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Biernot – In Erinnerung an das „Gute Bernauer Schwarzbier“

Nicht nur bei Freunden der „Werner-Comics“ ist er eine Legende: Herr Biernot aus dem 1. Stock der nebenbei noch den Schlüssel zum Heizungskeller verwaltet. Die Bernauer Tourismus-Experten und andere Durstige beklagen den Verlust eines „Alleinstellungsmerkmals„. Das berühmt-berüchtigte Bernauer Schwarzbier ist nicht mehr. Floss es früher noch aus diversen Mittel-,Klein- und Kleinstbraustellen war der Absatz zuletzt  für die Berliner-Kindl- Schultheiss-Brauerei zu gering, um es noch weiter zu produzieren. Die letzten Flaschen werden wohl beim diesjährigen Hussitenfest unter das Volk gebracht.


Der Schönower Rainer Niemsch hat den Abschied vom „guten Bernauer“ in einem Gedicht verarbeitet, dass durchaus mit Unter- und Zwischentönen arbeitet. Wir wollten euch dieses Meisterwerk der Heimatdichtung (zumal zur Veröffentlichung ausdrücklich freigegeben) nicht vorenthalten:

Das gute “Bernauer“

Hoch leb(t)e das Gebräu,
aus weißem Schaum
und schwarzem Sud –
das belebend und erfrischend,
(noch) seine gute Wirkung tut.

Denn Bier zu brauen,
hat in Bernau, seither
’ne lange Tradition. –
Damit befassten sich allhier,
immerhin die Ahnen schon.

Dann kam das Kapital
in Form von “Radeberger“ –
mit Einstellung der
“Nischenware“, begann
sodann der Ärger…!

Nun gibt es nur noch
wenig Rest des Guten –
als Flaschen und im Fass,
zu Preisen, die nur Fans
gerad’ noch zuzumuten.

Was ist’s Hussitenfest
wohl ohne diesen Trunk? –
Wenn es kein lecker
Schwarzbier gibt, dann
schmollen Alt und Jung!

Merkmale der “Alleinestellung“
sucht BeSt. ganz händeringend.
Wir hatten eins von Rang
und Namen – , bis dann die
Großbrauhaie kamen…!

Bernau, den 19.05.2011
Rainer Niemsch, OT. Schönow,

Biernot - In Erinnerung an das
Biernot - In Erinnerung an das
Biernot - In Erinnerung an das

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Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

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