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Politikawards 2010 – Was sagt der Barnim?

Was Sängern und Schauspielern schon lange zuteil wird sollte den Akteuren der „politischen Bühne“ nicht auf Dauer verschlossen bleiben. So oder so ähnlich haben vielleicht die Macher des Fachmagazins „Politik und Kommunikation“ gedacht, als sie vor Jahren den „Politikaward“ ins Leben riefen.

In 2010 jedenfalls gewann gestern Lothar de Maiziere den Preis für sein Lebenswerk. Die Jury bewertete dabei besonders seine „Mitgestaltungsverdienste um die deutsche Wiedervereinigung“.
„Politikerin der Jahres“ wurde Hannelore Kraft. Die NRW-Cheffin folgt in dieser Funktion unmittelbar auf Karl-Theodor zu Guttenberg (das allein hätte mir übrigens gereicht, die genannte Ehrung abzulehnen). Nachwuchskraft Nummer 1 ist ein 30-jähriger Jung-CDUler namens Jens Spahn. Die Berliner Zeitung bezeichnete Spahn  heute übrigens  als

„wandelndes Beispiel dafür, dass der Politikbetrieb zumindest äußerlich flotter altern lässt als andere Berufe“.


Vielleicht käme das Ganze noch  „lustiger“, wären als Gegenentwurf auch „Politigitt-Awards“ verliehen worden. Mir würden da Kategorieren wie „Haushaltsloch des Jahres“ oder „maximale Transparenzlosigkeit“ vorschweben. Man kann aber offensichtlich nicht immer lachen.

In diesem Zusammenhang fragen wir:
Wer ist euer „Barnimer Politik-Star 2010“? Gibt es eine Sie oder einen Er, die/der mit  innovativen Ideen, Bürgernähe, Mut , Leidenschaft, Gradlinigkeit  oder anderen lobenswerten Eigenschaften überzeugt oder einfach eine Menge Positives geleistet hat?

Mal schauen, wenn ein paar Vorschläge zusammenkommen machen wir vielleicht ne Umfrage draus.

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Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

5 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Für mich wäre sicherlich Klaus Labod ein Kandidat für einen Preis, der kein Problem damit hat, als Einzelkämpfer in der Bernauer SVV gradlinig, unbequem und nicht korrumpierbar gegen den Strom schwimmend seine Auffassungen zu Gehör zu bringen, ohne den Boden der Sachlichkeit zu verlieren.
    Der aber auch, wenn er von einer Sache überzeugt ist, gegen alle Widerstände die zur Verfügung stehenden Mittel und Wege voll auszuschöpft.

  2. Wer sich ansieht, was das SPD-MdB Marco Bülow in seinem Buch „Wir Abnicker“ schreibt, dem wird, falls es ihm nicht auch so klar ist, sonnenklar, dass die uns vorgeführten Shooting-Stars der Politik ausnahmslos dem verlogenen kapitalhörigen Muster entsprechen müssen. Es findet eben eine Siebung von unten nach oben statt, und oben kommen nur die A*löcher an, die größten A*löcher.

    Wenn man Integrität sucht, dann muss man dort suchen, wo die offiziellen Scheinwerfer nicht hinleuchten. Ich hätte da einen Tipp: Die Journalistin Annika Joeres, klug, menschlich und integer.

    Googeln unter: ANNIKA JOERES BUNDESPRÄSIDENT und dann den ersten beitrag lesen, in dessen Überschrift das Wort A*loch vorkommt.

  3. Ich weiß, dass Vergleiche mit der DDR-Realität nicht opportun sind. Aber ich kann nichts dafür, dass mir bestimmte Situationen sehr bekannt vorkommen, quasi Déjà-vu- Erlebnisse. Dieses alberne Gedöns um Goldene Henne, Bambi, Politik-Award (wo kommt der her, warum heißt der nicht Politik-Preis, wenn er in Deutschland vergeben wird?) erinnert mich zunehmend an die Ordensverleihungen unter den Genossen des Politbüros. Der Genosse Honecker zeichnet den Genossen Mielke mit dem Orden Stern der Völkerfreundschaft aus, der Genosse Mielke zeichnet den Genossen Honecker mit dem Kampforden des MfS aus usw. Dazu kommt heute auch noch das Kriterium „wer hat ihn noch nicht“ ? Einen de Maizere wegen seiner “Mitgestaltungsverdienste um die deutsche Wiedervereinigung” auszuzeichnen verhöhnt alle diejenigen, die aufgrund dieser Mitgestaltungsverdienste jahrelang arbeitslos waren oder sind und die eine armselige Rente bekommen werden. Und das waren oder sind leider nicht nur Funktionäre. Eben weil nicht oder kaum mitgestaltet wurde.

    @Thomas Dyhr: Orden und Preise korrumpieren auch und sollen ruhig stellen (siehe Biermann) Aus diesem Grund sollte der von mir sehr geschätzte Klaus Labod lieber nicht ausgezeichnet werden und so bleiben, wie er ist ;-)