web analytics

Weihnachts-Interviews Teil 6 – Heute: Sabine Niels (Fürstenwalde)

Das Fürstenwalde nicht im Barnim liegt ist bekannt. Die Kreis- und Landtagsabgeordnete Sabine Niels fand hier auf dem Blog (abgesehen von ihren“ Zepernicker Wurzeln“) allerdings auch zu hiesigen Themen schon einige  Male Erwähnung. Die 3-fache, alleinerziehende Mutter ist studierte Sozialwissenschaftlerin und hat u.a. viele gute Argumente gegen die risiokoreiche CCS-Technologie „im Gepäck“. Hier ihre Antworten auf unsere Weihnachtsfragen.

Ist Weihnachten für Sie ein christliches Fest, eine Familienfeier, ein Segen für den Handel, irgendwas dazwischen oder noch ganz was Anderes?
Sabine Niels:

Als Protestantin ist Weihnachten für mich vor allem ein christliches Fest im Kreise der Familie. Geschenke gibt es auch. Doch wenn ich höre, dass die Deutschen ca. 290 Euro pro Person ausgeben, komme ich ins staunen. wir kommen mit 50€ pro Person aus.
Der besinnliche Geist der Adventszeit geht nach meinem Empfinden in der Dauerberieselung und dem Konsumrausch unter. Meine Einkäufe dauern unter zwei Stunden )

Wie wird ihr Weihnachtsbaum aussehen und woher holen sie ihn?
Sabine Niels:

Unsere Weihnachtsbäume* tragen traditionell echte Kerzen. Mittlerweile sind wir alle schon so groß, dass wir sehr gut aufpassen können. Als die Kinder noch im Krabbelalter waren, war ich beim Weihnachtsbaumbetrachten ganz schön angespannt.
Wir hängen nur ein paar Kugel dazu an den Baum, weil die nicht entflammen. Unser Motto: Weniger ist mehr. (* aus Weihnachtsbaumkulturen, die nach klaren, ökologisch ausgerichteten Regeln bewirtschaftet und mit FSC (Forest Stewardship Council) – Auszeichnung)

Ihr Festtagsmenü am Heiligen Abend?
Sabine Niels:

Wir sind wieder in Zepernick zu Gast.
Mein Vater bereitet Schlesische Bratwürste (in Butter gebraten), Kartoffelbrei und Sauerkraut zu. Ich werde das zum 37. mal essen und freue mich riesig darauf. Es ist dann auch meine 37. Bratwurst, denn ich mag die sonst gar nicht. Schmeckt mir nur am Heiligabend. Von Papa.

Was ist ihr größter, immaterieller Weihnachtswunsch?
Sabine Niels:

Der Klassiker: Weltfrieden. Ich bin damit groß geworden. Die Aktualität blieb leider.

Werden Sie in die Kirche gehen?
Sabine Niels:

Seit September üben wir im Kirchenchor für den 2. Advent. Wir freuen uns darauf unser Können zum Besten zu geben. Am Heiligen Abend feiern wir eine Mitternachtsmesse und singen auch am zweiten Weihnachtsfeiertag noch einmal. Ich bin froh so eingebunden zu sein.

Könnten Sie einen Prominenten zu ihrem persönlichen Weihnachtsmann erklären – Wer würde das sein und warum?
Sabine Niels:

Ich stelle mir den originalen Weihnachtsmann sehr gütig und freundlich vor.  Er soll endlich mal zu mir kommen.

Welcher Ort im Barnim ist , gerade zur Weihnachtszeit, ihrer Meinung nach besonders zauberhaft?
Sabine Niels:

Der Bernauer Markt mit seinem Weihnachtsschmuck gefällt mir sehr gut.

Was ist für Sie DAS Weihnachtslied schlechthin?
Sabine Niels:

„Lasst uns froh und munter sein“ ist toll: Wir spielen das in der Familienband: Saxofon, Klavier, Gitarre, Schlagzeug. „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ können wir auch schon alle spielen. Nächstes Jahr ist DAS Weihnachtslied sicher ein anderes. Habe bisher keinen Favoriten, Hauptsache selbst spielen. Dafür übe ich.

Haben Wende und/oder Wiedervereinigung die Kultur des Weihnachtsfestes verändert?
Sabine Niels:

Früher gab es den Konsumrausch ab September einfach nicht. Und im Fernsehen gab es „Zwischen Frühstück und Gänsebraten“. Die Sendung gefiel meinen Eltern und Großeltern. Ich mochte daran nur das Moderne Märchen von Jochen Petersdorf. Die Kultur des Weihnachtsfestes bei uns zu Hause hat sich ansonsten nicht im Zusammenhang mit der Wiedervereinigung verändert. Allgemeiner habe ich mich mit dem Thema gar nicht befasst.

An welches Weihnachtsgeschenk aus Ihrer Kindheit erinnern sie sich noch heute?
Sabine Niels:

An einen schönen großen Holzschlitten kann ich mich sehr gut erinnern. Da passte ich mit meiner Schwester drauf und saß wochenlang Probe. Wir wohnten in Berlin Prenzlauer Berg und ich musste in dem Jahr lange auf Schnee warten. Dann ging es den Teufelsberg hinab – herrlich.

Wir danken Sabine Niels für Text und Foto!

Morgen im Weihnachts-Interview: Helmut Zapf (Zepernick)

Weihnachts-Interviews Teil 6 - Heute: Sabine Niels (Fürstenwalde) auf Facebook teilen
Weihnachts-Interviews Teil 6 - Heute: Sabine Niels (Fürstenwalde) auf Twitter teilen
Weihnachts-Interviews Teil 6 - Heute: Sabine Niels (Fürstenwalde) auf Google Plus teilen

Ähnliche Artikel:

Kommentare sind geschlossen.