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Fukushima – Aus aktuellem Anlass die Erste Allgemeine Verunsicherung: Burli

Im Jahr 1988 begegnete die Erste Allgemeine Verunsicherung der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und ihren Folgen mit bitterbösem schwarzem Humor. Daraus entstand des Lied „Burli:.Zweifelsohne eine „besondere Art“ der Unglücksbewältigung und des Wachrüttelns der Menschheit und sicherlich nicht jedermann (und -fraus) Geschmack!
Zum Skandal um das Lied kam es schließlich im Februar 1988, als der Radiosender Bayern 3 der EAV behindertenbeleidigende Aussagen unterstellte. In der Folge wurde das Lied in der gesamten Bundesrepublik praktisch nicht mehr im Radio gespielt.

Doch was ist eigentlich wirklich geschmacklos, skandalös, unverantwortlich und ein Verbrechen an der Erde? Das Schreiben und die Aufführung eines solch rüden Liedes oder das „Weiter so“ in der Atompolitik?
Ich bin mir sicher: Auch nach dem sich abzeichnenden Super-Gau im japanischen Fukushima wird keine Änderung in der weltweiten Atompolitik zu erwarten sein.
Wir werden es nicht schaffen, zu überzeugen, dass eine solche Technologie unabschätzbare Risiken birgt und von Menschen nicht beherrschbar ist.
Mit gewissen Zeitabstand werden Atom-Unglücke und deren Folgen relativiert. Die Zeit lässt vergessen und die Menschen fallen in ihren alten Trott zurück.

Von einem Super-Gau zum nächsten, und so weiter und so fort….

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Dr. Andreas Steiner, Diplom-Geograph und Waldökologe, lebt seit 1999 im Barnim. Als Fachgutachter ist er bei einem Projektträger des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in Berlin beschäftigt, der innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte von klein- und mittelständischen Unternehmen im Bereich Technologie betreut. Seit mehr als 10 Jahren engagiert sich der Querdenker und -tuer ehrenamtlich in der Umwelt- und Sozialpolitik.
Im Rahmen der Brandenburger Kommunalwahlen 2008 wurde er als Parteiloser für Bündnis 90/Die Grünen in die Eberswalder Stadtverordnetenversammlung gewählt. Ende 2011 musste er aufgrund eines Wohnsitzwechsels dieses Mandat niederlegen. Derzeit gehört er der Gemeindevertretung Schorfheide an und ist Vorsitzender der Fraktion Freie Wähler/Bürgergemeinschaft Kommunalabgaben (BKB).
Steiner hat Mitgliedschaften der GRÜNEn LIGA Brandenburg und der NaturFreunde Oberbarnim-Oderland. Seine Hobbys sind Wandern, Radfahren, Schwimmen, Saunieren, Kochen – und natürlich der ehrenamtliche Journalismus, insbesondere wenn es um die Behandlung kritischer und brisanter Themen geht.
Folgenden Leitspruch eines großen deutschen Gewerkschafters hat er sich zum Lebensmotto gemacht: „Nicht Ruhe, nicht Unterwürfigkeit gegenüber der Obrigkeit ist die erste Bürgerpflicht, sondern Kritik und ständige demokratische Wachsamkeit“ (Otto Brenner, 1968).

2 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Es ist einfach unglaublich was gerade passiert, wenn man sich in die Lage der Menschen versetzen will, merkt man dass dies garnicht geht, da teilweise einfach ganze Familien und Menschenmassen verschwunden sind.

    Japan ist wirklich dreifach gestraft mit den Katastrophen die sich in Japan abspielen.

  2. Es ist nicht nur eine Umweltkatastrophe, sondern auch eine riesige, andauernde menschliche Tragödie in Fukushima: Schon seit Wochen werden hier Arbeiter im wahrsten Sinne des Wortes „verheizt“, um die Ausbreitung von radioaktivem Material zu verzögern.
    Wer eine Stunde lang einer Strahlung von 1000 Milisievert (= 1 Sievert) ausgesetzt ist, bei dem steigt das Risiko an Krebs zu erkranken statistisch betrachtet um 10 %! Dies sagt das Bundesamts für Strahlenschutz. Die Werte um das Kernkraftwerk herum sind weitaus höher. Bei einer mehrstündigen Belastung drohe die Strahlenkrankheit – etwa mit Erbrechen, Übelkeit und Haarausfall als ersten Symptomen.

    Jetzt lockt der Betreiber Tepco in seinem verzweifelten Kampf gegen den Super-GAU die Arbeiter mit umgerechnet 3500 Euro pro Schicht, berichten japanische Zeitungen.