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Davon ausgehen, dass CCS sicher ist – MdB Jens Koeppen im Plenum des Deutschen Bundestages

Nach der Debatte zur 1. Lesung des CCS-Gesetzentwurfes wollen wir an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen, dass die Risiskotechnologie  in Person des CDU-Bundestagsabgeordneten Jens Koeppen („Für Uckermark und Barnim in Berlin“) einen ganz und gar entschlossenen Befürworter hat.

In seiner gestrigen Rede im Plenum des Deutschen Bundestages sagte Koeppen z.B. :

„Wir sollten nicht ohne Not auf diese Technologie verzichten. Ich bin immer dafür, die Chancen zu sehen. Deswegen halte ich es auch für sinnvoll, diese Technologie auszuprobieren, zunächst im Rahmen der Demonstration in Brandenburg.“



Zu Fragen der Sicherheit hieß es:

Es gibt eine Testanlage in Ketzin. Dort kann man schon bei einer kleinen Menge sehen, dass die Speicherung sicher ist.

Diese Aussage bestätigte der Abgeordnete auch auf detailierte Nachfrage von Cornelia Behm. Wörtlich sagte Jens Koeppen hierzu:

„Wenn mir die Wissenschaftler in Ketzin sagen, dass sie davon ausgehen, dass die Einlagerung dieser Mengen sie berechnen das für mehrere Größen nach ihren Erkenntnissen sicher ist .(…)Wenn Sie den Wissenschaftlern in Bezug auf die Aussagen zum Klimawandel vertrauen, dann können Sie auch den Wissenschaftlern vertrauen, die sagen: Nach unseren Jahren der Erprobung gehen wir davon aus, dass es sicher ist. Da wurden verschiedene Drücke ausprobiert, da wurde gespeichert und eingelagert, da wurde beobachtet, wohin sich das CO2 ausbreitet usw. Natürlich wurde genau wie beim Klimawandel über Computersimulationen berechnet, wie sich das verhält. Da sind Geologen usw. am Werk. Es tut mir leid: Ich vertraue dann schon den Aussagen dieser Wissenschaftler, die sagen: „Sie können nach den Jahren der Erprobung davon ausgehen das wurde berechnet , dass ein entsprechendes Großprojekt sicher ist.“ Das ist meine Antwort darauf.“

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8 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Sicher wie die Rente, Herr Koeppen? Oder wie die japanischen AKWs ? Haben Sie schon einmal etwas von den Erfahrungen gerade in Ketzin mit der unterirdischen Speicherung von Gasen in der Vergangenheit gehört? Dass der Ortsteil Knoblauch wegen der Gefährdung der Bewohner evakuiert werden musste und abgerissen wurde? Was ist mit den Risiken für Grundwasser durch Verdrängung salzhaltigen Wassers in höhere Schichten oder den Eintrag von Schadstoffen? Wer bezahlt die Gutachten, Herr Koeppen? Was ist, wenn Co2 doch mal austritt und in Kellergeschosse diffundiert? Dürfen die Hinterbliebenden dann Sie verklagen, Herr Koeppen? Oder die anderen blauäugigen Schreibtischtäter im Dienste von Vattenfall? Abgesehen davon, dass auch Politiker so langsam mal den Unterschied zwischen Technik, Verfahren und Technologie lernen sollten, wenn sie sich schon aufs wissenschaftliche Glatteis begeben. Das Gefasel von „Technologie“ – einer blödsinnigen Übersetzung aus dem Amerikanischen – mit dem halbgebildete Ideologen inzwischen alles Mögliche bezeichnen, zieht jedem Ingenieur die Schuhe aus.

  2. @Frank:
    Die Sache mit Ketzin und „Knoblauch“ hatte Cornelia Behm bereits in ihre Anfrage zur Koeppen-Rede einfliessen lassen (nachzulesen unter obigem Link). Dessen ungeachtet kommt Herr Koeppen zum Fazit „dass ein entsprechendes Großprojekt sicher ist“. Wie kann man das bezeichnen? So allmählich gehen einem echt die Adjetive aus….

  3. Pingback: Alles Panikmache? – Engagement gegen CCS in der Kritik – Von Stefan Stahlbaum

  4. Immer diese Gemeckere, anstatt mal nach Lösungen zu suchen.

    Mein Vorschlag: Das flüssige CO2 einfach in Fässer speichern und diese werden dann in den jeweiligen Häusern und Gärten der Abgeordneten gelagert – zumindest deren, die bei der Verabschiedung der Gesetze die Hand heben.
    Wenn dort kein Platz mehr ist, geht es an die Häuser und Grundstücke der Betreiber der Anlagen…
    Dumm nur, dass der Christoffers gar nicht so weit von mir entfernt wohnt – Aber das Risiko muss ich wohl eingehen.

  5. Ich hab dann der Vollständigkeit halber noch das Original-Video (incl. Nachfragen) in den Artikel eingearbeitet. Das ist fast noch absurder als wenn man den Koeppen -Beitrag nur liest.

  6. Pingback: Schweinemastanlage Haßleben – Axel Vogel wirft MdB Jens Koeppen Aufforderung zum Rechtsbruch vor – Von Stefan Stahlbaum