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Bernauer stehen zu „ihrer“ Großbäckerei

Die Lieken AG plant, zum 30. April 2011 die Großbäckerei Bernau zu schließen. Diese Schließung würde für ca. 200 Mitarbeiter den Verlust ihres Arbeitsplatzes bedeuten und hätte für Bernau und den Landkreis Barnim katastrophale Auswirkungen. Denn die Lieken AG ist hier der größte private Arbeitgeber.

Die betroffenen Arbeitnehmer und eine Vielzahl Bernauer machten heute am Vormittag des 10. März mit einer Protestaktion vor dem Werksgelände auf die Situation aufmerksam. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten betonte dabei, dass diese Demonstration erst der Anfang einer Aktionsstafette ist. Gegen Mittag wurde der Brandenburger Arbeitsminister Günter Baaske (SPD) vor der Großbäckerei erwartet.

Im ungewohnten T-Shirt der Gewerkschaft NGG war auch Hubert Handke vor Ort. Der Bernauer Bürgermeister forderte von der Konzernmutter Barilla: „Die Großbäckerei muss erhalten bleiben !“

Der Schließungsbeschluss zeugt von einer wenig zukunftsorientierten Firmenpolitik des Lieken-Vorstandes. einzig zum Zwecke vermeintlicher, kurzfristiger Gewinne. Es ist nicht zu begreifen, dass ein Markt wie Berlin und Brandenburg mit mehr 5 Millionen potentiellen Kunden, der zudem noch direkt vor der Haustür der Großbäckerei Bernau liegt, jetzt von wesentlich entfernteren Produktionsstandorten beliefert werden soll.

Bernauer stehen zu
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Dr. Valentin ist ursprünglich Schönower, lebte aber 31 Jahre in Berlin, bevor er 1996 wieder in sein Heimatdorf zog und sich seitdem über die Kommunalpolitik wundert. Er ist promovierter Diplom-Ingenieur und betreibt eine kleine Firma mit dem Schwerpunkt Im- und Export von Medizintechnik für den operierenden Augen- und HNO-Arzt. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne. Sein allergrößtes Hobby ist zur Zeit sein privater Blog, über den er sich in fast jeder freien Minute Gedanken zur Themenauswahl macht. Im Urlaub und an den Wochenenden im Sommer findet man ihn meist mit dem Canadier auf den Brandenburger und Mecklenburger Gewässern. Wenn er in seiner restlichen Freizeit nicht mit seiner Frau und dem Hund lange Spaziergänge unternimmt, liest er sehr gern und hört fast alle Arten von Musik – von heavy metal bis Bach.

2 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Die Demo war und ist gut und sicher ein erstes richtiges Signal. Dabei sollte es aber nicht bleiben!
    Nun sollten die kommunalen Veraantwortungsträger und die Landespolitiker jedenfalls das Gespräch mit Lieken suchen und versuchen, das Ding noch zu drehen. Herr Handke sollte zusammen mit dem Landrat als dem „Herr der kommunalen Wirtschaftsförderung“, mit Herrn Baaske und der SPD und mit „unserem“ Bernauer Wirtschaftsminister der „Linken“ zusammen um ein Gespräch bei Lieken nachsuchen und die Vorteile des Bernauer Standortes verdeutlichen. Auch sollte man versuchen, ökonomische und stadtplanerische Alternativen für die Nutzung der zu erwartenden Brache mitten in der Stadt zu entwickeln und andere potentielle Investoren versuchen anzusprechen.

  2. So, das war‘ s. Nach 35 Jahren geht das Licht aus! Es ist eine Schande, wie in diesem Land mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern umgegangen wird. Den Barilla-Konzern wird man sich merken müssen. Noch gibt es Nudeln aus dem Möwe -Werk in Waren/Müritz. Noch: Denn Möwe gehört zu Birkel und Birkel gehört seit 2007 einem spanischen Konzern. Schöne neue Welt.