web analytics

Abonnentenzahl der Märkischen Oderzeitung bald unter 80.000?

Noch in diesem Jahr, fürchtet Bodo Almert, Geschäftsführer der Märkischen Oderzeitung, könnte die Abo-Zahl des Ostbrandenburgischen Blattes erstmals unter 80.000 Stück fallen – 1998 waren es noch 132.000. Seitdem geht es konstant bergab.

So beginnt die Süddeutsche Zeitung ihren aktuellen und aüßerst lesenswerten Artikel „Chronische Schwindsucht“, der ein dramatisches Bild vom Zustand unserer Regionalpresse zeichnet. Besonders die Werbeerlöse machen Almert Sorgen. Da das Blatt nur noch ein Viertel der Privathaushalte erreicht, springen die Werbekunden ab.

Nicht nur in Ostbrandenburg, sondern weltweit verlagern Kunden ihre Werbebudgets ins Web. Andere Regionalblätter ziehen daraus die richtigen Schlüsse:

  1. Sie gestalten ein attraktives Online-Angebot.
  2. Sie schulen ihre Mediaberater in Bezug auf die aktuellen Themen (Social Media, Blogs, Twitter, Facebook).

Was macht dagegen die MOZ?

  1. Die MOZ legte eine Bruchlandung beim Relaunch ihrer Website hin, die dazu führt, dass sie wochenlang keine IVW-Zahlen für ihr Online-Angebot ausweist.
  2. Sie hat bis heute keine Social-Media-Elemente auf ihrer Website. Es fehlen RSS-Feeds, Social Bookmarks, Tweet- und Like-Buttons, alles Selbstverständlichkeiten in der deutschen Presselandschaft, vom Spiegel über die Märkische Allgemeine bis zur Süddeutschen Zeitung…

Was ist das?

Hochnäsigkeit? Provinzialität? Beratungsresistenz?

Mir jedenfalls ist es ein Rätsel, was da in Frankfurt an der Oder läuft.

Abonnentenzahl der Märkischen Oderzeitung bald unter 80.000? auf Facebook teilen
Abonnentenzahl der Märkischen Oderzeitung bald unter 80.000? auf Twitter teilen
Abonnentenzahl der Märkischen Oderzeitung bald unter 80.000? auf Google Plus teilen

Ähnliche Artikel:

12 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. In den Artikel der MOZ gibt es zumindest im unteren Bereich ein paar Social Media Funktionen, gelungene Einbindung sieht aber anders.

    Aber warum gibt es eigentlich keine Online-Ausgabe für PC, MAC, iPad, iPhone und Co? Oder überhaupt eine „App” für Smartphones? Bei anderen Zeitungen sind einige hochwertige Artikel nur per Micro-Payment verfügbar.

    Hier in Brandenburg scheint man aber immer ein bisschen rückständig zu sein, das mag vielleicht auch einer der Gründe sein, warum die „Leistungsträger” und die jungen Leute wegziehen. Dies nur mal als kleiner Denkanstoß.

  2. Interessant dabei für mich wäre die Frage:
    Sterben die Leser der MOZ einfach nur aus und es rücken keine neuen nach?
    Oder werden bewusst die Abos gekündigt, weil die Leser mit der Zeitung unzufrieden sind?

  3. Huch – ich hatte heute gar keine Rechenaufgabe – was denn da los?
    Captcha defekt?

  4. Ich möchte Social Media, Blogs, Twitter, Facebook und ähnlichen Webseiten – „Schnickschnack“ nun wirklich nicht abwerten, aber mir fehlen einfach die Inhalte! „Morgen schon die Nachrichten von Gestern“ könnte das Motto der MOZ sein. So habe ich heute beim Zahnarzt die „Berliner Zeitung“ gelesen und gar nicht gemerkt, dass die von gestern war. Dieselben Nachrichten und Kommentare standen nämlich heute in der „MOZ“. Und solange man die Zeitung neben diesen drei allgemeinen Nachrichten im wesentlichen mit den Themen Friede, Freude, Festivitäten füllt, lese ich hundertmal lieber den Narnim-Blog.

  5. Mal ehrlich: Nach der stetigen Selbstbeweihräucherung des Barnim-Blog fehlen mir hier eigentlich die Barnim-News – und seien es auch nur die lustigen Themen der Märkischen Oderzeitung. Gerne in jüngerer und lesbarerer Form.

    Welche Mehrwert bringen mir eigentlich diese komischen Blog-Rankings im Wochenrhythmus an dieser Stelle? Ist das schon Inhalt?

    Viel mehr würde mich doch interessieren, ob irgendwo im Barnim mal ein neues Restaurant aufgemacht hat, der eine oder andere Küchenchef plötzlich das Kochen gelernt und die frische Küche entdeckt hat oder andere harte Fakten jenseits der stetigen Jammerthemen wie „Wir sind gegen CO2-Speicherung wegen der total großen Gefahren, das Auto muss aber zur Demo mit“ und ähnlichen Merkwürdigkeiten.

  6. Jeder Barnimer kann hier Autor werde. Wenn Sie also der Meinung sind, Sie können die wirklich wichtigen Themen und Nachrichten rund um den Barnim beleuchten, so bewerben Sie sich doch als Autor.

  7. Ja sehen Sie @Philipp Schöning das nächste Problem – Diskriminierung von Leuten aus anderen Dörfern. Man nennt hier diese schöne Ecke Hönow (West) – und die zählt inzwischen zu Berlin.

    Unabhängig von eigenen Artikeln muss es aber möglich sein, Artikel zu kritisieren. Der Artikel über die Märkische Oderzeitung hat das Problem des Barnim Blogs so schön zusammengefasst, dass ich den Autoren und Kommentatoren hier den Blick von außen nicht vorenthalten wollte. Sorry.

  8. Für eine Autorenschaft muss man sicherlich. Nicht unbedingt aus dem Barnim kommen, aber das können andere hier sicher besser beantworten.

  9. @Benno,

    ja es sieht halt so aus, also ob die, die sich für den Barnim-Blog engagieren sich auch stark für die Umwelt engagieren und der einen Partei näher stehen, als einer anderen – na und? Wo ist das Problem? Gerade vor den Wahlen gab es auch den einen oder anderen kräftigen Schlagabtausch, da war dann selbst CDU und Linke mit dabei. Leider schreiben die ja nicht mehr dazu hier, eingeladen sind sie bestimmt.

    Vor allem mit Stefans Berichterstattung bin ich vollkommen zufrieden.

    Soviele Restaurants machen ja nun nicht ständig auf, wenn es aber was in Stefans Einzugsgebiet gibt, dann berichtet er wohl darüber. Wartburg, Alte Schmiede, Leos … hatten wir alles schon. Und leider ist auch immer wieder der Alte Dorfkrug von Schönow im Gespräch, weniger wegen dem Essen, eher wegen den Gästen.

    Okay – mit den Rankings kann ich auch nichts anfangen, bin aber auch kein Blogger – und die Sachsen hat es scheinbar interessiert. Ich hätte ja noch auf ein Ranking meiner alten Heimat Thüringen gewartet – dann ist mir aber aufgefallen, dass Thüringen gar nicht an Brandenburg grenzt.

  10. Wir schreiben zwar schon das Jahr 2013.Aber wenn sich die MOZ so wie bei mir verhält braucht sie sich nicht zu wundern,das die Abbonenten abspringen.Ich bin schon vor über 10 Jahren ausgestiegen,weil ich unzufrieden war mit der Berichterstattung und den überzogenen Preis.Ich habe bis jetzt schon über 2000 Euro gespart.Nach den neuesten Vorkommnissen nun schon gar nicht mehr.Wir haben laut Artikel 5 Rede ,Meinungs ,Pressefreiheit.Wenn ich einen Artikel über Umweltverschmutzung und Gesundheitsgefährdung von Bürger abgebe und die Mitarbeiterin sagt zu mir, das muss sie erst überprüfen und mir zu Verstehen gibt ,das der Artikel erst Zensiert wird,ist der Ofen aus,Wenn man den Chefredakter anschreibt und um Hilfe der Presse bittet und nach geraumer Zeit die Bitte bei der Geschäftsleitung wiederholt und noch nicht mal eine Antwort bekommt,dann ist der Zug abgefahren .Was sollen wir mit so einer Presse ??Guckt euch die MoZ an ,Artikel die sind schon 3-4 Tage überholt usw nur alter Schleim .Die Mitarbeiter sitzen doch nur hinter dem Schreibtisch und warten ,das ihnen mal jemand was fallen lässt im Vorbeigehen und sie was abschreiben können.Vielleicht haben sie Angst ,wenn Bürger des öfteren Berichte wie ich abgeben und die gedruckt werden,verlieren sie ihre Arbeit.Ich für meine Person muss sagen,so primitiv hat zu DDR Zeiten nicht mal der Neue Tag gearbeitet .Trotz der Politischen Steuerung und Überwachung.Die Lesermeinungen werden sowieso nicht so ausgedruckt,wie geschrieben und verfälschen damit die Wahrheit und sind in Wirklichkeit nur eine kleine Meinungsäusserung.Warum werden nicht mehr Bürgerbeiträge/Kommentare gebracht,so wie meiner über Umweltverschutzung mit Asbest und die daraus entstehenden Straftaten etc,etc,

  11. Sehr geehrter Herr Kaspar, wenn man die Qualität einer Zeitung daran bemißt, ob sie die eigenen Leserbeiträge oder unverlangt eingesandte Texte ungeprüft und ungekürzt abdruckt, sagt das ersteinmal etwas über den Absender aus, weniger über die Zeitung. Obwohl ich diese gar nicht verteidigen mag, denn ich stimme vielen vorherigen Kommentaren im Prinzip zu.
    Da liegt sicher viel im Argen, und ob man das Ruder rechtzeitig herumreißen kann, ist unklar. Dazu gehören aber eher zuviele einseitig parteipolitisch motivierte Artikel als zuwenige „Lesermeinungen“.

  12. Pingback: Essen und Trinken im Barnim: Ein Rückblick in eigener Sache