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Was hat die Bundeswehr im Biosphärenreservat zu suchen? – Meldung über Bundeswehrübung in der Schorfheide wirft Fragen auf

„Am Dienstag, 24. und Mittwoch, 25. Mai 2011 führt der Stabs- und Versorgungszug des IV. Bataillon des Luftwaffenausbildungsregimentes Strausberg eine Übung durch“. Mit diesen dürren Worten wird auf der  Website unseres Landkreises ein „Ausflug der Bundeswehr“ in die Schorfheide angekündigt (die sicher nicht für eine gemütliche Wanderung anrückt).

Viel mehr erfährt der Leser nicht. 40 Soldaten sind an der Maßnahme beteiligt, 4 Fahrzeuge haben sie dabei und der „Übungsraum“ („toller Begriff“ ) „umfasst im Landkreis Barnim am 24. Mai die Schorfheide in den Bereichen Klandorf und Groß Schönebeck und schließt die Überquerung des Großen Lotzinsees ein“

Ach ja, noch was:

„Die Kreisverwaltung des Landkreises Barnim unterstützt die Übung der Bundeswehr mit ihren Materialien des Katastrophenschutzes, beispielsweise dem Bahnrettungssatz und Rettungswesten.“

Was die Armee nun konkret im Biosphärenreservat zu suchen hat, ob Gefahrenpotential zu erwarten ist und Folgeschäden für die Umwelt drohen – Diese Details gehen uns offensichtlich gar nichts an.

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Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

9 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Warum gönnst du den armen Rekruten nicht eine kleine Wanderung mit ein wenig Gepäck und ner kleinen Schwimmeinlage?
    Diese Form des sanften Tourismus sollte doch unsere Unterstützung finden ;-)

  2. Viel Zeit bleibt ja nicht mehr, bevor die Luftwaffe marschiert, aber vielleicht findet sich ja einer, der den Helden von Straußberg mal die Biosphärereservatsverordnung in die Hand drückt und deren gründliche Lektüre anmahnt.
    Der Schutz des Biosphärenreservats ist weder mit dem Sturmgewehr noch mit dem Klappspaten und schon gar nicht mit den geländegängigen Fahrzeugen der Bundeswehr zu gewährleisten.

    Ich werde mal die die Naturwacht auf den Einsatz aufmerksam machen.

  3. Na bitte, es geht doch.
    Nach einer Rückfrage der Biosphärenreservatsverwaltung verzichtet die Bundeswehr auf die Querung des großen Lotzinsees.
    Mal sehen, was die weiteren Gespräche, die noch geführt werden, zum Ergebnis haben.
    Der Schilfrohrsänger kann also aufatmen.

  4. Heute gab es zum Thema auch einen Artikel in der MOZ, die mit den aktuellen Entwicklungen (siehe Kommentar von Hartmut) offensichtlich nicht vertraut ist und der irgendwie die Leerzeichen zwischen den einzelnen Worten abhanden gekommen sind (hihi)

  5. Beim nächsten Hochwasser seid genau ihr die, die am ersten nach der Bundeswehr rufen!

  6. Hochwasser? Wo? In der Schorfheide ? Oder in Afghanistan ? Wir rufen eigentlich nur nach ordentlicher, planmäßiger Deich-, Pumpen- und Kanalinstandhaltung. Wenn man nicht 20 Jahre lang alles verkommen lässt, braucht man auch keine Plattschecks, ähh, ich meine Sandsäcke.

  7. @Klaus Schmitz: Dr. Valentin hat wohl Recht.

    Ein Blick auf die Landkarte hilft: Auf der Hochfläche des Barnim ist Hochwasser eher ungewöhnlich, und die paar Kilometer Deich, die der Barnim hat, reichen noch nicht mal, damit sich Bodo Ihrke als Deichgraf präsentieren kann. Obwohl er es zum Gespött der Barnimer schon versucht hat, direkt vor der Wahl.

    Also alles keine Entschuldigung dafür, dass dem Heer offenbar die Übungsplätze ausgehen. Kyritz-Ruppiner Heide ist nicht mehr nutzbar, aber deshalb jetzt ins Biosphärenreservat? Schlechte Idee.