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Bürgerinitiative gegen C02-Endlager in Ahrensfelde/Lindenberg gegründet – Kundgebung am 5. Mai 2011

Sie sind von Beruf Juristinnen, Hausmeister, Ingenieure oder Physiker und kommen aus dem „Großraum Ahrensfelde“, Panketal und Bernau. Gemeinsam wollen sie gegen die Endlagerung von CO2 (ein möglicher Verpressungpunkt befindet sich in Ahrensfelde/Lindenberg) mobil machen, Informationen zu den Gefahren der CCS-Technologie verbreiten und sich dabei möglichst umfassend mit Anderen vernetzen.

Zu einem ersten  Treffen als Bürgerinitiative kamen gestern Mittag mehr als 30 Menschen im beschaulichen Ortsteil Klarahöhe zusammen. Dabei ging es zunächst darum, wie und in welchem Umfang man sich in das Vorhaben einbringen kann bzw. möchte. Auf dieser Grundlage sind Arbeitsgruppen entstanden die in Kürze starten werden. Eine baldige Vereinsgründung ist z.B.  ein relevantes Themenfeld.
Die Aufgaben der Sprecherin übernimmt vorerst Gabriela Beege. Sie war es auch, die auf einer Veranstaltung der Niederbarnimer Grünen am 20.04.2011 zum bürgerschaftlichem Engagement aufrief. Informationen zur BI gibt es unter der Mail-Adresse: keinco2endlagerberlin-lindenberg(at)web.de .

Bürgermeister Wilfried Gehrke sprach nicht nur als Verwaltungschef sondern auch als örtlicher Landwirt zu den Anwesenden. Er habe sich bereits mit den Hintergründen beschäftigt, halte Technik und Auswirkungen für unkalkulierbar und unterstütze daher das Anliegen der BI. Im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten sagte er unterschiedliche Hilfen (z.B. bei der Bereitsstellung von Versammlungsräumen) zu. Zudem wolle er seine politischen Kontakte einbringen. Ansprechpartnerin im Rathaus sei neben ihm auch Frau Hempp (Fachdienst Infrastruktur und Umwelt, Tel.: 030/936900-144) die sich intensiv in die Thematik einarbeiten würde.

Am 05. Mai 2011 um 19:00 Uhr veranstaltet die Gemeinde Ahrensfelde (wir berichteten ) einen Informationsabend zum Thema C02-Verpressung/CCS-Technologie im Saal des Rathauses (Lindenberger Straße 1, 16356 Ahrensfelde). Als Referent ist Ulf Stumpe von der BI „CO2ntra Endlager“ geladen. Bereits ab 18:00 Uhr ruft die Bürgerinitiative zu einer Protestkundgebung auf und erwartet u.a. Mitstreiter aus Neutrebbin.
Kommt bitte so zahlreich wie möglich. Zeigen wir, mit buntem Protest, Information und vielen Argumenten, was wir von dieser Form der „Energiepolitik“ halten.

Grafik: www.co2bombe.de

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18 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Hallo Stefan,

    danke für die Unterstützung und Mitarbeit in unserer gestern gegründeten Bürgerinitiative. Gestern abend waren ja 11 von uns beim Maifeuer in Lindenberg an unserem improvisierten Infostand und haben 247 Unterschriften von Bürgern auf den Petitionslisten gegen die Verpressung von CO2 gesammelt. Die Sache nimmt Fahrt auf und ich lade jeden Bürger unserer Gemeinde und der angrenzenden Gemeinden ein, mit uns am 5.5. ab 18 Uhr vor dem Rathaus Ahrensfelde, Lindenberger Str. 1 gegen die hochgefährliche CCS-Technik zu demonstrieren. Ein undichtet Endlager (Asse) reicht. Viele Grüße von Gabi

  2. @Gabi: Das hört sich doch sehr gut an. Toll gemacht gestern! Ich denke auch, dass sich noch etliche Leute den Protesten anschließen werden. Derzeit sind die Informationsdefizite ja relativ groß. Noch ein Grund, am nächsten Donnerstag zu kommen.

  3. Ich finde es sehr gut, sich GEGEN etwas zu stellen, was man nicht will.
    Anstelle von CO² Verpressung müssen wir aber die Energie anders gewinnen. Derzeit werden im Land Brandenburg die Windeignungsflächen neu (vergrößert) ausgewiesen. Die Kommunen können hier ihre Stellungnahmen abgeben. Es wäre doch schön, wenn sich dann auch BI’s FÜR die Windkraft vor ihren Haustüren aussprechen. Das wäre dann richtig und ehrlich. Wir sind gegen das Eine, aber das andere brauchen wir.
    Also fragt die Menschen doch bei den Unterschriftenaktionen. Nach dem Motto: GEGEN CO² Endlager und Kernkraft in unserer Gemeinde, FÜR Windkraft und Fotovoltaik in unserer Gemeinde.

  4. Hallo miteinander!
    Ich finde bürgerschaftliches Engagement eigentlich ganz toll. Da gibt es Leute, die sammeln für die „Tafel“, andere sorgen sich um den Tierschutz, wieder andere leisten Widerstand gegen neonazistische Tendenzen. Und natürlich sind auch jene zu bewundern, die ihre Freizeit opfern und ihrer Überzeugung entsprechend über eventuelle Risiken der CCS-Technologie referieren – wenn auch nicht immer ganz sachlich.
    Nun aber auch noch eine „BI gegen CO2-Endlager in Ahrensfelde/Lindenberg“ ins Leben zu rufen, erscheint mir doch eher wie ein politisches Schaulaufen. Genauso könnte man eine BI gegen ein Kohlekraftwerk in Ladeburg gründen. Beide, das „Endlager“ und das Kraftwerk, entbehren jeglicher Grundlage. Weder gibt es entsprechende Pläne, noch Interessenten, ganz zu schweigen von Rechtsgrundlagen oder Genehmigungen. Eine rein hypothetische Möglichkeit zur Grundlage einer BI zu machen, ist pure Verschwendung von Engagement. Mehr noch: Da werden in unverantwortlicher Weise Ängste geschürt um ein politisches Süppchen zu kochen. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man es als Stück aus dem Tollhaus bezeichnen. Schade eigentlich!

  5. @Günter Paul: deutlicher Widerspruch!

    In der von Greenpeace veröffentlichten Liste ist Lindenberg neben Anderen als eines der in Frage kommenden Lagerstätten benannt.
    Würde man – wie von Ihnen vorgeschlagen – erst warten, bis die Rechtsgrundlagen für die Verpressung in Stein gemeißelt vorliegen, wären die Messen gesungen und Widerstand wäre sinnlos. Ein weiteres Stuttgart21 stünde vor der Tür, das wir wohl alle nicht brauchen, oder?
    Der Missbrauch unserer Erde durch die CCS-Technik – wo auch immer – gehört auf jeden Fall in die Mottenkiste irriger Gedanken und nirgends woanders hin.
    Von daher ist Widerstand keine „Verschwendung von Engagement“, sondern der einzig sinnvolle Versuch der Sicherung unser aller Lebensgrundlagen gegen eine Landesregierung, die erkennbar rücksichtslose Politik gegen elementare Interessen der eigenen Bevölkerung betreibt und eine Müllverklappung gegen alle Widerstände der Bürger – koste es, was es wolle – durchpeitschen will.

    @Matthias Wiegand: Gerade in Ahrensfelde wurde unlängst eine große Solaranlage in Betrieb genommen. Auch sonst ist die Gemeinde am Aufbau erneuerbarer Energieressourcen gut aufgestellt.
    Strittig ist in Ahrensfelde nur ein Windrad, das vorgeschriebene Abstände zur Wohnbebauung nicht einhält. Weitere geplante Windräder in der Gemarkung Ahrensfeldes halten dagegen die Abstände ein und sind – wie am Samstag bei der Gründungsversammlung der BI vom Ahrensfelder Bürgermeister berichtet wurde – völlig unstrittig. Weil der Strom aus der Steckdose halt irgendwo herkommen muss.

  6. Wenn sich die Menschen schon in den 70er und 80er Jahren in ausreichender Zahl gegen Atomkraft engagiert hätten und nicht von Atomlobby und Staat sogar kriminalisiert oder als Spinner abgetan worden wären, hätten wir heute keine AKW und keinen unentsorgbaren lebensgefährlichen Atommüll.

    Es ist ja schon fast tragisch zuzuschauen, wenn sich heute Merkel und Co. und auch große Teile der SPD (diese allerdings schon seit langem) und der Gewerkschaften deutlich von der Atomkraft und ihren Risiken abwenden.
    Diejenigen, die früher für die Atomenergie in blinder Zukunftsgläubigkeit in die falsche Richtung vorangeschritten sind, haben sich tragischerweise geirrt.

    Nichts anderes gilt insoweit auch für die heutigen CCS Protagonisten und die selbsternannten „Klimafreunde“ in der „Linken“, der SPD und CDU, FDP und anderen Gruppierungen. SPD und „Linke“, Platzeck und Christoffers treiben (wenn auch in guter Absicht?) in der Landesregierung ein Spiel gegen die Interessen der Bevölkerung unseres Landes. Dieses Denken gehört in die 70er Jahre und nicht in unsere aufgeklärte Gesellschaft, in der sich zum Glück immer mehr Menschen Gedanken um ihre Umwelt und deren Erhaltung machen und dies auch deutlich formulieren, in dem sie sich z.B. in Bürgerinitiativen engagieren.

    Die Öffentlichkeit ist heute viel wacher, weil wir (glücklicherweise) auf dem Weg in die Bürgergesellschaft sind!

    Wenn wir uns heute nicht gegen nicht beherrschbare Technologien wenden, können wir uns später auch nicht beschweren, wenn sich die aus meiner Sicht tatsächlich entstehenden Gefahren (siehe Beitrag von Thomas Dyhr mit dem dazugehörighen Link) verwirklichen sollten.

    Was Windenergie abgeht: Die Windräder und die erforderliche Stromleitungen sind sicherlich nicht so schön, dass man sie sich ausdrücklich in seine Nachbarschaft herbeiwünscht. Daher werden sich auch keine projektbezogenen BIs dafür gründen.
    Hier ist es die Aufgabe der Politik, diese Technologien und die technischen Anlagen so zu plazieren, dass möglichst wenig Menschen, Tiere und Pflanzen davon beeinträchtigt werden. Konkret heißt das: Planungsrechtlich saubere Windeignungsgebiete ausweisen, die möglichst weit von Siedlungen gelegen sind. Die erforderlichen Stromtrassen gehören in der Nähe von Wohnbebauungen in die Erde verlegt.

  7. „gegen die hochgefährliche CCS-Technik“ (Gabriela Beege)
    „Der Missbrauch unserer Erde durch die CCS-Technik“ (Thomas Dyhr)

    Wenn das keine Panikmache ist. Die Technologie ist überhaupt noch nicht so weit erforscht, um derartige Aussagen treffen zu können.

    Noch schlimmer wird es dann, wenn auch noch gelogen wird. Die Karten (Listen) sind bereits mehrere Jahre öffentlich und nicht erst jetzt von Greenpeace erkämpft. Hinter dem Rücken der Bevölkerung sieht so aus, dass man sich auf der Webside des MWE zur Energiepolitik relativ umfangreich informieren kann.

    Und das sind die „nicht parteipolitisch motivierten“ klassischen Todschlagargumente eines Politikers, zu denen man einen Stellv. Kreisvorsitzenden der Grünen wohl zählen kann:

    „gegen eine Landesregierung, die erkennbar rücksichtslose Politik gegen elementare Interessen der eigenen Bevölkerung betreibt und eine Müllverklappung gegen alle Widerstände der Bürger – koste es, was es wolle – durchpeitschen will“ (Thomas Dyhr)

    Es geht hier nicht um das „Durchpeitschen“ einer Verpressung sondern um die Erforschung, ob eine Verpressung überhaupt möglich ist, mit der Aussage der Landesregierung im Koalitionsvertrag, „dass Menschen und ihr Eigentum nicht gefährdet, die persönliche und wirtschaftliche Nutzung ihrer Grundstücke sowie die natürlichen Lebensgrundlagen von Tieren und Pflanzen nicht beeinträchtigt werden.“

    Ich bin auch kein Freund von CCS, aber bei der Wahrheit sollte man schon bleiben.

  8. @Herr Busse:
    „…um die Erforschung, ob eine Verpressung überhaupt möglich ist, mit der Aussage der Landesregierung im Koalitionsvertrag, “dass Menschen und ihr Eigentum nicht gefährdet, die persönliche und wirtschaftliche Nutzung ihrer Grundstücke sowie die natürlichen Lebensgrundlagen von Tieren und Pflanzen nicht beeinträchtigt werden.”
    Hier liegt doch gerade das Problem! Die Erforschung soll – obwohl zahlreiche Forschungsergebnisse seit Jahrzehnten im Übrigen bekannt sind und bereits belegen, dass durch Technologien dieser Art, leckagen, künstliche Erdbeben etc. verursacht werden können – nach dem Prinzip Try And Error stattfinden.
    Es werden ein paar Millionen (!) Tonnen mit Hochdruck reingepresst. Wenns gut geht, ist prima – wenn nicht… Pech gehabt.
    Die Bürger zahlen die Zeche vom „Pech gehabt“ und Vattenfall streicht die Millionen ein.
    Die Feigenblatt-Haftungsregeln ziehen auch nicht, weil es nie juristisch sauber gelingen wird, Vattenfall als Verursacher nachzuweisen. Im Übrigen wäre eine Grundwasserversalzung ein kommunales Thema der Wasserwerke, welches das Land nicht interessiert.
    Werter Herr Busse… mit Leuteverdummung nach Art, wie sie es hier gerade versuchen, wurden dem Bürger seinerzeit auch Atomlager wie Asse und Gorleben verkauft. Asse kostet den Steuerzahler Milliarden.
    Es wurde politisch angeordnet und der staunenden Öffentlichkeit verkauft, dass was geht, was nicht geht.
    Hauptsache, man ist den Sch… los und der Bürger/ schlechterenfalls der Steuerzahler zahlt die Zeche.
    Hier gibt es nur eine Antwort: S c h l i c h t N e i n !
    Und eine Landesregierung, die bewusst Politik gegen die Interessen der eigenen Bevölkerung betreibt gehört bei nächster Gelegenheit schlicht abgewählt!
    Die Abwahl bei nächster Gelegenheit zu betreiben ist das legitime Recht jeder politischen Konkurrenz in der Demokratie.
    Mögen die besseren und überzeugenderen Argumente entscheiden. Der Bürger hat die Wahl. Daran kann ich nichts Schlechtes empfinden!

  9. @Thomas:
    Schon der Versuch, den durchschaubaren „Vattenfall-Entschuldigungszettel“ als „Technologie“ zu verkaufen ist eigentlich ein Skandal – wahlweise eine Beleidigung jedes denkfähigen Menschen. CCS ist nicht mehr als der unkalkulierbare und hochgefährliche Missbrauch natürlicher Gegebenheiten.
    Müll im Untergraben zu verbuddeln ist den „Normalsterblichen“ zu Recht verboten – das sollte, ungeachtet der Brandenburger Marionettenregierung, eigentlich auch für Großkonzerne gelten.

  10. @ Herr Dyhr:

    Eigentlich sollte man den Grünen bei der nächsten Wahl einen Sieg wünschen. Ich wäre gespannt, wie dann diese Marionetten CCS noch schneller durchsetzen, ähnlich wie Stuttgart21 oder wie die Marionetten im Bundestag Kriegseinsätze und Hartz IV. Wär nur leider für die Menschen nicht so toll.
    Ich glaube allerdings, Ihre Beleidigungen, nur aufgrund einer anderen Meinung, Herr Dyhr, könnten das Wahlergebnis schmälern.
    Zumal Sie auf kein Argument eingehen sondern lediglich ihre Parolen wiederholen.
    Und bitte unterstellen Sie mir nicht, dass ich den Bürgern Atom- oder CCS-Endlager verkaufen will. Oben kann jeder nachlesen, dass das nicht stimmt. Ich machte lediglich auf den Unterschied zwischen Forschung und endgültiger Speicherung aufmerksam.
    Vielleicht kann ja die Erforschung auch zum endgültigen Beweis führen, dass die Speicherung ohne Gefahren nicht möglich ist. Aber ohne diesen Beweis sind alle ihre Behauptungen wirklich einfach nur Panikmache.
    Ihre Partei ist einfach (fast) immer nur gegen alles. Konstruktive Vorschläge sind kaum zu vernehmen. Bitte sagen Sie mir doch, was wir mit dem Kohlenstoffdioxid anfangen sollen, ausser es in immer höheren Dosen einzuatmen.
    Selbstverständlich ist es legitim, eine Regierung abzuwählen. Es bleibt allerdings zu hoffen, dass die Bürger nicht ausschliesslich die CCS- sondern auch die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik beurteilen. Weder bei Lieken noch zum 1. Mai habe ich einen Grünen entdeckt. Da kommt von ihnen einfach – nichts.

  11. @Klaus Busse: Bitte klären Sie mich auf, wo ich beleidigend geworden sein soll. Sie zu beleidigen war sicherlich nicht meine Absicht. Das vorweg, aber…
    Die „Forschung“ ist bereits „Speicherung“! Das ist doch genau das Problem. Und geht hier was in die Hose, trägt der Bürger die Folgen.
    Deswegen ist Ihre oben zitierte Absicht der Regierung, nicht zu speichern, wenn es gefährlich würde, nicht umsetzbar.
    Man stellt durch erst Eintritt eines Schadens fest, dass Etwas gefährlich ist, dessen Gefährlichkeit man bereits vorher kannte. Und das ist Das, was ich sagte: Leuteverdummung!
    Systematisch werden sowohl von VATTENFALL, als auch der Landesregierung bestehende Erkenntnisse negiert:

    a) Dass 8% Sättigung der Lust mit CO2 zu tödlichen Folgen führt, kann Ihnen jeder Feuerwehrmann berichten. Im Übrigen: .
    b) Dass es tektonische Störungen und darauf basierende Undichtigkeiten gibt, ist bekannt und geologisches Allgegemeinwissen.
    c) Dass bestehende Tiefenbohrungen aus DDR-Zeiten mögliche Undichtigkeiten darstellen, ist Allgemeinwissen.
    d) Dass durch Aktionen, wie Anwendung von CCS auch künstliche Erdbeben erzeugt werden können, ist Bergbauingenieuren schon viele Jahre bekannt.
    e) Dass Kohlensäure wie alle Säuren Kalk löst und damit kalkhaltige Bodenschichten – erst recht unter Druck – aufzulösen in der Lage ist, ist eine zulässige Ableitung aus Allgemeinwissen.
    f) Dass das unter Druck gesetzte Salzwasser – weil es nicht komprimiert werden kann – bei Undichtigkeiten auch ins Trinkwasser gelangen und dieses versalzen kann ist Allgemeinwissen.
    g) Dass die Frage der Haftungsregeln letztlich eine Theoretische Diskussion ist, weil vor jeder Haftung erst einmal der Nachweis der Kausalität steht. Und gerade diese Frage nicht nur schwer bis gar nicht zu beweisen ist, ist juristisches Grundwissen.
    h) Dass damit aber geschädigte Bürger und Gemeinden auf ihren Schäden sitzenbleiben ist die unvermeidliche Folge.

    Herr Busse, solange ein Zustand „nur“ Gefahr ist, hat man die Wahl, das Risiko einzugehen oder es zu lassen, damit kein Schaden eintritt. Ist der Schaden da, kann man nur noch aufräumen.
    Risiken für sich selber eingehen ist die Verantwortung eines Jeden für sich. Risiken auf anderer Leute Kosten eingehen, ist billig.

    Dass Menschen sich mit allen rechtlich möglichen und demokratischen Mitteln dagegen wehren, von Dritter Seite aufgebürdete Risiken zu tragen und als Versuchskaninchen missbraucht zu werden – möglicherweise Schäden zu erleiden -, ist legitim und in einer Demokratie zulässig.
    Eine Landesregierung, die ihrer Bevölkerung ungewollte und unkalkulierbare Risiken aufbürdet, betreibt Politik gegen die Interessen der eigenen Bevölkerung. Das werden Sie nicht ernsthaft in Abrede stellen können!

    Eine Diskussion über Sozial- und Arbeitsmarktpolitik mit einer Diskussion über CCS zu verknüpfen ist wenig zielführend, weil es vom Kern der Diskussion wegführt. Wir können sie aber gerne gesondert führen.

  12. @Klaus Busse:
    warum Sie offenbar der Meinung sind, Herr Christoffers und Herr Platzeck „wollen nur spielen“, kann ich nicht verstehen. Die Erfahrung zeigt, dass sobald eine Technologie machbar ist und ein „nur ein Restrisiko“ übrig ist, eben dieses Restrisiko als so klein betrachtet wird, dass es dann auch tatsächlich eingegangen wird. Wenn es sich verwirklicht, hat man das im Nachhinein nicht so gewollt und bedauert die eingetretenen Folgen und steuert erst dann gegen.
    Muss es erst zu vergleichbaren Schadensereignissen wie in Tschernobyl und Fukuschima mit unzähligen Opfern kommen, bevor Politik überhaupt richtig agiert bzw. reagiert? Nein, das ist der falsche und möglicherweise verhängnisvolle Weg.

    In Kenntnis dieser Mechanismen ist die weitere Verfolgung von CCS hinsichtlich eines künftigen Schadenseintritts nicht nur grob fahrlässig, sondern schon bedingt vorsätzlich.

    Warum denkt Christoffers nicht einfach mal in zukunftsträchtigen Alternativen? Konsequente CO² – Vermeidung in möglichst vielen Lebensbereichen durch wirtschaftspolitische Anreizsysteme, sofortiger Aussieg aus der Braunkohleverstromung und noch stärkerer Ausbau erneuerbarer Energien gerade auch in der dann verschonten Landschaft der Lausitz unter gleichzeitiger Schaffung zukunftsträchtiger Arbeitsplätze gerade dort.
    Das wäre nachhaltig und modern und den Bedürfnissen der Umwelt und der Menschen gemäß und würde nicht nur qualitatives Wirtschaftswachstum, sondern sogar quatitatives Wachstum und Arbeitsplätze erhalten und auf dauer schaffen.

    Und Herr Busse: Was das mit Lieken und dem 1. Mai zu tun hat, würde ich gern noch wissen.
    Hier sind alle hilflos und den grausamen Regeln des Kapitalismus unterworfen, die Landesregierung und Herr Christoffers auch.
    Ich würde mir jedenfalls wünschen, dass auch die Landesregierung sich nicht vom Großkonzern Vattenfall an der Nase herumführen läßt und ohne Not deren Kapitalinteressen bedient, obwohl es klar benannte wirtschftspolitische Konzepte gibt, die sogar politisch umsetzbar wären, wenn sich der entsprechende politische Mehrheitswille bilden würde. Das wäre doch mal ein wirkliches Thema zum Tag der Arbeit gewesen.

  13. Ich habe in jedem Fall das Gefühl (bestätigt sich auch durch unsere Suchamschinenbewegungen), dass das Thema CCS und die Existens eines möglichen Verpressungspunktes in Lindenberg in den letzten Wochen immer mehr Beachtung findet. Ich gehe davon aus, dass wir heute Abend (18 Uhr) zur Kundgebung vor dem Rathaus Ahrensfelde Viele sein werden (gilt natürlich auch für die anschließende Info-Veranstaltung).

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