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Mein persönlicher Aufreger der Woche: Hund mit Stachelhalsband am Fahrrad in Panketal

Der junge Schäferhundrüde war höchstens ein Jahr alt. Er lief auf der Straße an der Leine am Fahrrad, allerdings auf der linken, somit dem Verkehr zugewandten Seite. Das alleine geht gar nicht. Hunde laufen rechts vom Fahrrad! Und der Hund lief unregelmäßig in der Hinterhand, als ob er ein Problem mit den Hüften hatte. Ich kenne das, weil ich seit fast 20 Jahren Schäferhunde habe.

Ich fuhr mit dem PKW direkt hinter diesem zweifelhaften Paar.

Dann hielt der Fahrradfahrer die Hand mit Leine kurz links raus, eigentlich war es nur eine Andeutung, bog ab und streifte dabei mit dem Hinterrad den Hund an den Hinterläufen, der dieses Manöver nicht vorausgesehen hatte. Dabei fiel mir das Stachelhalsband auf. Leider fuhr der Hundeführer in einen Seitenweg weiter, da passte mein Auto nicht durch und zog den immer noch irritierten Hund förmlich hinter sich her. Ich konnte ihn trotz Zuruf nicht mehr erreichen.

In Österreich und der Schweiz sind Stachelhalsbänder verboten. Unser Tierschutzgesetz eiert da etwas rum und verbietet in §3 nur sinngemäß Maßnahmen beim Training oder in der Ausbildung, die für das Tier mit erheblichen Schäden, Schmerzen oder Leiden verbunden sind.

Jedem Hundehalter, der ein Stachelhalsband favorisiert, kann ich nur raten, dieses um das eigene Handgelenk zu wickeln und straff zu ziehen. Die Schmerzen sind höllisch.

Dieses Mittel zur Hunderziehung zeugt definitiv von der Unfähigkeit eines Hundehalters. Wenn jemand seinem Hund absichtlich Schmerzen zufügt, um ihm seinen Willen aufzuzwingen, weil er keine Geduld hat, sich intensiv mit dem Tier zu beschäftigen oder keine Ahnung von Hundeerziehung hat, wie dieser Fahrradfahrer, dann sollte er seinen Hund ins Tierheim bringen und zukünftig davon absehen, sich jemals wieder einen Hund anzuschaffen.

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4 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Damit bin in total einverstanden! Es gibt so viele Leute die ein Hund nehmen und gar nicht wissen wie sie mit der Hund umgehen sollen.

  2. Wir haben jetzt bereits unseren zweiten Hund aus dem Tierheim in Ladeburg geholt. Der erste – unser Willy, ein DSH-Labrador-Mix- wurde fast 14 Jahre alt. Die Leute vom Tierheim geben sich außerordentlich viel Mühe bei der Beratung, für jeden Hund gibt es ein Persönlichkeitsprofil (ja, Hunde haben Persönlichkeit!) und man wird „peinlichst“ befragt, ob und wie sich der Hund in die Familie einpassen könnte. Der Tierschutzverein kontrolliert übrigens nach einiger Zeit, wie es dem Hund geht, wie sein Zustand ist, wo er schläft usw.
    Unser Neuer, der Nero, ist jedenfalls wieder ein reiner Glücksgriff gewesen. Mit Hilfe der Hundeschule werden wir ihm sicher auch noch das Betteln am Tisch abgewöhnen:-)

  3. Was wäre wohl geschehen, wenn Sie dieses Monster trotz Zuruf doch noch erreicht hätten?–
    Vielleicht hätten Sie ihm das Stachelhalsband ums Handgelenk gewickelt und straff gezogen? Das Monster hätte die höllischen Schmerzen erlitten, die es verdient, gelle?
    Übrigens soll man mit dem PKW nicht direkt hinter zweifelhaften Fahrrad-Paaren herfahren. Immer schön Abstand halten.

  4. Also ganz ehrlich, ich benutze ab und an einen Stachler, jedoch läuft mein Hund normalerweise mit einem Geschirr oder Lederhalsband, nur anfangs, als er meinte er müsste mich Püppchen rumziehen legte ich ihm den Stachler an, kannte es von daheim nicht anders.. jetzt läuft er gutgelaunt und ohne stachler bei fuss an der Leine ohne Stachler ..wobei ich denke Erziehung läuft wenn man den Benutzt trotzdem nur über positive Bestärkung, jetzt dürft ihr mich zerhacken, aber generell gegen Stachler bin ich nicht, aber ich zerre nicht und vor allem ein normaler Spaziergang soll meinem Hund nur Spass bringen.. so wie es Fahradfahren auch tun solte da fände ich es mehr als unpassend und auch tierquälerei