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Angermünde wird staatlich anerkannter Erholungsort. Wie paßt dazu die geplanten 380-kV-Freileitung, Herr Christoffers?

Presseerklärung der Bürgerinitiative “Biosphäre unter Strom – keine Freileitung durchs Reservat” und des gemeinnützigen Vereins “Wir in der Biosphäre” e.V. anläßlich des Besuchs des brandenburgischen Wirtschaftsministers Ralf Christoffers in Angermünde:

Wir nehmen die Überreichung der Urkunde mit der Anerkennung der Stadt Angermünde zum staatlich anerkannten Erholungsort durch den Wirtschaftsminister des Landes Brandenburg Ralf Christoffers zum Anlaß, auf die von 50 Hertz Transmission GmbH geplante 380-kV-Freileitung von Bertikow nach Neuenhagen und die Gefahren für die Entwicklung unserer Region, die von diesem Projekt ausgehen, hinzuweisen.

Wir fragen, weshalb das Wirtschaftsministerium die Vorzüge der Stadt Angermünde als staatlich anerkannten Erholungsort urkundlich beglaubigt , aber gleichzeitig nichts zum Schutz der Region und der Stadt vor den negativen Konsequenzen der geplanten 380-kV-Freileitung unternimmt.

Am 6. Dezember 2010 haben der Vorstand des Vereins “Wir in der Biosphäre” e.V., der Sprecher der Bürgerinitiative “Biosphäre unter Strom – keine Freileitung durchs Reservat” gemeinsam mit dem Rechtsanwalt Herrn Heinz einen Termin zur Akteneinsicht im Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe in Cottbus wahrgenommen.

Während der Auslegungsfrist im Planfeststellungsverfahren haben 1233 Einwohner von ihren Beteiligungsrechten Gebrauch gemacht und ihre Einwendungen gegen die Freileitungsplanung eingereicht.

70 Träger öffentlicher Belange, Städte und Gemeinden, Landkreise und Ämter, Natur- und Landschaftsschutzverbände haben gestützt auf vier Gutachten von hochkarätigen Experten (Prof. Jarass, Dr. Oberfeld, Dr. Henne, Dr. Flade) ihre Ablehnung der geplanten Freileitung in ausführlichen Stellungnahmen begründet.

Durch die geplante 380-kV-Freileitung wird das Landschaftsbild zerstört, werden die in den betroffenen drei großen Schutzgebieten und 24 tangierten Naturschutzgebieten wertvollen Vogelbestände gefährdet. Von den elektrischen und magnetischen Feldern der Freileitung gehen Gefahren für die Gesundheit der Anwohner aus.

Die Freileitung gefährdet aber auch die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region, für die der naturnahe Tourismus ein wichtiges Standbein ist.

Wir appellieren eindringlich an den Wirtschaftsminister, dessen Ministerium die Genehmigungsbehörde unterstellt ist, dafür zu sorgen, dass diese Freileitung nicht realisiert wird, weil die Notwendigkeit dieser Leitung in den Planungsunterlagen nicht nachgewiesen wurde, die Umweltverträglichkeitsprüfung negativ ausfallen muss und der Nachweis der Wirtschaftlichkeit nicht erbracht wurde.

Nicht über unsere Köpfe! Keine Freileitung durchs „Reservat“ und Wohngebiete!“

gez. G.Hemme, Sprecher der BI und Vorsitzender des WIB e.V.

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Veröffentlicht von

Hartmut Lindner lebt als (Un)Ruheständler in Berlin und Senftenhütte. Bis 2006 arbeitete er als Lehrer für Deutsch, Geschichte und Politische Weltkunde in Berlin. 1993 kam er als Wochenendler nach Senftenhütte, einem idyllischen Ort auf dem Endmoränenbogen. Er engagiert sich in der Bürgerinitiative Biosphäre unter Strom - keine Freileitung durchs Reservat und lokalen Initiativen, vor allem dem Keramikhütte e.V. in Senftenhütte und ist seit Jahren begeisterter Leser der Barnimer Bürgerpost.

4 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. zur frage von karl-heinz (k.-h. :-)) wenzlaff: die antwort erschließt sich aus dem text ganz oben über der presseerklärung, ich zitiere:“ Presseerklärung der Bürgerinitiative “Biosphäre unter Strom – keine Freileitung durchs Reservat” und des gemeinnützigen Vereins “Wir in der Biosphäre” e.V. anläßlich des Besuchs des brandenburgischen Wirtschaftsministers Ralf Christoffers in Angermünde“: bürgerinitiative = BI und: der gemeinnützigen Vereins “Wir in der Biosphäre” e.V. = WIB. aber ich muß sagen: ich bin selber mitglied im verein und hätte das „WIB“ auch nicht auf anhieb erkannt . . . danke für den hinweis! davon aber ganz abgesehen, lieber herr wetzlaff: wie fanden Sie denn die aktion, und wie gefällt Ihnen die aussicht auf die freileitung? gruß!

  2. @Peter Böckelmann: Ich bitte sehr darum, dass Sie meinen Namen nicht verschandeln. Ich heiße nicht „wetzlaff“. Solch einen Namen gibt es nicht.

    Zu Ihrer Frage: Wenn ich nicht mit den Zielen der Bürgerinitiative übereinstimmen würde, würde es hier auf meiner Homepage wohl nicht bereits fast 50 Artikel zum Thema Uckermarkleitung geben, oder? ;-)

    Meine Kritik richtete sich nicht an den Inhalt des Artikels, sondern an die Form. Eine 1:1 – Übernahme von „Pressemeldungen“ ist immer schlechter Stil und hat Nähe zur Propaganda. Und eine Verwendung von nicht erklärten Insider-Abkürzungen ist einfach schlechtes journalistisches Handwerk.

    Grüße aus dem verschneiten Barnim,

    Ihr Karl-Heinz Wenzlaff

  3. Lieber Karl-Heinz!
    Im Prinzip stimme ich Dir zu, wass die Übernahme von Presseerklärungen in den Barnimblog betrifft. Auch ich möchte nicht nur Presseerklärungen hier lesen.
    Weshalb habe ich sie dennoch eingestellt? Ich denke, dass der blog auch eine wichtige Dokumentarfunktion hat. So habe ich z.B. festgestellt, dass die Kritik am Koalitionsvertrag SPD/Linke, die ich gemeinsam mit Frank Adler für die BI formuliert hatte im Blog 1700 mal angeklickt wurde. Wie hätte ich die Leser anders erreichen können?
    Der Kampf um die 380-kV-Freileitung ist noch nicht entschieden, die Aktionen gehen weiter und ich bin dem Barnimblog dankbar, dass wir hier ein Forum haben, das wir für die Information der Bürger inkl. Mandatsträger nutzen können.
    Viele Grüße
    Hartmut