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Das Trassenplenum ist sich einig: Diese Planung ist nicht genehmigungsfähig!

Das Trassenplenum zur Uckermarkleitung ist sich einig: „Die vorgelegte Planung und das bisherige Planungsverfahren weisen derart gravierende Mängel auf, dass diese Planung nicht genehmigungsfähig sein kann.“

Ein für den Antragsteller 50 Hertz Transmission negativer Planfeststellungsbeschluß wäre das deutlichste Signal an den Netzbetreiber, sich ernsthaft mit Alternativen zur Trassenführung und zur technischen Ausgestaltung der 380-kV-Stromleitung zu befassen,so lautet der Appell des Trassenplenums an die Genehmigungsbehörde, der u. a. in der von den Versammelten verabschiedeten Resolution enthalten ist.

Die Bürgerinitiative: Biosphäre unter Strom – keine Freileitung durchs Reservat hatte Mandatsträger, Vertreter der Umweltverbände und Betroffene aus dem Trassengebiet zur Diskussion über „Wege und Holzwege zur Erdverkabelung der Uckermarkleitung“ in das Nabu-Infozentrum Blumberger Mühle geladen.(Vgl. Bar-Blog, 15.5.2011)

Die Resonanz war beachtlich. Die Bundestagsabgeordnete Sabine Stüber, der Landtagsabgeordnte Michael Luthardt und der Landtagsabgeordnte Axel Vogel waren neben Vertretern der kommunalen Ebene und des NABU und des BUND der Einladung gefolgt.

Am Ende der Diskussion, in der auch die unverantwortliche Handhabung des Raumordnungsverfahrens thematisiert worden war, die die Trassierung durch drei Schutzgebiete und die Stadt Eberswalde erst ermöglicht hat, wurde eine Resolution verabschiedet, in der gerade angesichts der Energiewende und der seitens der Netzbetreiber massiven Forderungen zum Freileitungsbau ein umwelt- und sozialverträglicher Netzausbau unter effektiver Bürgerbeteili-gung gefordert wird.

Das Plenum war sich einig, dass die aktuelle Planung, die von 50 Hertz Transmission vorgelegt wurde und die Gegenstand des laufenden Planfeststellungsverfahrens ist, diese Kriterien nicht erfüllt.

Es ist blanker Hohn, wenn man auf der Homepage von 50 Hertz Transmission bei der Beschreibung des Trassenverlaufs lesen muß: „Das Biosphärenreservat wird geschont.“ Eine freche Lüge, wenn man weiß, das durch den Trassenverlauf das Landschaftsbild auf 15 % der Fläche der Offenlandschaft des Biosphärenreservats erheblich geschädigt wird.

In der Resolution wird der besondere Wert der Großschutzgebiete betont und Prof. Michael Succow zitiert:“ Diese herausragende Landschaft ist ein nicht reproduzierbares Gut: Kapital ist vermehrbar, Landschaft ist nicht vermehrbar. Gesunde, hochwertige intakte Landschaft ist ein immer knapper werdendes Gut…“

Für die Teilnehmer des Trassenplenums ist klar: „Der Schutz von Natur und Umwelt, von gesunden Lebensverhältnissen dient der Gesamtgesellschaft und muß Vorrang vor den Profitinteressen der Netzbetreiber und der Energiekonzerne haben.“ (Aus der Resolution des Trassenplenums vom 20.5.2011 in der Blumberger Mühle)

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Hartmut Lindner lebt als (Un)Ruheständler in Berlin und Senftenhütte. Bis 2006 arbeitete er als Lehrer für Deutsch, Geschichte und Politische Weltkunde in Berlin. 1993 kam er als Wochenendler nach Senftenhütte, einem idyllischen Ort auf dem Endmoränenbogen. Er engagiert sich in der Bürgerinitiative Biosphäre unter Strom – keine Freileitung durchs Reservat und lokalen Initiativen, vor allem dem Keramikhütte e.V. in Senftenhütte und ist seit Jahren begeisterter Leser der Barnimer Bürgerpost.

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