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Zusätzlicher Beratungstag der Stasi-Unterlagenbehörde: Am 28 Januar 2011 im Bernauer Rathaus

Gastspielverlängerungen oder „Zusatzvorstellungen auf Grund des großen Erfolges“ kennt man ja eigentlich eher aus der Künstlerszene. In Bernau wurde der Infotag der Stasi-Unterlagenbehörde so rege nachgefragt, dass am 28.01.2011 zwischen 13:00 Uhr und 17:00 Uhr ein weiteres Beratungsangebot stattfindet. Die Märkische Oderzeitung schreibt heute:

„Um einen Antrag auf Akteneinsicht zu stellen, ist der Personalausweis mitzubringen. Gegebenenfalls kann auch ein Wiederholungsantrag gestellt werden, wenn der Erstantrag schon lange Jahre zurückliegt. Für spezifische Fragen nehmen sich die Mitarbeiter der Unterlagenbehörde Zeit und beraten Hilfesuchende. „

Wahrscheinlich werde ich mir diesmal die Zeit nehmen und mich zu besagter Zeit ins Rathaus (Bürgermeisterstraße 2) begeben. Ich konnte mir 1992 zwar schon einmal anschauen was so über meine Person zusammengeschnüffelt wurde, aber das ist immerhin fast 19 Jahre her.

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Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

2 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Lieber Stefan,
    dieser Artikel ist nun schon ein paar Tage online. Ich habe mit mir „gehadert“ ob ich einen Kommentar schreibe, obschon ich mir, wieder einmal, Kritik zuziehen werde. Was solls, unsere Freheit ist wichtiger.

    „Zusatzvorstellungen auf Grund der hohen Nachfrage“, klingt gut. Anscheinend ist auch über 20 Jahre nach dem Ende der SED-Herrschaft, und mit ihrem Ende auch das Ende des „Schild und Schwertes“ – Stasi, der Wunsch der Menschen ungebrochen, sich über sich selbst zu informieren. Was wurde über mich gesammelt und von wem, zu welchem Zweck. Welcher „Lump“ aus meinem Bekannten oder Verwandtenkreis, welcher Kollege oder Kollegin hat mich damals bespitzelt, verraten und verkauft? Warum durfte jemand nicht zur Beerdigung seiner Schwester nach Bochum? Warum wurde die Weihnachtspost zensiert? Warum durfte der Onkel die BILD Zeitung nicht mit rüberbringen? Persönliche Schicksale, manchmal sind sie geendet im Gefängsnis, manchmal im Tod.

    Viele beschäftigt das Thema weiterhin. Auch uns, als nachfolgende Generation, im Osten groß geworden, muss diese Geschichte bewegen. Und mich bewegt die Frage, hat Aufarbeitung auch im Barnim stattgefunden? Was macht der SED- oder Stasi-Chef von Bernau heute, und seine Stellvertreter? Was denken Sie heute über ihr „Wirken“?

    Es wäre an der Zeit, Einzelschicksale nicht nur fern aus Berlin darzustellen, nein, Bernauer und Barnimer Schicksale sollten den Menschen vor Augen geführt werden. Nicht um anzuprangern. Sondern um zu zeigen, dass Diktaturen nicht nur schriftliche Spuren hinterlassen, sondern auch Opfer die es überlebt haben, mit denen man sprechen kann, die ein Gesicht haben.

    Damit Diktatur in Deutschland NIE wieder eine Chance hat.

  2. Pingback: Zur Struktur der Staatssicherheit im Kreis Bernau – Von Stefan Stahlbaum