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Wege und Holzwege zur Erdverkabelung der „Uckermarkleitung“

so lautet die Fragestellung des ersten „Trassenplenums“, der Versammlung der  engagierten Bundestags- und Landtagsabgeordneten, der Bürgermeister und Gemeindevertreter aus dem Trassengebiet, der Umweltverbände und  Trassenanlieger, das am kommenden Freitag, 20.Mai um 18.00 Uhr im NABU-Info-Zentrum in der Blumberger Mühle (bei Kerkow) zusammentreten wird.
Eingeladen hat die Bürgerinitiative „Biosphäre unter Strom – keine Freileitung durchs Reservat“.
Die Veranstaltung ist öffentlich.

In der Einladung erinnert die Bürgerinitiative daran, dass gegenwärtig das Planfeststellungsverfahren zur 380-kV-Freileitung von Bertikow nach Neuenhagen läuft.
Während der Auslegungsfrist im vergangenen Herbst sind bei der Genehmigungsbehörde (Bergamt Cottbus) 1233 Einwendungen von betroffenen Bürgern und viele ablehnende Stellungnahmen von Trägern Öffentlicher Belange (Kommunen und Naturschutzverbänden) eingegangen, in denen die Erdverkabelung der „Uckermarkleitung“ gefordert wird.
Der Widerstand gegen die Freileitungsplanung von 50 Hertz Transmission ist stark und gut begründet, denn er  stützt sich auf vier wissenschaftliche Gutachten, die  gemeinsam von den Anliegergemeinden, dem Landkreis Barnim und der Bürgerinitiative finanziert wurden.

Beim „Trassenplenum“ wird die Bürgerinitiative über den Konfliktverlauf und den aktuellen Stand berichten, die Mandatsträger werden ihre Standpunkte erläutern und die Vertreter der Verbände ihre Stellungnahmen noch einmal öffentlich begründen. Gefragt sind Perspektiven des gemeinsamen Handelns, um die Errichtung der geplanten 380-kV-Freileitung zu verhindern.
 
In dem Resolutionsentwurf wird eine  Wende im Netzausbau, werden umwelt- und sozialverträgliche Lösungen gefordert. Transparenz und effektive Bürgerbeteiligung bei der Planung werden angemahnt.
Die von 50 Hertz Transmission vorgelegte Planung wird mit Bezug auf die ca. 70  Stellungnahmen von Trägern Öffentlicher Belange und die 1233 Einwendungen im Planfeststellungsverfahren einer harten Kritik unterzogen. Die vorgelegte fehlerhafte Planung ist nicht genehmigungsfähig und es wäre hilfreich, wenn das „Bergamt“ in Cottbus dies dem Antragsteller klar vermitteln würde.
   An die Verantwortlichen in Ministerien und Landesämtern wird appelliert, verantwortlich zu handeln und  Ermessenspielräume im Genehmigungsverfahren konsequent zugunsten der Erdverkabelung der  380-kV-Leitung zu nutzen und nicht  zur Genehmigung der gesundheitsgefährdenden und  umweltschädlichen  Freileitungsplanung.

Nicht über unsere Köpfe – keine Freileitung durch Wohn- und Schutzgebiete!

Wege und Holzwege zur Erdverkabelung der
Wege und Holzwege zur Erdverkabelung der
Wege und Holzwege zur Erdverkabelung der

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Veröffentlicht von

Hartmut Lindner lebt als (Un)Ruheständler in Berlin und Senftenhütte. Bis 2006 arbeitete er als Lehrer für Deutsch, Geschichte und Politische Weltkunde in Berlin. 1993 kam er als Wochenendler nach Senftenhütte, einem idyllischen Ort auf dem Endmoränenbogen. Er engagiert sich in der Bürgerinitiative Biosphäre unter Strom - keine Freileitung durchs Reservat und lokalen Initiativen, vor allem dem Keramikhütte e.V. in Senftenhütte und ist seit Jahren begeisterter Leser der Barnimer Bürgerpost.

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