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Bürgermeisterwahl Wandlitz 2011 – Reaktionen von Uwe Liebehenschel und Ausblick auf die Stichwahl am 25. September

Mit einer guten Woche Abstand zur Wandlitzer Bürgermeisterwahl haben wir kürzlich auch den CDU-Kandidaten Uwe Liebehenschel um seine Einschätzung zum Ergebnis und einen Kommentar zur Stichwahl gebeten.
Trotzdem er mit seinem persönliche Abschneiden nicht ganz zufrieden ist „kann ich“, so Liebehenschel,
„mit meinen Mitstreitern auf ein respektables Ergebnis, das deutlich über den Zahlen der CDU  bei der letzten Kommunalwahl lag, blicken.“

„Insbesondere die Wähler in Basdorf haben großes Vertrauen in mich gesetzt und mir fast 30 Prozent Stimmenanteil beschert. Darauf bin ich stolz. Zugleich ist mein Wandlitzer Gesamtergebnis aber auch Verpflichtung für die Zukunft: Ich werde meine Anstrengungen für unsere Gemeinde im Sinne einer bürgernahen und bürgerfreundlichen Kommune weiter fortsetzen.“


Was die Positionierung zur Stichwahl angeht ist aber ganz offensichtlich eine Änderung eingetreten.
„Dass wir für Udo Tiepelmann eine Wahlempfehlung abgeben, ließ er die Öffentlichkeit am vergangenen Mittwoch via Märkische Oderzeitung wissen,hatten wir bereits im Vorfeld ausgeschlossen. Das lässt sich nicht so einfach ändern.“

Die Bürger, schrieb der Christdemokrat uns hierzu heute,

„haben jetzt die Wahl zwischen Frau Radant und Herrn Tiepelmann. Wir haben auf der einen Seite einen Bürgermeister, dessen Qualitäten im Verwaltungsbereich unbestritten sind und auf der anderen Seite eine Kandidatin, die noch nie Mitglied einer kommunalen Vertretung war und auch in der Leitung einer Verwaltung keinerlei Erfahrungen besitzt. Aus diesem Grund halte ich für die weitere Entwicklung der Gemeinde Udo Tiepelmann für die bessere Wahl. Die Wandlitzer CDU und ich haben es sich in Bezug auf eine Wahlempfehlung nicht leicht gemacht.“

Grundlage des „Positionswechsels“ ist offenbar ein Gespräch mit Amtsinhaber Tiepelmann im dem dieser

„verbindliche Zusagen für ein neues Miteinander im Sinne meiner Wahlaussagen gegeben“ hat.
„So soll es u, a. in Zukunft regelmäßige Einwohnerversammlungen und gemeinsame öffentliche Sprechstunden der Ortsvorsteher mit dem Bürgermeister geben.“

Mmh, das muss dann aber tatsächlich ein seeeehr „intensives Gespräch“ gewesen sein (Anmerkung des Autors).

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12 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Ja, lieber Stefan Stahlbaum, es ist schon ein Kreuz mit der Politik. Wie sagte doch Dr. Steiner so schön im Barnim Blog? „Sag niemals nie!“ Aber Meinungswechsel scheinen manchmal nur interessant zu sein, wenn sie in die richtige Richtung erfolgen.
    Aber ganz ernsthaft: Welche Alternative hat der Wähler in Wandlitz? Dazu wäre es hilfreich, sich die Kandidatin Dr. Jana Radant etwas näher anzusehen. Nach der Promotion wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hochschule für Ökonomie. Klingelt es da bei irgend jemanden? Kaderschmiede oder so?
    Politischer Hintergrund in der Kommunalpolitik: Vorsitzende des Wandlitzer Bürgervereins mit demokratisch zweifelhaften Größen im Hintergrund wie dem Spitzenspion der DDR Willner oder Mitarbeitern von Schalck-Golodkowski (KoKo). Politische Arbeit im Blatt des Bürgervereins, dem Heidekrautjournal, die von ihr selbst oder den Journalisten des Blattes vor allen Dingen in ständigen Angriffen gegen die gewählten Gemeindevertreter und die Wandlitzer Verwaltung bestand. Kommunalpolitische Erfahrung: Fehlanzeige.
    Das ist natürlich kein Ausschlussgrund, Bürgermeisterin einer Gemeinde mit über 22.000 Einwohnern zu werden. Aber vielleicht macht es Sinn, darüber nachzudenken, ob irgend jemand in einem anderen Bereich unserer Gesellschaft auf die Idee käme, einem Menschen mit so wenig Erfahrung eine so große Verantwortung zu übertragen, wie es ein Bürgermeisteramt mit sich bringt.
    Ich sehe die Defizite von Bürgermeister Tiepelmann. Aber vor die Wahl gestellt, wem ich am 25. September 2011 meine Stimme geben würde, fiele mir die Entscheidung leicht, obwohl ich sonst nicht sozialdemokratisch zu wählen pflege.

  2. Wenn man Herrn Raetzer liest, liegt die Vermutung nahe, dass alle, die in der DDR studierten, unqualifiziert für öffentliche Ämter sind. Her also mit den „Westimporten“ und weg mit Kadergeschmiedeten einschließlich Kanzlerin?
    Irgendwie klingt der Post demokratisch zweifelhaft.

  3. @Hartmut Raetzer:
    Natürlich kann man seine Meinung auf Grund aktueller Erkenntnisse entwickeln oder „qualifizieren“. Aber die „eher reservierte Haltung“ zur Arbeit von Herrn Tiepelmann ist ja wohl offensichtlich das Ergebnis eines 8 Jahre währenden Lernprozesses der durch ein paar „warme Worte“ kaum zur Umkehr gebracht werden kann.

    Zumindest für eher Ausstehende (die die Wandlitzer Verhältnisse nicht wirklich detailiert beurteilen können) ergibt sich hier das Bild eines überwiegend „ideologisch motivierten Ausschlussverfahrens“. Der Hinweis auf fehlende Verwaltungspraxis ist nicht von der Hand zu weisen, aber mit dieser Argumentation hatte ja nun ausgerechnet auch Herr Liebehenschel (dessen kommunalpolitische Erfahrung ich hier keineswegs unterschlagen will) zu kämpfen gehabt. Irre ich mich, oder entgegnete er entsprechenden Einwürfen mit dem launigen Hinweis, er „wolle schließlich nicht Verwaltungsmeister werden“?

  4. Hallo Stefan,wo bleibt deine Nachlese zur BM-Wahl in Panketal?
    Schließlich wohnst Du doch in Panketal.
    Der alte und der neue BM kann stolz darauf sein, wenigstens 4503
    Stimmen von 16329Wahlberechtigten bekommen zu haben.
    Vielen Dank an die CDU und den Linken.

  5. Am kommenden Sonntag haben wir jetzt die Wahl: a: wie bisher, denn die Tiepelmannschen Worte sind nur Wahlversprechen oder b: neue Besen kehren gut.

    Mehr als die Hälfte aller Wähler wollte einen Wechsel, also lasst uns einig sein und wagen wir das Kreuz für eine unabhändige Wählerinitiative.

  6. Herr Udo Tiepelmann oder Frau Dr. Jana Radant? Wer soll die Gemeinde Wandlitz in den nächsten acht Jahren führen?
    Herrn Tiepelmann wird zu Recht vorgeworfen, er habe einen autoritären, bürgerunfreundlichen und arroganten Arbeitsstil. Das ist aber nur möglich gewesen, weil alle Fraktionen und Gemeindevertreter, Ausschüsse und Ortsbeiräte es zugelassen haben. Deren mangelnder Arbeitseinsatz als Freizeitpolitiker ist ebenso zu kritisieren.
    Frau Dr. Radant sucht nun die Bürgernähe. Von Finanzpolitik, öffentlichem Dienstrecht und Verwaltungsverfahrensrecht hat sie nur sehr vage Vorstellungen. Ihr Lösungsansatz „offene Arbeitskreise mit allen Bürgern“. Hier kommt ein alter Politikgrundsatz zum Tragen. „Und wenn du nicht mehr weiterweißt, dann gründe einen Arbeitskreis“. Da geht viel Zeit (und Geld) verloren.
    Kann man Herrn Tiepelmann trauen, der Besserung gelobt? Reicht der gute Wille von Frau Dr. Radant? Wenn die Gemeindevertreter und Ortsbeiräte ihre Chancen und Möglichkeiten ausschöpfen würden, könnte es mit beiden was werden. Ein Bürgermeisterwechsel nur wegen des Wechselns? Die Arbeitsergebnisse von Herrn Tiepelmann für Wandlitz sind bekannt und so schlecht nicht (auch wenn er zu manchen „hingetragen“ werden musste). Seine konkreten (Bau)Pläne für die Zukunft bekannt (Rathaus/Agrarmuseum/Seniorenwohnungen Schönwalde). Bei Frau Dr. Radant gibt es bisher wenig Konkretes, aber viele gute Absichten – reicht das?

  7. Wandlitz hat die Chance auf einen Wechsel

    DIE LINKE. unterstützt Dr. Jana Radant

    DIE LINKE Wandlitz hat auf ihrer Mitgliederversammlung am Dienstagabend (20.9.) mehrheitlich eine Wahlempfehlung für Dr. Jana Radant in der Bürgermeister-Stichwahl am kommenden Sonntag ausgesprochen. DIE LINKE. bleibt bei ihrem Wahlziel: Wandlitz braucht einen Wechsel nötiger denn je.

    Wir halten Dr. Jana Radant für die bessere Interessenvertreterin für Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Wandlitz mit all ihren Ortteilen.
    Sie hat in den vergangenen Monaten bewiesen, dass sie zuhören kann, Visionen, ein Konzept und Durchsetzungsvermögen hat. Wir erwarten von ihr, dass sie den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern und den politischen Partnern als Bürgermeisterin fortsetzt.

    Wir wollen den Wechsel an der Rathausspitze in Wandlitz und bitten alle Wandlitzerinnen und Wandlitzer von ihrem Wahlrecht gebraucht zu machen und empfehlen Frau Dr. Jana Radant zu wählen.

    Sebastian Walter

    Kreisvorsitzender DIE LINKE. Barnim

  8. DIE LINKE hat sich „mehrheitlich“ für Frau Dr. Radant entschieden. Bleibt abzuwarten, wie DIE LINKE damit um geht, dass sich einige Gemeindevertreter und Kreistagsabgeordnete sowie die Ortsvorsteherin von Lanke für Herrn Tiepelmann ausgesprochen haben?

  9. Einen schönen guten Tag,
    ich frage mich, warum soll Herr Tiepelmann noch weitere 8 Jahre Bürgermeister bleiben dürfen. So oft wie wir, mein Mann und ich, uns mit Dingen versucht haben an ihn zu wenden, hieß es immer nur von seiner Seite, ihm wären die Hände gebunden.
    Was sollen wir mit einem dem Bürger unnahmen Bürgermeister dem die Hände verbunden sind ? Es ist Zeit, einen Wechsel zu vollziehen. Ich bin fest der Meinung, daß unsere Gemeinde mit Frau Dr. Radant auf dem richtigen Weg ist.
    Übrigens nicht nur Herr Tiepelmann müßte ausgewechselt werden !

    I. Feige-Neubert

  10. @ I. Feige-Neubert
    Es wäre natürlich schön zu erfahren, was das für „Dinge“ waren, bei denen dem Bürgermeister die „Hände gebunden“ waren. Es ist ja nicht immer so einfach, wie man sich vieles vorstellt. Das Entscheidungsgremium der Gemeinde ist eben nicht der Bürgermeister, ist nicht die Verwaltung, sind keine Arbeitskreise und auch nicht befragte Bürger, sondern die durch die Bürgerinnen und Bürger gewählte Gemeindevertretung. Frau Dr. Radant wird im Falle ihrer Wahl sehr schnell an Grenzen stoßen, weil Theorie und Praxis in der Kommunalpolitik sich doch erheblich unterscheiden.
    Spannend fände ich auch, wer alles „ausgewechselt“ werden müsste. Und noch spannender, weil vielleicht dadurch Ziele deutlich werden, durch wen die Auszuwechselnden ersetzt werden sollen.

  11. Niemand ist „fertig“ auf die Welt gekommen. Für einen Wechsel bedarf es immer ein wenig Mut. Auch wenn Frau Radant fehlende Verwaltungspraxis hat – wer ist denn schon mal Bürgermeister gewesen, um diese Fähigkeiten zu besitzen? Deshalb immer aufs „Altbewährte“ setzen? im schlimmsten Fall würde das Stillstand bedeuten! Ich denke – auch eine Frau Radant ist ganz bestimmt lernfähig! Wir werden sehen, was sie aus ihrer Wahl macht.
    Im Übrigen schließe ich mich der Meinung an, daß durchaus mehr Wechselpotenzial vorhanden ist.