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Vorglühen für ein Erdkabelgesetz

So die Überschrift der jüngsten Presseerklärung der Bürgerinitiative „Biosphäre unter Strom – keine Freileitung durchs Reservat“, mit der die BI für ihre Aktion in Eberswalde am kommenden Donnerstag, 3.3.2011 um 18.30 Uhr unter der 220-kV-Freileitung im Ortsteil Finow-Ost an der Ecke Kopernikusring / Fritz-Weineck-Str. mobilisiert.

Die BI veranstaltet „einen öffentlichen Feldversuch, um die elektrischen und magnetischenFelder, die von der Höchstspannungsleitung ausgehen, sichtbar zu machen.“

Dabei will die BI zeigen, „dass diese Felder immerhin so stark sind, dass sie eine handelsübliche Leuchtstoffröhre zum Leuchten bringen. Die Freileitung wird im Licht ihrer eigenen elektrischen und magnetischen Felder erstrahlen.“

Die Freileitung strahlt

und stehst Du drunter,

wird die Leuchtstoffröhre munter. (P.Böckelmann)

Damit möchte die BI auf die aktuelle Diskussion eines Brandenburgischen Erdkabelgesetzes im Landtag hinweisen (vgl. bar-blog vom 10.2. und 20.2.2011) und daran erinnern, dass im laufenden Planfeststellungsverfahren für die „Uckermarkleitung“, die das Biosphärenreservat und Eberswalde quert, viele kommunalen Parlamente und auch die Stadt Eberswalde eine Erdverkabelung der „Uckermarkleitung“ fordern. Ein Brandenburgisches Erdkabelgesetz wäre ein wichtiger Schritt zur Realisierung dieser Forderung.

Alle intressierten Bürger sind eingeladen, Zeugen dieses Feldversuchs zu sein.

Nicht über unsere Köpfe – keine Freileitung durchs Reservat und Wohngebiete!

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Veröffentlicht von

Hartmut Lindner lebt als (Un)Ruheständler in Berlin und Senftenhütte. Bis 2006 arbeitete er als Lehrer für Deutsch, Geschichte und Politische Weltkunde in Berlin. 1993 kam er als Wochenendler nach Senftenhütte, einem idyllischen Ort auf dem Endmoränenbogen. Er engagiert sich in der Bürgerinitiative Biosphäre unter Strom - keine Freileitung durchs Reservat und lokalen Initiativen, vor allem dem Keramikhütte e.V. in Senftenhütte und ist seit Jahren begeisterter Leser der Barnimer Bürgerpost.

10 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Lieber Hartmut,
    wo ward Ihr denn alle?
    Treffpunkt unter der 220-kV-Freileitung im Ortsteil Finow-Ost an der Ecke Kopernikusring / Fritz-Weineck-Str. 3.3.2011 um 18.30 Uhr war keiner von der BI. Carsten Zinn war da und einige Bürger.
    Haben wir uns da missverstanden?

  2. Lieber Andreas!

    Schade, dass wir uns verfehlt haben. Das Gelände unter der Freileitung, der Garagenkomplex ist etwas unübersichtlich. Wir waren aber bis ca. 19.30 da und haben die Leuchtstoffröhren leuchten lassen.
    Es war sehr eindrucksvoll.
    Hartmut

  3. Sorry, Hartmut, das war aber nicht der oben angegebene Treffpunkt!
    Warum habt Ihr in der Einladung nicht „Garagenkomplex“ geschrieben?
    Haben Euch einige Leute trotzdem gefunden – und wenn ja, wie viele? Wie war die Resonanz? War die Presse auch da?

  4. Hallo Andreas!
    In der MOZ von heute findest Du ein eindrucksvolles Bild und einen ausführlichen Bericht. (Leider kann ich IT-ungeschult den Link nicht setzen.)

  5. @Hartmut
    Bislang konnte ich zur Veranstaltung auf der MOZ-Homepage noch keinen veröffentlichten Artikel finden. Wenn dieser dort eingestellt wird, werde ich den Link setzen.

  6. Nun ist der Artikel Strahlung und Wut liegen in der Luft auf der MOZ-Homepage veröffentlicht worden:

    Darin heißt es:
    […] Es ist gerade dunkel geworden, als eine Gruppe von etwa 30 Personen am frühen Donnerstagabend mit Leuchtstoffröhren in den Händen am Wohngebiet Finow-Ost zur überirdischen Freileitung geht. Ein paar Schritte noch, bis die Gruppe genau unter den gespannten Kabeln steht, da beginnt plötzlich die erste Röhre zu leuchten. Staunende Blicke: „Das funktioniert ja wirklich!“, sagt einer. Es dauert nicht lange, bis alle Röhren fahl in der Dunkelheit schimmern. So stark sind die elektromagnetischen Felder, die von den Kabeln ausgehen, dass die Röhren wie von magischer Hand zu leuchten beginnen. […]

  7. Dauerstrahlung ist sicherlich erst r i c h t i g gesund… Es wird sich gegen ausreichend cash mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit irgend ein Institut finden, dass die Dauerbelastung mit elektromagnetischer Strahlenbelastung in Wohngebieten für unbedenklich und die Sorgen der Menschen zu Hirngespinsten erklärt.

  8. Th. Dyhr!
    Natürlich gibt es solche Institute. Man muss nur in die
    Planungsunterlagen von VattenFall/50 Hertz Transmission schauen, da findet man die Gutachten, die der Trasse die gesundheitliche Unbedenklichkeit attestieren. Sie haben leider mehrere Haken.
    Zum einen gehen sie von einer Betriebsstromstärke der Leitung von 1360 A aus, während nach DIN die Betriebsstromstärke für die verwendeten Kabel bei mehr als 2500 A liegt. Ferner wird bei der Querung Eberswaldes (und Senftenhüttes) der in den Gutachten und Planungsunterlagen garantierte Mindestabstand von 200 m nicht eingehalten.
    Alle diese Widersprüche sind von uns im Planfeststellungsverfahren in vielen Einwendungen thematisiert worden.
    Aber aus Sicht der 50 Hertz Transmission natürlich völlig unerheblich.
    Die Gutachterin, die im September bei der Anhörung in der Angermünder Klosterkirche persönlich erschienen ist, hat sich nicht entblödet zu verkünden, sie wohne seit Jahren glücklich unter einer Freileitung. Da konnte man nur noch applaudieren.

  9. @Hartmut Lindner:
    …Das ist doch schön für ihre Umwelt. Die Frau hat stets Lebensenergie und strahlt ihre Umgebung an…
    [Sarkasmus Aus]

    Vielleicht strahlt sie über das Bare, dass sie für ihren Auftritt bekam…

  10. Es ist ja insgesamt ein strahlendes Gewerbe, das sie ausüben, die Leute von der Energiebranche.
    Immer habe ich Neldners strahlendes Lächeln vor Augen, als uns in der Angermünder Klosterkirche bei der Anhörung erklärte: „Ich liebe Freileitungen! Ich habe mein Leben lang Freileitungen gebaut.“
    Natürlich lebt auch dieser Mann glücklich unter einer Hochspannungsleitung. Neldner ist der technische Direktor von 50 Hertz Transmission. Ihm sind die
    380-kV-Freileitungenzu schwach. Er schwärmt von richtig starken Leitungen in Sibirien mit 1000 kV und mehr. Da ist im überregulierten Deutschland ja nicht daran zu denken, da bekommt man so etwas ja niemals genehmigt. Mir kommen die Tränen.