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Bürgermeisterwahl Barnim 2011 : Das Barnim-Blog fragt, Dominik Przywara aus Panketal antwortet

Kaum in Umlauf gebracht liegen bei unserer diesjährigen Kandidatenbefragung  zu den Bürgermeisterwahlen am 11. September 2011 auch schon die erste Antworten vor. Den Anfang macht der 34-jährige Schwanebecker Dominik Przywara der als Einzelwahlvorschlag in der Gemeinde Panketal antritt.

1. Welche vorrangigen Aufgaben hat eigentlich eine Bürgermeisterin/ein Bürgermeister? Skizzieren Sie eine kurze Tätigkeitsbeschreibung aus eigener Sicht.
Dominik Przywara:
Die Verwaltung führen und optimieren, so dass Bürokratie abgebaut wird, aber nicht auf Kosten der Mitarbeiter und der Bürgerinnen und Bürger. Das Gesamtbild der Gemeinde verantwortungsbewusst prägen ohne schwache Bevölkerungsgruppen zu vernachlässigen und durch innovative Ideen mehr Lebensqualität schaffen.

2. Das Wort „Bürgerbeteiligung“ wird, so von Politikern oder Verwaltungschefs geäußert, in der Bevölkerung oft als „leere Worthülse“ empfunden. Was haben Sie im „Repertoire“ um diesen Zustand zu ändern?
Dominik Przywara:
Für mich ist es nicht begreifbar, wenn man in der eigenen Bevölkerung interessierte und fachkundige Bürger hat und nicht auf diese zurück greift. Ich erkenne hier weder demokratisches noch soziales Handeln, was sich zum Leid der Bevölkerung entfaltet. Ich denke, es gilt statt das Engagement Stück für Stück abzuschnüren, sollte man es nutzen, denn das ist gelebte Demokratie, was will man mehr?

3. Finden Sie ihr (zukünftiges bzw. derzeitiges) Bürgermeistergehalt angemessen?
Dominik Przywara:
Das können Sie mich gern nach acht Jahren fragen. Geld sollte niemals der Grund für eine Arbeit(Dienstleistung)sein, denn um Menschen glücklich zu machen kann man nicht mit Geld messen.

4. Vervollständigen Sie folgenden Satz: „Wenn es bei uns regnet…“
Dominik Przywara:
…scheint woanders die Sonne.

5. Wie steht es um den Haushalt ihrer Stadt/Gemeinde? Finden Sie einen bildhaften Vergleich.
Dominik Przywara:
Der Haushalt der vergangenen Jahre wurde im Amtsblatt zwar immer plus minus Null gerechnet und Schulden wurden abgebaut. Meiner Meinung nach, sagt es aber nichts darüber aus, ob man gut gewirtschaftet hat. Erste Defizite sind so langsam erkennbar in der Versorgung der Kinder und Jugend. Was nutzt das beste Haus, wenn man nicht drin wohnt.

6. Energieversorgung/Energiegewinnung gehört zu den dringlichsten Themen unserer Zeit. Wie bringen Sie ihre Kommune auf den neuesten Stand und was ist für Sie ein absolutes „No-Go“?
Dominik Przywara:
Die gesamte Gemeindeentwickelung muss zukunftsorientiert, ökologisch und nachhaltig geplante werden. Hierzu müssen alle Gelegenheiten genutzt werden kostensparende Modelle(die Energiewende wird und muss Gesetze schaffen, in denen alternative Modelle zu tragen kommen)einzubringen. Diese so eingesparten oder auch selber erwirtschafteten finanziellen Reserven könnten dann an anderer Stelle wirken. No-Go wäre, wenn man Energie verschwendet, egal ob bei der Gewinnung oder Versorgung.

7. Wären Sie in ihrer Stadt/Gemeinde gern noch einmal Kind (bitte begründen!)?
Dominik Przywara:
Wenn es einen Kindergartenplatz gibt, in dem ich hervorragend versorgte wäre und nicht nur verwaltet werde, der Wechseln in die Grundschule mir kleine Klassengruppen garantieren würde und mein soziales Umfeld sich nicht ständig ändert, dann gerne.

8. Welche privaten Gegenstände werden Sie in ihr zukünftiges Büro mitnehmen bzw. welche (bei Amtsinhabern) befinden sich schon dort?
Dominik Przywara:
Bilder meiner Familie und unserer Hunde.

9. Welche ihrer beruflichen Fähigkeiten, Kenntnisse und Vorerfahrungen können sie im Amt der Bürgermeisterin/des Bürgermeisters am ehesten einbringen?
Dominik Przywara:
Mich zeichnen Zielstrebigkeit, Gewissenhaftigkeit und vorausschauendes Denken aus. Auf Menschen zu gehen ist mir kein Fremdwort und kundennahe Lösungen in kurzer Zeit zu entwickeln, habe ich in meinem jetzigen Beruf lernen und anwenden müssen. Auch alternative Wege zu gehen, um gesetzte Ziele zu erreichen haben mir in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass diese Herangehensweisen sich lohnen. Nur so kann man Lösungswege optimieren und das Gemeinwohl anheben

10. Kunst, Kultur und Vereine sind weit mehr als das „Salz in der Suppe des öffentlichen Lebens“. Stimmen Sie dieser Aussage grundsätzlich zu und was haben die Leute mit Ihnen auf dem Chefsessel diesbezüglich zu erwarten?
Dominik Przywara:
Schon Paracelsius hat gesagt, auf die Dosis kommt es an. Eine Gesellschaft ohne Kultur, Kunst und Werte wird mit der Zeit verfallen.

11. Sehen sie sozialverträgliche Lösungsmöglichkeiten bezüglich der vielerorts diskutierten und gefürchteten „Altanschließerproblematik“ oder sollen das die Gerichte klären?
Dominik Przywara:
Ja, ich sehe eine sozialverträgliche Lösung, dazu sind aber einige Hebel zu setzen, welche man nur in entsprechender Position stellen kann. Ich denke, hier kann man keinen konventionellen Weg gehen, sondern muss alternative Lösungen bieten.

12. Warum sind eigentlich genau Sie die „erste Wahl“ für den Job und was haben Sie ihren Mitbewerberinnen und Mitbewerbern (nach derzeitigem Kenntnisstand) voraus?
Dominik Przywara:
Parteiunabhängigkeit, keine Amtszeit hinter mir und ich gehe nicht nur vorgefertigte Wege um Ziele zu erreichen.

Das Barnim-Blog dankt Dominik Przywara für Text und Foto.

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4 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Pingback: Bürgermeisterwahl Panketal 2011 – Die Barnim-Blog KandidatInnen-Befragung im Überblick – Von Stefan Stahlbaum

  2. Lieber Mitbewerber,
    auch von mir die besten Wünsche für das neue Lebensjahr. Lass Dich feiern.

  3. Hallo Stefan, hallo Thomas,

    vielen Dank für die Wünsche!