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Vattenfalls „Vasallen“ – Heute: Matthias Platzeck als „Ritter von der traurigen Gestalt“

Es klingt fast unglaubwürdig , ist aber wohl leider wahr. Kürzlich berichtete „Reuters“, dass die Regierungen von Brandenburg, Sachsen und Sachsen Anhalt ein Positionspapier ans Kanzleramt verschickt haben , in dem die dauerhafte Verstromung von Braunkohle beworben wird.

Wörtlich soll es dort heißen: „die Nutzung des einzigen, in ausreichender Menge zur Verfügung stehenden Energieträgers – der Braunkohle – sei „Gebot der Stunde“.
Axel Vogel,  Chef der Grünen Landtagsfraktion aus Eberswalde, vergleicht den brandenburgischen Ministerpräsident Matthias Platzeck inzwischen  mit Don Quijote im verzeifelten Kampf für den „Schmuddelrohstoff“ (Anmerkung des Autors) Braunkohle. „Sachsen und Sachsen-Anhalt“, so Vogel weiter, „geben die Rosinante und den Sancho Panza in dieser Tragödie.“

„Losgelöst von der aktuellen Diskussion um das CCS-Gesetz“,prognostiziert  der Abgeordnete ,

„das die CO2-Verpressung im großindustriellen Maßstab absehbar für immer ausschließen wird, hält die Landesregierung an der Braunkohleverstromung fest. Dabei zeichnet sich ab, dass sich auf Grund der steigenden Preise für Verschmutzungszertifikate im Emissionshandel jede Verstromung von Braunkohle zukünftig nicht mehr wirtschaftlich darstellen lässt.“

Don Quijote, sagt Axel Vogel abschließend, „hat erst auf dem Totenbett `Unsinn und Verworfenheit´ seiner Taten entdeckt. Dem mittelalterlichen Trio kann man daher getrost zurufen: Zieht jetzt die alte Rüstung aus und kämpft Seit an Seit mit uns für die Windmühlen!“

 

Vattenfalls
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3 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. War Platzeck nicht mal bei den Grünen (Bündnis90)? Ich frage mich bei solchen Leuten manchmal, was in Ihren Köpfen vorgeht.

    Diese ganze Sache mit der Braunkohle und dem CCS stinkt gewaltig. Mich wundert es eigentlich, dass gerade SPD und Linke sich so dafür einsetzen. Es sollten endlich mal die wahren Gründe auf den Tisch.

    Sind es so hohe Steuereinnahmen die durch die Braunkohle eingehen?
    Sind es soviele Arbeitsplätze?
    Oder ist es einfach eine Erpressung der Lobby, die bei Nichthandeln mit ernsthaften Schaden für Karierre und Familie droht? Kann das so eine Strom-Lobby?
    Oder fließen da einfach nur Unmengen an Geldern über den Tisch?

    Warum verkaufen sich zwie Parteien wie die SPD und Linke so an Vattenfall? Ich hätte es von beiden nicht erwartet. Würden es die Grünen vielleicht auch machen, wenn sie mitregieren würden? (aus einen der o.g. Gründe).

    Ich schätze, dass beide Parteien es bei der nächsten Wahl verdammt schwer haben. So vergesslich sind wir Bürger (die dann wieder Wähler heißen) nicht.

  2. Pingback: Für Freunde der energiepolitischen Steinzeit: Gregor Beyer (FDP) zur Zukunft von Braunkohleverstromung und CCS – Von Stefan Stahlbaum