web analytics

Bürgermeisterstraße 25 – Ein Bernauer Trauerspiel „von und mit Hubert Handke“

Eine Immobilie zu erwerben ohne sich über den konkreten Kaufpreis zu verständigen ist schon irgendwie suboptimal. Das Trauerspiel um die Bürgermeisterstraße 25 läuft, mit Stadtoberhaupt Hubert Handke in einer offensichtlich tragenden Rolle, nun schon seit vielen Monaten und immer wieder kommt ein neuer Akt hinzu.
„Mehr Platz für die Verwaltung wird teuer“ titelte die Märkische Oderzeitung am 21.03.2010, beschrieb einen fassungslosen Finanzausschuss und einen Verwaltungschef, der sich auf den (Un)Sinn eines „langfristigen Vetragsvollzuges“ berief und die „Macht der Gegengutachten“ beschwor.

Knapp 2 Wochen später hatte die Staatsanwaltschaft bereits 2 „Strafanzeigen zu prüfen“. Eine anonyme betraf den dubiosen Deal um die Klementstraße  10, eine weitere wegen Untreueverdachtes, gestellt von Thomas Dyhr,  besagte Bürgermeisterstraße.

Im Juni schienen die himmlischen und irdischen Mächte dem „Immo-Hubert“ gnädig. „Handke erhält vom Kreis Absolution“ wusste die MOZ. Das Barnimer Rechtsamt hatte den Fall geprüft und erklärte auf 10 Seiten,

„dass Rechtsverstöße nicht vorliegen“. Das kommunalaufsichtliche Verfahren werde daher eingestellt, ein Disziplinarverfahren gegen ihn (Handke) komme nicht in Betracht.“

By the way, liebe MOZ-Redakteure … im religiösen Kontext meint „Absolution“ die Vergebung einer Sünde NACH einem Schuldbekenntnis.

Ende gut, alles gut? Nö! Die „misstrauische Staatsanwaltschaft“ stellte ihre Ermittlungen nicht ein. Im September bekam dann  Brandenburgs Innenministerium mit dem  “ Meisterwerk Bernauer Verhandlungskunst“ zu tun und nun geriet auch Landrat Bodo Ihrke ins „Rampenlicht“.
Warum der Forderung des Stadtverordneten Klaus Labod (Grüne/B90) nach einem Disziplinarverfahren gegen Handke nicht nachgekommen wurde ist trotz der soeben beschriebenen Stellungnahme der Kommunalaufsicht eine berechtigte Frage.

Heute schreiben wir den 4. November. Die Hussitenstadt hat noch ca. 8 Wochen Zeit die „Zeche“ zu bezahlen und wieder berichtet die Märkische Oderzeitung. „Immobilienkauf kommt die Stadt teuer zu stehen“ beinhaltet die Erkenntnis, dass die „B-Street 25“  wohl schlappe 320000 Euronen weniger wert ist als noch zu Jahresbeginn vermutet.
Aber der Verkäufer „verschränkt die Arme“ und will das so nicht akzeptieren. Ein Rechtsanwalt empfahl der Verwaltung,

„die vollen 1,35 Millionen Euro auf das Notaranderkonto zu überweisen, die strittigen 320 000 Euro allerdings unter Vorbehalt. Damit erhalte sich Bernau das Recht auf Rückforderung der Differenz, wenn der Nachweis geführt werde, dass das erste Gutachten fehlerhaft sei.“

Das wird nach derzeitiger Lage der Dinge vermutlich nicht geschehen. Gegen gerichtliche Auseinandersetzungen soll nun  ein Mediator helfen.

Fortsetzung folgt?!

Bürgermeisterstraße 25 - Ein Bernauer Trauerspiel
Bürgermeisterstraße 25 - Ein Bernauer Trauerspiel
Bürgermeisterstraße 25 - Ein Bernauer Trauerspiel

Ähnliche Artikel:

3 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Die „MOZ“ irrt: Es ist nicht „die Stadt Bernau“, die diesen Kaufvertrag für die Bürgermeisterstraße 25 abschloss, das Gegengutachten in Auftrag gab und nun schon wieder – aufgrund der eigenen Überheblichkeit – den Rechtsstreit favorisisert. Es ist ein offensichtlich bereits 2006 in seiner zweiten Amtsperiode überforderter Bürgermeister, der in seinem unheilvollem Tun immer wieder von einzelnen Fraktionen und Personen in der Stadtverordnetenversammlung unterstützt wird. Koste es „die Stadt“ – also uns alle, was es wolle…

  2. Pingback: Ermittlungen wegen Untreueverdachtes gegen Bernaus Bürgermeister Hubert Handke eingestellt – By Stefan Stahlbaum

  3. Pingback: Happy Holiday: Chaos-Ferien mit Hubert Handke – Von Stefan Stahlbaum