web analytics

Alleenschutz in Brandenburg: MdL Axel Vogel (Bündnis 90/Die Grünen) und Dr. Andreas Steiner reagieren auf Pressemitteilung des MdL Gregor Beyer (FDP)

Alleenschutz in Brandenburg nicht verwässern
Zu dem jüngsten Äußerungen des Barnimer Landtagsabgeordneten Gregor Beyer in der Presse nimmt der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Brandenburger Landtag Axel Vogel wie folgt Stellung:

„Die Behauptung, die Volksinitiative „Rettet Brandenburgs Alleen“ und die Fraktion der Grünen im Landtag würden eine Nachpflanzpflicht für gefällte Bäume an gleicher Stelle fordern, ist falsch. Die Forderung lautet vielmehr, dass jeder aufgrund der Verkehrssicherungspflicht gefällte Baum 1:1 durch einen neuen ersetzt werden muss. Dies soll verhindern, dass der Bestand an Alleebäume in Brandenburg in den kommenden Jahren drastisch reduziert wird. Der Ort der Pflanzung kann individuell bestimmt werden. Dabei können genauso gut neue Alleen angelegt wie größere Lücken in vitalen Alleen geschlossen werden.“

Der FDP Politiker Gregor Beyer hatte zuvor wiederholt behauptet, dass durch das Nachpflanzen von Bäumen eine Mischung der Altersstruktur in der Allee entstehen würde, die den Charakter der Alleen schaden könne. Er unterstützt den Plan der Landesregierung, die Anzahl der jährlich gepflanzten Alleebäume auf 5000 zu begrenzen. Weiterhin forderte er zur Finanzierung der Nachpflanzung Mittel aus Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen zu verwenden und lobte den Landkreis Barnim der ein Alleekonzept erstellt habe.

Axel Vogel betonte hingegen: „Die Zahl der neu zu pflanzenden Bäume muss der Zahl der gefällten Bäume entsprechen und darf nicht auf 5000 begrenzt werden. Die Finanzierung der Nachpflanzung der aufgrund von Verkehrssicherungsmaßnahmen gefällten Bäume muss weiterhin durch Mittel des Landesbetriebes Straßenwesen erfolgen. Lediglich die Fällung von Alleebäumen aus anderen Gründen, wie z.B. Baumaßnahmen, sei nach dem Prinzip Ausgleich und Ersatz zu behandeln. “

Der Eberswalder Stadtverordnete und Baumschützer Dr. Andreas Steiner erinnerte zudem noch einmal an die großen Konflikte im Landkreis Barnim beim Alleenschutz: „Nur zu gut erinnern sich die Barnimer noch an die wunderschöne Allee an der L 29 zwischen Rüdnitz und Danewitz, die der Landkreis Barnim 2007 fällen lassen wollte. Nur mit größter Anstrengung konnte diese unsinnige Naturzerstörung verhindert werden.“

Der Auffassung, das Nachpflanzungen den Charakter der Alleen gefährden könnten, widerspricht Steiner, der Mitbegründer der oben genannten Volksinitiative ist, vehement: „Die Forderung einer homogenen Altersstruktur für alle Alleen ist ein Wunschdenken. Es wird im „Leben einer Allee“ immer Ausfälle geben, die ersetzt werden müssen. Die Jungbäume schaffen es dabei erfahrungsmäßig durch ihr überproportional schnelles Wachstum die Lücken schnell zu schließen. Nicht nachzupflanzen würde bedeuten, Alleen zu fragmentieren und der Fällung preiszugeben.

Pressemitteilung
Eberswalde, 24.11.2010

Bürgerbüro Axel Vogel, MdL
BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN IM BRANDENBURGER LANDTAG
Friedrich-Ebert Straße 2
16225 Eberswalde
T +49 (0) 3334 380380
F +49 (0) 3334 384073

reichling@axelvogel.de
www.axelvogel.de

(Die Pressemitteilung von MdL Gregor Beyer ist nachzulesen im Eberswalder Blitz, Ausgabe 20.11.2010, S. 16, unter dem Titel: Einsatz für Alleen – Beyer und Stark sehen Barnim als Vorbild)

Alleenschutz in Brandenburg: MdL Axel Vogel (Bündnis 90/Die Grünen) und Dr. Andreas Steiner reagieren auf Pressemitteilung des MdL Gregor Beyer (FDP) auf Facebook teilen
Alleenschutz in Brandenburg: MdL Axel Vogel (Bündnis 90/Die Grünen) und Dr. Andreas Steiner reagieren auf Pressemitteilung des MdL Gregor Beyer (FDP) auf Twitter teilen
Alleenschutz in Brandenburg: MdL Axel Vogel (Bündnis 90/Die Grünen) und Dr. Andreas Steiner reagieren auf Pressemitteilung des MdL Gregor Beyer (FDP) auf Google Plus teilen

Ähnliche Artikel:

Veröffentlicht von

Dr. Andreas Steiner, Diplom-Geograph und Waldökologe, lebt seit 1999 im Barnim. Als Fachgutachter ist er bei einem Projektträger des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in Berlin beschäftigt, der innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte von klein- und mittelständischen Unternehmen im Bereich Technologie betreut. Seit mehr als 10 Jahren engagiert sich der Querdenker und -tuer ehrenamtlich in der Umwelt- und Sozialpolitik. Im Rahmen der Brandenburger Kommunalwahlen 2008 wurde er als Parteiloser für Bündnis 90/Die Grünen in die Eberswalder Stadtverordnetenversammlung gewählt. Ende 2011 musste er aufgrund eines Wohnsitzwechsels dieses Mandat niederlegen. Derzeit gehört er der Gemeindevertretung Schorfheide an und ist Vorsitzender der Fraktion Freie Wähler/Bürgergemeinschaft Kommunalabgaben (BKB). Steiner hat Mitgliedschaften der GRÜNEn LIGA Brandenburg und der NaturFreunde Oberbarnim-Oderland. Seine Hobbys sind Wandern, Radfahren, Schwimmen, Saunieren, Kochen – und natürlich der ehrenamtliche Journalismus, insbesondere wenn es um die Behandlung kritischer und brisanter Themen geht. Folgenden Leitspruch eines großen deutschen Gewerkschafters hat er sich zum Lebensmotto gemacht: „Nicht Ruhe, nicht Unterwürfigkeit gegenüber der Obrigkeit ist die erste Bürgerpflicht, sondern Kritik und ständige demokratische Wachsamkeit“ (Otto Brenner, 1968).

Kommentare sind geschlossen.