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Alleenschutz und Biotopholzerhalt vs Verkehrssicherungspflicht? – Grüner Bürgerstammtisch am 25. Februar 2011 in Panketal

Bäume sind auch im absterbenden Zustand ein echter Gewinn für die Umwelt und bieten vielfältige Lebensräume für unzählige Tier- und Pflanzenarten. Wie aber sieht es mit dem Erhalt an öffentlichen Straßen aus? Biotopholz kontra Verkehrssicherungspflicht – Was ist im Sinne des Alleenschutzes machbar und wünschenswert?

Im Rahmen unseres Bürgerstammtisches wollen wir, die Bündnisgrünen im Niederbarnim, dieses Thema am 25.02.2011 mit interessierten Bürgern und Experten diskutieren.
Zu Gast ist u.a. Dr. Georg Möller (Experte für holzbewohnende Insekten und Waldökologie).

Die Veranstaltung beginnt  wie immer um 19:30 Uhr in „Leos Restauration“ (Schönower Str. 59, 16341 Panketal).

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2 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Leider kann ich aus terminlichen Gründen nicht an der Veranstaltung teilnehmen. Nichtsdestotrotz wünsche ich Euch viel Erfolg, ein Ergebnis zu erarbeiten, welches zu tragfähigen Lösungen führt.

    Heutzutage steht die Verkehrssicherungspflicht über allen Dingen, der sich der Baumschutz unterzuordnen hat. Daran ist nicht zu rütteln und erst einmal nichts zu kritisieren. Denn hier geht es schließlich um den Schutz von Leib, Leben und Sache, der dem Baumschutz vorangeht.

    Schlimm wird es aber, wenn die Verkehrssicherungspflicht zum Totschlagargument verkommt und somit der Baumschutz ausgehöhlt wird. Das ist vielerorts der Fall. Wenn Bäume von behördlicher Seite beseitigt werden sollen, findet sich immer ein Gutachter, der zum bezahlten Erfüllungsgehilfen wird. Zumal für den Baumsachverständigen die Erteilung der Empfehlung, einen Baum zu fällen, per se erst einmal einfacher ist, als diesem eine ausreichende Standfestigkeit und Bruchsicherheit zu attestieren. Denn im zweiten Fall ist der Gutachter haftbar zu machen, wenn Schäden vom besagten Baum ausgehen. Welcher Baumsachverständige ist bereit, sich einem solchen, ständigen Risiko auszusetzen?

    Der ökologische und landschaftskulturelle Wert einer Allee wächst generell mit dem Alter der Bäume. Doch gerade damit kommt es zu Konfliktsituationen zwischen dem Baumschutz und der Verkehrssicherung. Hinzu kommt, dass alte Bäume im öffentlichen Raum regelmäßigem Pflegeaufwand unterliegen, man jedoch immer weniger bereit ist, diese Kosten – insbesondere vor dem Hintergrund schrumpfender öffentliche Kassen – aufzubringen.

    Hieraus ergibt sich, dass man zukünftig Alleen an Straßen wohl nicht mehr alt lassen werden wird (zumal sie aufgrund zunehmenden Streusalzeinsatzes wahrscheinlich auch kein hohes Alter mehr erreichen werden). Und da kommt wieder der „böse“ Gutachter zum Einsatz.

    Uns allen ist bewusst, dass alte Bäume in der freien Landschaft einen enormen Wert haben, sowohl aus ökologischer Sicht (Artenvielfalt), aus Gründen der Landschaftsästhetik und des Mikroklimas (Luftfeuchte, Staub-, Schadstoff- und CO2-Bindung) etc. etc.. Welche Alternativen gibt es also, wenn heutzutage alten Bäume an Straßen droht, keine große Zukunft mehr zu haben?

    Ich plädiere dafür, landesweite Förderprogramme aufzulegen, um jenseits der „baumfeindlichen“ Verkehrsräume einen effektiven und nachhaltigen Baumschutz zu praktizieren.

    Vielerorts in Brandenburg ist die Landschaft ausgeräumt und es finden sich große Schläge. Mit Landwirten könnten Kooperationen initiiert werden, um an Feldwegen Alleen bzw. Hecken (bestehend aus Gebüschen und alten Bäumen im Wechsel) zu etablieren. Auch Solitärbaume in der Landschaft wären förderungswürdig. Bäume und Baumreihen, die woanders der Verkehrssicherung unterliegen, könnten hier alt werden und „in Würde“ zusammenbrechen.
    Ein sehr positives Beispiel diesbezüglich ist für mich eine alte Hecke entlang eines Feldweges, der sich von der Rüdnitzer Allee (L 29) durch ein großes Feld bis nach Grüntal zieht. Im Übrigen durchaus ein Exkursionsziel, welches man mit Interessenten im Frühjahr ansteuern könnte (mit Georg Möller war ich schon dort).

    Ein solches „Landschaftsentwicklungsprogramm“ wäre nicht zuletzt aus ökologischer und landschaftskultureller Sicht vorbildhaft; es würde vor allem der Förderung des vielbeschworenen brandenburgischen naturnahen Tourismus dienlich sein.

    Ich bitte Euch, diese Gedanken mit in die Sitzung zu nehmen.

  2. Lieber Stefan,
    könntest Du vielleicht bitte mal kurz zusammenfassen, zu welche Ergebnissen die Veranstaltung gekommen ist? Würde mich (und sicherlich auch einige andere Leserinnen und Leser brennend interessieren) weil ich daran leider nicht teilnehmen konnte.