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Eindrucksvoller Feldversuch unter der 220-kV-Freileitung in Finow-Ost

Einen eindrucksvollen Feldversuch präsentierte die Bürgerinitiative „Biosphäre unter Strom – keine Freileitung durchs Reservat“, am 3.3.2011 in Finow-Ost bei Eintritt der Dunkelheit, indem sie handelsübliche Leuchtstffröhren von 58 Watt allein dadurch leuchten ließ, indem diese in das elektrische Feld der 220-kV-Freileitung eingebracht wurden.

BI-Aktion unter der 220-kV-Freileitung

Leuchtstoffröhren im elektrischen Feld der Freileitung leuchten

Schutz gegen dieses elektrische Feld würde eine Erdverkabelung gewähren, darauf hat Dr. Oberfeld hingewiesen, der ein umweltmedizinisches Gutachten im Auftrag der Kommunen und der BI erstellt hat. Doch der Projektant, 50 Herz Transmission, will davon nichts wissen. Hier ignoriert man die gesundheitlichen Risiken, die von den elektrischen und magnetischen Feldern ausgehen.

Die BI wollte mit diesem Feldversuch die Stärke der elektrischen und magnetischen Felder, die von Höchstspannungsfreileitungen ausgehen, ins öffentliche Bewußtsein heben und damit zugleich für Unterstützung des von den Bündnisgrünen und der FDP eingebrachten Brandenburgischen Erdkabelgesetzes werben.

Gunnar Hemme der Sprecher der BI konnte zu Beginn der Aktion die Landtagsabgeordneten Axel Vogel (Grüne), Gregor Beyer (FDP),  Michael Luthardt (die Linke) und den Stadtverordneten von Eberswalde Albrecht Triller (Bündnis für ein demokratisches Eberswalde) begrüßen, die seit Anfang an den Kampf gegen die „Uckermarkleitung“ , die auf der Trasse der 220-kV-Freileitung durch Eberswalde geführt werden soll, unterstützen.

Nach diesem erfolgreichen „Vorglühen“ sollte die Gesetzgebungsmaschine an Fahrt gewinnen und sicher durchs Ziel kommen. Schön wäre es, wenn sich die SPD im Gesetzgebunsgverfahren konstruktiv verhalten und nicht auf die Koalitionsvereinbarung pochen würde, in der von einem Erdkabelgesetz leider nichts zu lesen ist, was seinerzeit schon von der BI scharf  kritisiert wurde.(Vgl. Blog Eintrag vom 5. 11.2009)

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Hartmut Lindner lebt als (Un)Ruheständler in Berlin und Senftenhütte. Bis 2006 arbeitete er als Lehrer für Deutsch, Geschichte und Politische Weltkunde in Berlin. 1993 kam er als Wochenendler nach Senftenhütte, einem idyllischen Ort auf dem Endmoränenbogen. Er engagiert sich in der Bürgerinitiative Biosphäre unter Strom - keine Freileitung durchs Reservat und lokalen Initiativen, vor allem dem Keramikhütte e.V. in Senftenhütte und ist seit Jahren begeisterter Leser der Barnimer Bürgerpost.

2 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Die Bürgerinitiative hat am 10.3. im Görlsdorfer Forst an der Verbinungsstraße Görlsdorf – Parlow unter der 220-kV-Freileitung den Versuch wiederholt. Es war wieder ein faszinierendes Erlebnis,
    als die Leuchtstoffröhren zu leuchten begannen.
    Naäheres dazu im Uckermark Anzeiger vom 15.3.2011 (Lokalteil der MOZ für die Uckermark)