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Bürgermeisterwahl Barnim 2011 : Das Barnim-Blog fragt, Uwe Schoknecht antwortet

Der Stimmzettel zur Bürgermeisterwahl fällt 2011 in der Gemeinde Schorfheide recht übersichtlich aus. Amtsinhaber Uwe Schoknecht (Bündnis Schorfheide) ist der einzige Bewerber. Die „Mission“, möglichst viele Menschen an die Wahlurnen zu bringen macht das nicht unbedingt leichter und so ist auch er intensiv darum bemüht seine Inhalte und Positionen an die Frau/ den Mann zu bringen. Auf unsere Fragen hat er Folgendes geantwortet.

1. Welche vorrangigen Aufgaben hat eigentlich eine Bürgermeisterin/ein Bürgermeister.? Skizzieren Sie eine kurze Tätigkeitsbeschreibung aus eigener Sicht.

Uwe Schoknecht:
Die Tätigkeit des Bürgermeisters kann auch mit der Allzuständigkeit umrissen werden. Sämtliche Aufgaben in den Ortsteilen, von ausreichenden Kita-Plätzen, über den Winterdienst bis zu ansprechenden Trauerhallen auf den Friedhöfen, müssen von der Verwaltung, unter Leitung des Bürgermeisters erfüllt werden. Weiterhin ist er der Repräsentant der Gemeinde nach Außen und muss die Interessen der Bürgerinnen und Bürger seiner Kommune auch gegen den Kreis, das Land und private Dritte verteidigen. Der Bürgermeister muss auch politische Akzente setzen und für diese um Mehrheiten in der Gemeindevertretung kämpfen.

2. Das Wort „Bürgerbeteiligung“ wird, so  von Politikern oder Verwaltungschefs geäußert, in der Bevölkerung oft als „leere Worthülse“ empfunden. Was haben Sie im „Repertoire“ um diesen Zustand zu ändern?
Uwe Schoknecht:
In einer großen Flächengemeinde, wie Schorfheide, sind Bürgerbüros wichtig für die Bürgernähe. Diese bleiben erhalten! Über alle wichtigen Dinge wird unter www.gemeinde-schorfheide.de informiert. Ich trete regelmäßig vor allen Altersgruppen der Gemeinde auf, stelle mich den Problemen, beantworte Fragen und diskutiere Lösungsansätze. Ein guter Bürgermeister muss viel in seiner Gemeinde unterwegs sein. Vor allen Dingen auch an den Wochenenden und die Bürgerinnen und Bürger immer wieder ermuntern sich einzubringen.

3. Finden Sie ihr (zukünftiges  bzw. derzeitiges) Bürgermeistergehalt angemessen?
Uwe Schoknecht:
Ja.

4. Vervollständigen Sie folgenden Satz: „Wenn es bei uns regnet…“
Uwe Schoknecht:
…sind die Urlauberinnen und Urlauber in der Schorfheide traurig.

5. Wie steht es um den Haushalt ihrer Stadt/Gemeinde? Finden Sie einen bildhaften Vergleich.
Uwe Schoknecht:
Immer mehr Aufgaben werden ohne zur Verfügungsstellung ausreichender finanzieller Mittel in die Gemeinden gegeben, z. B. die Umwidmung von Kreisstraßen in Gemeindestraßen. Dazu kommen die Herausforderungen die die Einführung der Doppik mit sich bringt. Trotzdem bleibt die Hauptaufgabe, die Gemeinde Schorfheide attraktiv für die Menschen die hier leben, für potenzielle Zuzügler und für die Touristen zu halten. Deshalb möglichst aus jedem Euro drei machen (Ansiedlung von Steuerzahlern, Akquisition von Fördermitteln usw.).

6. Energieversorgung/Energiegewinnung gehört zu den  dringlichsten  Themen unserer Zeit. Wie bringen Sie ihre Kommune auf den neuesten Stand und was ist für Sie ein absolutes „No-Go“?
Uwe Schoknecht:
Wo es möglich ist, setzt die Gemeinde Schorfheide alternative Energien ein:
· die neuerbaute Kita im Ortsteil Finowfurt und das z. Z. im Umbau befindliche Bahnhofsgebäude in Groß Schönebeck werden durch Erdwärme geheizt
· der Schulerweiterungsbau in Finowfurt erhält Photovoltaik
· das Schlossensemble incl. Schorfheidemuseum in Groß Schönebeck wird über Pelletheizung geheizt
· die Biogasanlage im Ortsteil Lichterfelde versorgt Kita, Schule und Sporthalle mit Wärme
· die weitere energetische Ertüchtigung der Gebäude hat Vorrang

No-Go bleibt: keine Beteiligung der Gemeinde an privaten Gesellschaften zur Wärme- oder Stromerzeugung.

7. Wären Sie in ihrer Stadt/Gemeinde gern noch einmal Kind (bitte begründen!)?
Uwe Schoknecht:
Ja, ich wäre gerne Kind in der Gemeinde Schorfheide, weil sie über gut ausgestattete Kitas und Schulen mit sehr engagierten Pädagoginnen und Pädagogen verfügt. Weil es immer mehr Spielplätze und Radwege gibt, das Netzwerk gesunde Kinder und ausreichend Jugendclubs.

8. Welche privaten Gegenstände werden Sie in ihr zukünftiges Büro mitnehmen bzw. welche (bei Amtsinhabern) befinden sich schon dort?
Uwe Schoknecht:
Zwei Bilder, ein abstraktes, von Garbino Bustos und eine Reproduktion, des Impressionisten Monet.

9. Welche ihrer beruflichen Fähigkeiten, Kenntnisse und Vorerfahrungen können sie im Amt der Bürgermeisterin/des Bürgermeisters am ehesten einbringen?
Uwe Schoknecht:
Von 1991 bis 1994 besuchte ich das niedersächsische Studieninstitut für kommunale Verwaltung Hannover e. V., Außenstelle Schleife und die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Brandenburg. Aufgrund meiner langjährigen Tätigkeit im öffentlichen Dienst verfüge ich über viele berufliche Fähigkeiten, Kenntnisse, Erfahrungen und bin in der Region sehr gut vernetzt.

10. Kunst, Kultur und Vereine sind weit mehr als das „Salz in der Suppe des öffentlichen Lebens“. Stimmen Sie dieser Aussage grundsätzlich zu und was haben die Leute mit Ihnen auf dem Chefsessel diesbezüglich zu erwarten?
Uwe Schoknecht:
Ich sage gerne, die Vereine sind der Klebstoff der das gemeindliche Leben zusammen hält. Mit mir auf dem Chefsessel, wird es auch weiterhin eine sehr gute finanzielle und ideelle Unterstützung aller Vereine der Gemeinde Schorfheide geben. Weiterhin gibt es bei uns die Kunst-Kultur-Sport-Stiftung die über Möglichkeiten verfügt im Kinder- und Jugendbereich das Vereinsleben zu unterstützen. Am kommenden Sonntag, den 28.08.2011 findet im Ortsteil Finowfurt das Schorfheidefrühstück – Willkommen an einem Tisch statt.  31 Vereine der Gemeinde werden eine 100 m lange Tafel stellen und gemeinsam mit Alt- und Neubürgern frühstücken und dafür werben, dass es sich lohnt in den Feuerwehren und Vereinen der Gemeinde Schorfheide aktiv zu sein.

11. Sehen sie sozialverträgliche Lösungsmöglichkeiten bezüglich der vielerorts diskutierten und gefürchteten „Altanschließerproblematik“ oder sollen das die Gerichte klären?
Uwe Schoknecht:
Die „Altanschließerproblematik“ steht für den ZWA Eberswalde nicht. Für den TAV Liebenwalde wird die Verbandsversammlung sozialverträgliche Lösungsmöglichkeiten im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten, also über Stundung, Erlass usw. umsetzen.

12. Warum sind eigentlich genau Sie die „erste Wahl“ für den Job und was haben Sie ihren Mitbewerberinnen und Mitbewerbern  (nach derzeitigem Kenntnisstand) voraus?
Uwe Schoknecht:
Ob ich die erste Wahl bin, können am 11. September 2011 oder vorab per Briefwahl die Bürgerinnen und Bürger der neun Ortsteile der Gemeinde Schorfheide entscheiden.

Das Barnim-Blog dankt Uwe Schoknecht für Text und Foto.
Foto:  Jürgen Rocholl

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