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Bescheidener Sinneswandel? – Die Märkische Oderzeitung und der „nicht mehr ganz so böse Wolf“

Das  Landwirtschafts-Lobbyisten und ihre „politischen Sprachrohre“ nach einer möglichst „gründlichen“ Dezimierung freilebender Tiere „krähen“ geschieht (nicht nur) in Brandenburg quasi alle paar Tage. Mal gönnt sich der Biber zu viel Mais, dann macht der böse Kormoran den Binnenfischern Konkurenz und wenn der Wolf  seiner Natur nachkommt ist der „Ofen  zähneknirschenden Toleranz“ gleich völlig aus.

Im Normalfall bläst die Märkische Oderzeitung das Jagdhorn kräftigt mit und bestärkt die Forderungen der „gefühlten Leserschaft“ mit disziplinierter Einseitigkeit. Auch der gestrige Beitrag „Landwirte bangen nach Wolfsangriffen um ihren Tierbestand“ konzentriert sich im Wesentlichen auf die Argumente wirtschaftlicher Interessenvertretung und Forderungen nach möglichst weitreichender aber vorraussetzungsarmer Entschädígung.

Eine Art „Lichtblick“ gibt es aber doch, denn Autor Andreas Wendt transportiert u.a. immerhin die Botschaft, dass auch die „Tierproduzenten eine Verantwortung tragen und Maßnahmen zum Schutz ihrer Bestände ergreifen müssen.Im Vergleich zur bisherigen, medialen Begleitung des Themas ist das allemal besser als nichts, wenn auch nicht mehr.

Bescheidener Sinneswandel? - Die Märkische Oderzeitung und der
Bescheidener Sinneswandel? - Die Märkische Oderzeitung und der
Bescheidener Sinneswandel? - Die Märkische Oderzeitung und der

Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

1 Kommentar » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. “Landwirte bangen nach Wolfsangriffen um ihren Tierbestand” konzentriert sich im Wesentlichen auf die Argumente wirtschaftlicher Interessenvertretung und Forderungen nach möglichst weitreichender aber vorraussetzungsarmer Entschädígung.
    Das finde ich ja immer so toll. Eine Branche die enorm von Transferleistungen profitiert (also auch von meinen Steuerzahlungen) – und dann noch so die Klappe aufreißen und das Hirn gleichzeitig ausschalten – gegen meine Interessen als Quasisponsor. Das ist keine Werbung für die Bauernzunft und zeigt, dass einige dieser „Vertreter“, die eigentlich wissen müssten, was Nachhaltigkeit ist, mitunter vernebelte Sinne haben. Hier gilt wohl immer noch kurzer Prozess, und schnelle Lösung. Würde man eine ähnliche Dankweise auf die bundesdeutsche Agrarindustrie anwenden, hätten wir schon längst keine mehr.