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Lieder für den Widerstand – 130 Menschen bei CCS-Mahnwache in Lindenberg


Die Menschen in Ahrensfelde  und den umliegenden Ortschaften zeigen weiterhin deutlich, was sie  von den CO2-Endlager-Plänen Vattenfalls und den politische „Verbündeten“ halten. Trotz drückender Hitze und bester Kaffeezeit kamen heute Nachmittag ca. 130 Leute zu einer Mahnwache auf den Lindenberger Kirchhof .

Pfarrer Ralf Wenzel ließ deutlichen Willen zum Widerstand erkennen den er kurz und sachlich begründete. Er  zeigte aber auch, dass Protest um des Protestes Willens seine Sache nicht ist. So er erinnerte er an die Verantwortung des Einzelnen, sparsam mit Energie umzugehen und wies sehr deutlich auf die Macht der Verbraucher hin. Eins scheint sicher: Wo Wenzel den Vertragspartner bestimmen kann haben CCS-Freunde keine Chance mehr. Nach der kurzen Ansprache und dem Geläut der Glocken wurde die Wache an der Straße noch für einige Zeit fortgesetzt.

Kurz zuvor hatten sich die Anwesenden (zusammen mit der neuen Trommelgruppe der Kirchengemeinde) an einem gemeinsamen Lied versucht das der gastgebende Kirchenmann, in Anlehnung an einen alten Anti-AKW-Song, vorbereitet hatte.
Der Chor war heute noch etwas dünn, aber mit etwas Vorbereitung könnte es beim nächsten Mal (03.07.2011, ab 14:30 Uhr) schon wesentlich voller klingen. Ich habe euch mal die Melodiezeile  eingestellt (siehe obige Abbildung/natürlich mit Erlaubnis) und der Text folgt am Ende des Beitrages.

Die Bürgerinitiative hat ihren Arbeitsrhytmus umständehalber noch einmal geändert und trifft sich jetzt jeden 1. und 3. Donnerstag des jeweiligen Monats im Ortszentrum Lindenberg (Karl-Marx-Straße 34, Ahrensfelde/OT Lindenberg). Interessierte und Mitmacher sind wie immer gern gesehen. Kontakt zur BI gibt es mittels der Email-Adresse keinco2endlagerberlin-lindenberg(at)web.de oder telefonisch unter 030/9415739 (Familie Solf).

Übrigens:
An der 18. Mahnwache in Letschin nahmen heute offensichtlich 170 Protestler teil.

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21 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Des Pfarrers Sache ist der Protest des Protestes wegen nicht, was man aber sehr wohl beim Verfasser vermuten kann. Sicher ist, dass des Schreibers Sache offensichtlich nicht die Rechtschreibung und Grammatik ist. Aber das nur am Rande…
    Fakt ist jedenfalls, dass eine offizielle Anfrage an das Landesbergbauamt ergeben hat, dass das „potentielle CO2-Endlager“ in Lindenberg nicht erforscht ist, keine Aussagen über Kapazitäten gemacht werden können und keinerlei Anfragen vorliegen, entsprechende Untersuchungen vorzunehmen.
    Ich bin mal gespannt, ab wann sich die „Mahnwachen“ nur noch 1 Mal im Monat einfinden und sich letztlich die Vorstandsmitglieder der Niederbarnimer Bündnisgrünen allein gegenseitig die gelben Kreuze vor die Nase halten. Aber eigentlich muss man ja nicht mehr selber auf die Straße, man hat ja jetzt die Bürgerinitiative, die man vor den Karren spannen kann. Na dann, frohes Protestieren!

  2. Pingback: Die Mahnwache am 05.06.2011 war ein Erfolg | Wir im Niederbarnim

  3. Vielen Dank an alle, die zur Mahnwache gekommen sind. Und auch an Pfarrer Wenzel und seine Kirchengemeindemitglieder, die das ganze organisiert haben und unser Anliegen so tatkräftig unterstützen. Die Mahnwache war eine tolle Erfahrung und ich war positiv überrascht, dass zur ersten Mahnwache so viele Leute gekommen sind. Hoffentlich werden wir nächstes Mal noch mehr.

    Gabriela Beege
    Pressesprecherin der Bürgerinitiative ‚Kein CO2 Endlager Lindenberg‘

  4. Bürgerinitiativen zeugen vom Willen sich einzubringen, mitzumischen, mitzugestalten. Das ist eine wirkliche demokratische Bewegung.
    Wenn aber mit der Angst der Menschen gespielt wird, wenn Unwahrheiten benutzt werden um Engagement der Menschen herauszufordern, dann ist das Mißbrauch der Demokratie. Weder Vattenfall noch irgend jemand in dieser Landesregierung hat je einen Gedanken daran verschwendet darüber nachzudenken in Lindenberg und Umgebung CO2 zu verpressen. Und wirklich gut informierte GRÜNE wissen dies auch.
    Was also ist das tatsächliche Ziel dieser Bewegung?

  5. Werte Frau Mächtig, auch GRÜNE sind noch nicht so weit, in die Köpfe der Landesregierung und VATTENFALL-Vorständler hineinsehen zu können und zu erforschen, welche Gedanken diese verschwenden oder nicht.
    Ich finde das sogar gut!
    Das Ziel dieser Bewegung ist die CO2-Verpressung zu verhindern – im Barnim u n d anderswo.
    Und mit diesem Ziel befinden sich Gabriela Beege und ihre Mitstreiter in guter Gesellschaft – sogar mit Mitgliedern Ihrer Partei, solange sie nicht in Regierungsverantwortung eingebunden wurde(n)!
    Und wir man spätestens seit Stuttgart 21 weiß, ist es wichtig rechtzeitig Stoppschilder aufzustellen, bevor die Messen gesungen sind und den Menschen wieder gesagt wird „sorry, aber…“.

  6. Werte Frau Mächtig,
    ich denke, dass Bürgerinitiativen erst entstehen, wenn etwas nicht gut läuft und ein gewisses Maß an Betroffenheit vorliegt. Sie sind ja eigentlich mit diesem Thema vertraut und müssten wissen, dass bei Verpressung von Co2 (auch zu Forschungs-und Demonstrationszwecken) nicht nur der Ort Beeskow oder Neutrebbin betroffen sind. Viele Orte im Umkreis können damit rechnen, dass ihr Trinkwasser verdorben wird oder es auch zu Leckargen kommen kann. Lindenberg liegt mittendrin.
    Warum sollen Mitbürger nicht von ihrem Recht Gebrauch machen, um auf das Risiko hinzuweisen? Die haben dazu eine Haltung und zeigen diese!!

  7. Ziel der Bewegung, die auch in anderen Landesteilen entsteht, ist doch ganz klar: Kein CCS, hier nicht und anderswo! Warum soll den ausgerechnet Brandenburg dafür bluten, dass schwedische Rentner ein dickeres Portmonaie haben (Vattenfall ist schwedisches Staatseigentum – mal zum Nachdenken für die „VEB-Fraktion“ bei den „Linken.“) und westliche Bundesländer viel zu wenig für erneuerbare Energien tun? Dass Neutrebbin und Beeskow nicht ausreichen werden, um das ganze Vattenfall-CO2 abzuspeichern, kann man sich doch ausrechnen. Und dann trifft es andere Teile Brandenburgs, sofern die geologischen Strukturen da sind. Ändern Sie ihre bürger- und umweltfeindliche Politik oder ziehen Sie sich wärmer an, Frau Mächtig!

  8. Sehr geehrte Frau Mächtig,
    den ihrigen Wortlaut „mit der Angst der Bürger spielen“ sollten Sie sofort zurücknehmen. Denn Angst hat hier niemand mehr, denn es ist Wissen, welches uns sagt, dass die von Vattenfall und der Landesregierung verherrlichte CCS-Technologie nicht das Klima retten wird. Auch China und Indien warten nicht auf den „Exportschlager“ aus Brandenburg wie so oft erzählt und geschrieben wird. Das glauben Sie doch selbst wohl nicht oder etwa doch? Sicher, Sie hängen so sehr am Tropf, dass Sie sich nicht trauen, ein offenes Ohr auch für die Betroffenen zu haben. Und dass es nicht nur Neutrebbin und Birkholz-Beeskow betrifft, wenn das Grundwasser – unser aller Trinkwasser – versalzen ist, das sollten Sie nun auch schon wenigstens einmal gelesen haben. Verschließen Sie nicht auch noch Ihre Augen für den Wahrheiten!

  9. @Frau Mächtig: Das mit den Bürgerbewegungen behalten Sie mal im Gedächtnis! Für die nächste Kommunalwahl. Bevor Sie wieder anfangen, alles, was Ihnen nicht in den Kram passt, als dumm und faschistisch zu geißeln.

  10. @M. Mächtig: Noch was zu Ihren Versprechungen bezüglich Lindenberg. Ähnliche Gelöbnisse gab es von den Linken wohl auch für den Raum Beeskow oder liege ich da falsch? Das war, bevor die Linken in Brandenburg unbedingt in die Regierung mussten. Anschließend haben die Linken ihre Wähler gelinkt. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, Frau Mächtig!

  11. Ach Herr Valentin, warum immer gleich mit der Keule?
    1. Sie werden von mir den faschistoiden Vergleich nicht finden, weder schriftlich noch mündlich, warum unterstellen Sie mir das? Ihre Methode, statt sachlicher Auseinandersetzung?
    2. Die LINKE hat keine Gelöbnisse vor der Wahl zu Beeskow abgelegt, auch das ist falsch und wird durch Wiederholung nicht besser. Im übrigen ist es so dass die LINKEN vor Ort in Beeskow bei den Protesten dabei sind. Und vielleicht wissen Sie es noch: „Kompromisse sind die Bewegungsform von Politik“. In der Koalitionavereinbarung wurde vereinbart: „Eine wichtige Option ist die CCS-Technologie. Die Koalition wird sich für eine Erprobung und Demonstration dieser Technologie in Brandenburg einsetzen. Die Sicherheit der Bevöl-kerung muss dabei oberste Priorität haben. Die Speicherung von CO2 muss so erfolgen, dass Menschen und ihr Eigentum nicht gefährdet, die persönliche und wirtschaftliche Nutzung ihrer Grundstücke sowie die natürlichen Lebensgrundlagen von Tieren und Pflanzen nicht beeinträchtigt werden. Ein umfassender Informationsanspruch der Bevölkerung vor und während der Maßnahmen muss abgesichert werden. Die Koalition wird die Forschung auf diesem Gebiet weiter unterstützen, damit die noch offenen Fragen zur Anwendung der CO2-Speicherung beantwortet werden können. Die Koalition ist sich darin einig, dass der Prozess der Einführung neuer Technologien durch eine verstärkte Moderation der öffentli-chen Hand begleitet werden muss, um die sich daraus ergebenden regionalen, sozialen und ökologischen Konflikte minimieren zu können. Die Landesregierung wird sich über den Bundesrat dafür einsetzen, dass die notwendige Rohstoffsicherungsklausel des Bundesberggesetzes durch soziale und ökologische Kriterien ergänzt wird.“ Das war der KOmpromis und daran haben sich beide Koalitionspartner zu halten, an jeden einzelnen Satz. Darum ringen wir.
    3. Ich weiß nicht, ob DIE LINKEN „unbedingt in die Regierung mussten“, ich weiß, dass DIE LINKE 2009 das zweite mal hintereinander als zweitstärkste Partei zur Landtagswahl gewählt wurde. Daraus ergibt sich, wenn es keine unüberwindichen Widersprüche ( 2004 war es die grundsätzlich unterschiedlichen Positionen zu Hartz IV) gibt, schon die Verantwortung dieses Wahlergebnis ernst zu nehmen.
    @Frau Wadewitz, von alldem, habe ich nichts geschrieben.
    @Herr Mascher, warum Polemik (VEB-Fraktion)statt wirklichen Gedankenaustausch?
    Im übrigen, ja auch ich bin gegen CCS-Verpressung, eben weil unter heutigen Bedingungen nicht zu beweisen ist, dass Menschen und ihr Eigentum nicht gefährdet, die persönliche und wirtschaftliche Nutzung ihrer Grundstücke sowie die natürlichen Lebensgrundlagen von Tieren und Pflanzen nicht beeinträchtigt werden. Ich da bewege ich mich auf dem Boden der Koalitionsvereinbarung und bin nahe all Jenen, die es ebenso sehen.

  12. Sehr geehrte Frau Mächtig,
    sie haben bei Ihrer Argumentation vergessen, dass die möglicherweise geplante „Probeverpressung“ in Lindenberg oder woanders bereits der Echtbetrieb ist. Dazu gehören dann auch die möglichen Folgen, die ja bislang in der Wissenschaft unwidersprochen sind. Sind Sie bereit, diese Risiken politisch zu tragen?
    Die Betroffenen haben einfach Angst, als Versuchskaninchen der PlatzeckschenChristofferschen Pläne missbraucht zu werden und ihre Heimat für kurzfristige Klima“erfolge“ zu opfern. Fördern Sie sich mit Herrn Christoffers lieber zukunftsträchtige Technologien zur Implementierung der erneuerbaren Energien, zu Konzepten zur Energieverbrauchsvermeidung und zum Schutz der Lausitz vor weiterer Abbaggerung. Oder nehmen sie sich zum CCS-Problem den Antrag der „Linken“ im Deutschen Bundestag zum Vorbild, in dem es schlicht heißt: CCS-Technologie ist verboten.

    Bevor Sie überkritisch mit dem Volk umgehen, nutzen Sie die Bedenken dieser Bürgerbewegung, um selbst nachhaltig umzudenken.
    Ob das aber mit dem gegenwärtigen Personal in Brandenburg gelingt?

  13. @Frau Mächtig: 1.Ich habe mir den MOZ-Artikel mit Ihrem Interview und Ihren Statement zur unabhängigen Bürgerbewegung und deren Kandidaten bei der letzten Kommunalwahl gut aufgehoben. Also, verkaufen Sie die Leser hier und mich bitte nicht für dumm.
    2. Was ist das? Hier Proteste der Linken in Beeskow, da fieberhafte Zugeständnisse des linken Wirtschaftsministers an Vattenfall. Schizophrenie ? Oder doch bloß Wählerbetrug?
    3. Hat die SPD neuerdings eine andere Einstellung zu Hartz IV oder zum Krieg, so dass man als Mensch mit einem Gewissen mit ihr eine Regierung bilden könnte? Ihr wolltet unbedingt an die Macht und damit an die Fleischtöpfe. Das ist die einzige Wahrheit. Und dafür habt ihr jede Kröte geschluckt. Gewissenlos.
    3. Wir brauchen keine Forschung für CCS. Dazu ist alles erforscht. Seit Jahrzehnten sind die Risiken dieses Verfahrens bekannt. So allgemein bekannt, dass die selbst schon im Brockhaus stehen.
    5. Man kann alle Menschen für einige Zeit belügen. Einige Menschen kann man auch für alle Zeit belügen. Aber man kann nicht alle Menschen für alle Zeit belügen (Abraham Lincoln)

  14. Die einfachste Form eine Diskussion zu beenden, ist dem Gegenüber permanent zu unterstellen, er/sie lüge sowieso nur.
    Zum abk… ist mir meine Zeit zu schade. Machen Sie weiter so!!!

  15. Herr Valentin, so neben der Spur hab ich Sie bisher noch nicht erlebt.
    Alles in einen Sack, Knüppel drauf und mal sehen, was dabei herauskommt.
    Hauptsache bei einigen bleibt irgendwas hängen.
    Muß ja nicht stimmen.
    Bei Ihnen sind alle Bürgerbewegungen gleich (siehe dazu bitte unbedingt bei Wikipedia auch den Unterschied zwischen „Freie Wähler“ und „Freie Wähler Deutschland“ nachlesen) und diese wiederum dasselbe wie jede Bürgerinitiative.
    Die Logik, dass bei Kritik an einigen Vertretern einer Kleinstpartei gleich eine faschistische Geißelung aller Bürgerbewegungen abzulesen ist, dürfte wohl Ihnen vorbehalten bleiben.
    Auch „die einzige Wahrheit“ haben Sie für sich gepachtet, obwohl Sie wissen sollten, dass es so etwas gar nicht gibt. Und eigentlich hätte ich Ihnen auch zugetraut, wenigstens ungefähr einschätzen zu können, wie schwierig es ist, zwischen zwei Partnern mit teilweise unterschiedlichen Ansichten, „richtige“ Lösungen zu finden. Die Konsequenz, sich nicht (mehr) daran zu beteiligen, dürfte wohl auch nicht die einzige Wahrheit sein und es bliebe die Frage offen, was dann wäre.

    Zum Sachverhalt selbst:
    Auch ich bin gegen CCS und würde eine Bürgerinitiative durchaus unterstützen. Eine Bürgerinitiative allerdings, die Landkarten verteilt, auf denen sie einen Punkt eingezeichnet hat und behauptet, dass an diesem Punkt ein Standort geplant ist, obwohl es noch niemals eine solche Planung gegeben hat, erweist ihrem ursprünglich positiven Anliegen mit derartigen falschen Behauptungen einen Bärendienst.

  16. Ich bitte vielmals um Entschuldigung für das unabsichtliche „Vergessen“ ihes akademischen Titels in der Anrede, Dr. Valentin und wünsche ein entspanntes Wochenende.

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