web analytics

Puppentheater, Wolfsfütterung, mittelalterliches Klosterfest & andere Veranstaltungen – Der Karfreitag 2011 im Barnim

Am Karfreitag gedenken die Christen des Kreustodes Jesu. In der katholischen Kirche ist es der strengste Fasten- und Abstinenztag. Das erinnert mich an eine Ostertour nach Polen, wo sich gegen Abend alle Touristen von Krakau und Umgebung in einer Jazzkneipe trafen. Die Kellerspelunke war offensichtlich der einige Laden in dem man sich eine Öffnung zutraute.

Im Barnim sind heute, am 22.04.2011, einige Veranstaltungen zu vermelden, also fangen wir einfach mal an.:
Der Wildpark Schorfheide feiert dieser Tage 15. Geburtstag. Zum Jubilläum gibt´s heute ab 14:30 Uhr ein Puppentheater und am Abend folgt mal wieder eine lange Wolfsnacht.

Die Osterfeuer-Macher pausieren am „hohen Freitag“ weitgehend. Eine Ausnahme machte der Ortsbeirat Willmersdorf (Stadt Werneuchen), der zu genau diesem Zweck auf den örtlichen Sportplatz einlädt. Wann genau , lässt die Stadtpage leider offen.
Die SG Einheit Zepernick hat auf ihrer Website von 18:00 Uhr – 24:00 Uhr ebenfalls ein Feuerchen angekündigt (Sportplatz an der Straße der Jugend, 16341 Panketal). Mehr zum Thema findet ihr in unserem „Osterfeuer-Artikel“.

Im Finower Wasserturm startet die Dauerausstellung „Messingwerk – Ein Dokument der Arbeit“. Geöffnet ist über die Osterfeiertage jeweils von 10:00 Uhr – 18:00 Uhr.
„Musik und Texte zum Karfreitag“ kann man hingegen ab 15:00 Uhr in der Maria-Magdalenen-Kirche auf sich wirken lassen. Ab 17:00 Uhr gilt es dann, dem Karfreitagskonzert im  Zepernicker St. Annen-Gemeindehaus zu lauschen. Frank Gutschmidt (Müllrose) interpretiert auf dem Piano Johann Sebastian Bach`s „Goldberg-Variationen“.

Das 22. Oster-Kloster-Fest am Kloster Chorin begann bereits gestern und kann noch bis Ostermontag besucht werden.  „Das mittelalterliche Dorf rockt“ verspricht Veranstalter Roman Streisand und wirbt u.a. mit vielen Aktionen wie

“ Lehmhaus, Weidenhausbau, Korbflechten, Oster-Basteleien, Eierfärberei und Malerei, drei Ritterlager mit Turnierspielen und das Badehaus erwarten die Besucher.
Kurzweil bringt Deutschlands einzige Mittel- altermodenschau, das Passionsspiel, das Winteraustreiben sowie Musikanten, Gaukler und Narren.

Dazu neue Töne mit SPILWUT und: „Varius Coloribus“, „Goliarden“, „Jota Harfenton und die Engel“, „Der Firlefantz“, Gauklerpaar Fernando und Serafina, ein riesiger roter Drache, Geister und Fabelwesen.  Zu allem noch Fastenspeis`und Völlerei mit raren Osterleckereiem“

Puppentheater, Wolfsfütterung, mittelalterliches Klosterfest & andere Veranstaltungen - Der Karfreitag 2011 im Barnim auf Facebook teilen
Puppentheater, Wolfsfütterung, mittelalterliches Klosterfest & andere Veranstaltungen - Der Karfreitag 2011 im Barnim auf Twitter teilen
Puppentheater, Wolfsfütterung, mittelalterliches Klosterfest & andere Veranstaltungen - Der Karfreitag 2011 im Barnim auf Google Plus teilen

Ähnliche Artikel:

4 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Schade, daß der ansonsten so sensible und meinungsstarke Blog an dieser Stelle so weit unter Niveau bleibt.!
    Der Karfreitag erinnert nicht einfach an ein Menschenschicksal vor 2000 Jahren, sondern reflektiert den Stellenwert menschlicher Leid- und Schulderfahrung. (vgl. dazu meinen Kommentar „Moment mal“ in der MOZ vom Freitag- hier zur Kenntnis für alle, die keine MOZ lesen:

    „Aua“! – sagt meine kleine Tochter – „das ziept!“ Wir sind beim Haare Kämmen. Die Bürste steckt immer wieder fest. „Wenn wir nicht durchkommen wird’s schlimmer!“, sage ich. „Das muß man aushalten!“ Doch meine etwas genervte Ansage hilft nicht, im Gegenteil. „Das tut weh!“, erklärt sie entschlossen und windet sich aus meinem Griff. „Ich will nich‘ kämmen!“ Was nun? „Also gut“, sage ich, „hier ist die Bürste, mach‘s bitte selber! Ohne gekämmte Haare gehen wir nicht aus dem Haus!“ Und tatsächlich: Sie nimmt die Bürste und beginnt, selbst zu kämmen, verzieht ein paar Mal schmerzhaft die Miene, aber am Ende kann ich den Zopf fertigmachen. Ob es nun weniger weh getan hat? Vielleicht. Ich glaube, wichtiger war, daß sie selbst entscheiden konnte. Denn: Schmerz ist niemals objektiv. Wenn ich einen Sinn sehe, kann ich mehr aushalten. Ärzte und Seelsorger kennen das: Die einen sind geduldig und opferbereit, sie suchen sich Unterstützung, nehmen den Kampf gegen eine Krankheit oder eine Krise auf. Andere klagen schon bei geringstem Anlaß, schließen sich ab, sind niedergeschlagen und geraten in Verzweiflung. Das wiederum verstärkt die Schmerzen. Ein Teufelskreis! Karfreitag, der Todestag Jesu zeigt ein anderes Bild: Jesus nimmt den Weg zum Kreuz als seinen Weg an: „Herr, nicht mein, sondern dein Wille geschehe!“ Das Ende vor Augen wagt er dennoch den Ausstieg aus dem Kreislauf von Klage, Ohnmacht und Angst. Gott geht den Weg des leidenden Menschen mit und hilft zu einem erlösenden Umgang mit Krisen, Schicksalsschlägen und Tod. Erlösung ist für mich genau diese Trendumkehr: Weg vom Ohnmachtsgefälle, hin zur selbstbestimmten Annahme des Unvermeidlichen. Das Urbild dieser Trendwende ist das Kreuz. Deshalb gehört es für mich auch in Klassenzimmer und Gerichtssäle, in Parlamentsräume und Krankenhäuser. Wo das Kreuz fehlt, verkünden die leeren Wände nur die genervte Ansage: da mußt du durch! Und das ist weder tröstlich noch heilsam.
    Besinnliche Feiertage wünscht: Hagen Kühne, Pastor der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal.

  2. @Hagen Kühne:
    Vielleicht sollte man Veranstaltungshinweise stärker vom christlichen Glauben abtrennen. Wär aber eigentlich schade.
    Ungeachtet dessen haben wir uns vor ca. 13 Jahren in Krakau nicht einfach sinnlos betrunken sondern waren auf Tour mit 2 Jugendkreisen der Berliner Stadtmisssion. Unser „selbstgestrickter“ Ostergottesdienst auf einem Hügel war schlicht der Hammer (auch wenn viel gelacht wurde).
    Wenn Sie demnächst mal unseren Kreisjugendpfarrer (diese Karriere zeichnete sich damals allerdings noch nicht so wirklich ab) treffen könne Sie ihn ja mal auf diese Erfahrung ansprechen. Meiner Erinnerung nach war er dabei.

  3. Ich persönlich wäre gerne am Karfreitag in die Marienkirche Bernau zum Gottesdienst gegangen. Es wurden einzelne Choräle aus der Johannespassion dort noch einmal vorgetragen, die am vergangenen Sonntag so hervorragend in der Marienkirche aufgeführt wurde (da konnte ich leider auch nicht kommen, da ich verreist war). Mich persönlich spricht so herrlicher Kirchengesang besonders an, da fühle ich mich aufgehoben und näher bei Gott.
    Für alle, die gerne eine Kirche besuchen wollen, empfehle ich die klitzekleine Waldkirche in Alt-Placht. Dem Himmel so nah!