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S-Bahn Belegschaft fordert Sofort-Plan zur dauerhaften Stabilisierung der Berliner S-Bahn

Tausende von Berufspendlern aus dem Barnim und anderen benachbarten Landkreisen machen sich tagtäglich auf dem Weg zu ihrem Arbeitsplatz in die Hauptstadt. Die meisten von ihnen sind durch die Unzuverlässigkeit der Berliner S-Bahn betroffen, nehmen Ausfälle, längere Fahrtzeiten und damit Arbeits- und Freizeitverluste in Kauf, die sie von der S-Bahn Berlin GmbH, einer 100-prozentige Tochtergesellschaft der DB Regio AG, nicht in adäquater Weise entschädigt bekommen.
Zu diesen Betroffenen zähle ich auch.
Vor diesem Hinterfrund sind die so genannten Entschuldigungsleistungen“ der S-Bahn für ÖPNV-Nutzer“ geradezu ein Witz!

Jetzt hat sich der Betriebsrat der Berliner S-Bahn in einem Brief an Bundeskanzlerin Merkel gewendet. Darin wird eindringlich auf die Dramatik der Situation hingewiesen, Verantwortlichkeiten zugeteilt und in konsequenter Weise Sofort-Maßnahmen zur schnellstmöglichen Lösung des Problems gestellt.
Wie ich meine, hat man damit den Nagel gut auf dem Kopf getroffen:

S-Bahn Belegschaft fordert einen Sofort-Plan zur dauerhaften Stabilisierung der Berliner S-Bahn

Angesichts der erneut chaotischen Zustände bei der Berliner S-Bahn fordert der Betriebsrat im Namen der Mitarbeiter der Berlin S-Bahn die politisch Verantwortlichen, die Bundesregierung und die Bundeskanzlerin, Angela Merkel, auf, endlich die notwendigen Konsequenzen aus dem S-Bahn-Chaos zu ziehen. „Es muss sofort Schluss sein mit der systematischen Zerstörung der Berliner S-Bahn! Es muss Schluss sein damit, dass sich die Verantwortlichen auf allen Ebenen gegenseitig den Spiegel des Desasters vorhalten – wie Hohn wirkt das auf die Bürger Berlins und die Belegschaft. Praktisch ist ihre Politik bisher: „Nichts verändern und den Verfall weiter fortwirken lassen“, so Volker Hoffmann, Vorsitzender des Betriebsrates der S-Bahn Berlin GmbH.
Es ist verständlich, dass der Berliner Senat weitere Millionen für die S-Bahn kürzen will, schließlich hat diese den bestehenden Vertrag immer wieder erheblich verletzt. Dennoch: durch diese Kürzungen fährt nicht eine S-Bahn mehr und keine einzige Weichenheizung wird dadurch repariert. Die Kürzungen ändern nichts an der grundsätzlichen Misere. Als verantwortliche Landespolitiker sind Berliner Senat und Brandenburger Landesregierung aufgerufen, sich auch gegenüber der Bundesregierung mit Nachdruck für die Interessen ihrer Bürger und ihr Grundrecht auf Mobilität einzusetzen.
„100-Prozent S-Bahn, das war, ist und bleibt unsere zentrale Forderung. Die uneingeschränkte Einhaltung der Sicherheitsstandards und auch die langfristige Instandhaltung der Fahrzeuge muss oberste Priorität haben. Dazu ist sowohl eine ausreichende personelle Ausstattung als auch die erforderliche Infrastruktur vorzuhalten.“
Es wird zurzeit wieder viel geredet. Lautstark werden je nach Couleur, Re-Kommunalisierung oder Ausschreibung gefordert. All das ist reiner Populismus und zeugt bestenfalls von funktionierenden Reflexen der Politiker. Eine Ausschreibung liefert die S-Bahn nur weiter einem Dumping-Wettbewerb aus, der schon zu dem jetzigen Chaos geführt hat. Auch andere Betreiber wären der Gewinnmaximierung verpflichtet, niemand betreibt die S-Bahn aus Menschenfreundlichkeit. Die Deutsche Bahn investiert ihre Milliardengewinne, um sich weltweit als führender Mobilitäts- und Logistikdienstleister aufzustellen. „Wer in Asien Containerterminals betreibt, interessiert sich nicht dafür, ob eine S-Bahn nach Spandau fährt. Das Ergebnis können die Bevölkerung und tausende Eisenbahner täglich erleben.“
Die Bundesregierung ist verantwortlich für die Deutsche Bahn, für das Netz und auch für die S-Bahn. „Die Bundesregierung muss dafür Sorge tragen, dass die Bahn ihrer Aufgabe zur öffentlichen Daseinsvorsorge in unserem Land nachkommt“, so Volker Hoffmann. „Sie muss der DB AG den Auftrag für die Umsetzung der notwendigen Maßnahmen geben und die Finanzierung garantieren.“

Für Anfragen stehen wir unter der Telefonnummer (030) 29 74 39 07 oder per E-Mail unter
s-bahn-berlin-betriebsrat@deutschebahn.com zur Verfügung.

V.i.S.d.P.: Volker Hoffmann, Vorsitzender des Betriebsrates der S-Bahn Berlin GmbH
Funk: 0160-974 61259 E-Mail: Volker.Vo.Hoffmann@deutschebahn.com

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Dr. Andreas Steiner, Diplom-Geograph und Waldökologe, lebt seit 1999 im Barnim. Als Fachgutachter ist er bei einem Projektträger des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in Berlin beschäftigt, der innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte von klein- und mittelständischen Unternehmen im Bereich Technologie betreut. Seit mehr als 10 Jahren engagiert sich der Querdenker und -tuer ehrenamtlich in der Umwelt- und Sozialpolitik.
Im Rahmen der Brandenburger Kommunalwahlen 2008 wurde er als Parteiloser für Bündnis 90/Die Grünen in die Eberswalder Stadtverordnetenversammlung gewählt. Ende 2011 musste er aufgrund eines Wohnsitzwechsels dieses Mandat niederlegen. Derzeit gehört er der Gemeindevertretung Schorfheide an und ist Vorsitzender der Fraktion Freie Wähler/Bürgergemeinschaft Kommunalabgaben (BKB).
Steiner hat Mitgliedschaften der GRÜNEn LIGA Brandenburg und der NaturFreunde Oberbarnim-Oderland. Seine Hobbys sind Wandern, Radfahren, Schwimmen, Saunieren, Kochen – und natürlich der ehrenamtliche Journalismus, insbesondere wenn es um die Behandlung kritischer und brisanter Themen geht.
Folgenden Leitspruch eines großen deutschen Gewerkschafters hat er sich zum Lebensmotto gemacht: „Nicht Ruhe, nicht Unterwürfigkeit gegenüber der Obrigkeit ist die erste Bürgerpflicht, sondern Kritik und ständige demokratische Wachsamkeit“ (Otto Brenner, 1968).

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