentarfilmwettbewerb nimmt die Zuschauer mit auf die Reise nach Südostanatolien, Hofgeismar, Rumänien, die Ostküste England, zum Kuhkampf in die Schweiz, nach Wales und auch auf eine lange Tour von Genf nach Sri Lanka.

Ebenfalls am Eröffnungsabend beginnen die Wettbewerbe in den Kategorien Kurzspielfilm und Animation. Themen, die dort von den Filmemachern reflektiert werden, sind zum Beispiel Migration, Leben im Webzeitalter, Verantwortung, Landleben und viele mehr. Dabei handelt es sich um Komödien, Krimies, Märchen, phantastische Geschichten… Kurzspielfilme und Animationen werden in 8 gemeinsamen Filmblöcken gezeigt.

Wichtig auch in diesem Jahr: Das Festivalpublikum kann während des Filmfestes über zwei Preise entscheiden, den Publikumspreis im Bereich Dokumentarfilm und im Bereich Kurzspielfilm/Animation. Dazu werden vor jedem Wettbewerbsblock passende Stimmzettel ausgegeben, auf denen die Zuschauer Punkte für die gesehenen Filme vergeben kann. Diese beiden Preise werden zusammen mit den Jurypreisen zur Preisverleihung am Abschlussabend vergeben.
Eine Neuerung in diesem Jahr: Nach den Preisverleihungen werden in einer separaten Veranstaltung die Jury-Preisträgerfilme noch einmal als Filmblock gezeigt.

Dirty HonkersDer Festivalclub lockt in diesem Jahr täglich jeweils nach dem letzten Film mit Iris Romen, AHNE, Lea Streisand, Schneeweiss & Rosenrot, Stefan Schwarz, Gretel, Lotion & Maikel und zur Abschlussparty mit den Dirty Honkers. Eberswalde spielt Großstadt. (Programm Festivalclub: Udo Muszynski Konzerte und Veranstaltungen)

Nachdem in den vergangenen Jahren die Resonanz auf unser Kinderfilmprogramm in Zusammenarbeit mit “Guten Morgen Eberswalde” sehr groß war, wurde in diesem Jahr am Freitag, 7. Oktober um 16 Uhr ein zusätzliches Kinderfilmprogramm eingestellt.

3 weitere Sonderprogramme vervollständigen das Festival: “Nowa Amerika Tours”, “Das Leben ist kein Heimspiel” und “Liebe Grüße aus der Provinz”.

Alles in allem erwarten die Festivalbesucher und auch die Organisatoren 8 prallvolle Tage.

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