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„Das Geisterschiff“, oder: Neue Irrfahrten des Barnimer Jugendamtes

“ Dankert übersteht Probezeit“ titelte die Märkische Oderzeitung im Januar 2011 und beschrieb damit offensichtlich eine der wesentlichsten Leistungen der (damals) neuen Leiterin des bis dato skandalträchtigen Barnimer Jugendamtes. Im Amt ist sie offensichtlich noch immer. Was sie dort tut oder zu sagen hat blieb der Öffentlichkeit aber bislang weitgehend verborgen.

Zu den aktuellen Versäumnissen der genannten Behörde wird ihr Name konsequenter Weise noch nicht einmal erwähnt (oder fällt das gar nicht in ihren Bereich???) sondern die zuständige Dezernentin Silvia Ulonska zitiert. Im Kern geht es um die Organisation von Anti-Agressionstrainingsmaßnahmen für jugendliche Straftäter. Eigentlich ein überfälliger Standart, der im Reich von Landrat Bodo Ihrke aber irgendwie nicht realisierbar scheint.

In der Rechtfertigungsversion von Frau U. besteht seitens der Jugendrichter mehrheitlich kein Bedarf und wenn doch, gäbe es keine qualitativ entsprechenden Angebote bei den Trägern der Freien Jugendhilfe. Diese fatalistische Einstellung scheint wiederum den Bernauer Jugendrichter Andreas Müller annähernd aggressiv zu machen.

„Das Barnimer Jugendamt“, so Müller gegenüber der MOZ,

„tut so, als wenn es das Rad neu erfinden soll. Dabei gibt es das Anti-Aggressionstraining in der Bundesrepublik seit gut 20 Jahren.(…) Und auch vor den Toren des Barnims – in Berlin – sind zertifizierte Kurse längst Standard. „Warum geht der Kreis nicht eine Kooperationsbeziehung mit Berlin ein?“

Wenn ein Segelschiff bei Flaute liegenbleibt kann man durchaus mal von höherer Gewalt sprechen. Bei einem Geisterschiff hingegen beginnt das Problem schon damit, dass niemand genau weiss  wer da eigentlich auf der Kommandobrücke steht.


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