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Mäuse im Haus

Viele, die ein altes Haus auf dem Land bewohnen, welches vielleicht auch noch unterkellert ist, kennen das. Im Herbst und Winter kommen die Mäuse ins Haus.
Wir haben im Laufe der Jahre sämtliche Zugänge vom Keller ins Haus abgedichtet, dennoch: Mäuse scheinen andere Wege zu finden, speziell in die Küche.

Warum tun die Mäuse das? Ganz einfach, es ist warm und gemütlich und es gibt Fressbares. Eigentlich sind viele Mäuse Insektenfresser, aber um den Winter zu überstehen, benötigen sie Fette. Daher auch das alte Sprichwort: Mit Speck fängt man Mäuse. Die Hausfrau kann noch soviel putzen, Fettspritzer am Herd sind ebenso ein gefundenes Fressen, wie versteckte Krümel neben dem Mülleimer.

Maus ist nicht gleich Maus: Es gibt Hausspitz-, Zwerg-, Feld-, Scher- und Brandmäuse, um nur einige zu nennen. Manche stehen sogar unter Schutz. Die Unterscheidung der Arten fällt dem Laien schwer und es ist ihm auch egal. Hauptsache, die Maus hält sich nicht in der Wohnung auf.

Spitzmäuse haben tatsächlich eine spitze Schnauze und wer denkt, eine „Baby“-Maus in der Schlagfalle gefangen zu haben, kann davon ausgehen, dass es sicher eine Zwergspitzmaus ist (die stehen unter Schutz). Brandmäuse, die auch zu den geschützten ihrer Art gehören, haben einen dunklen Streifen auf dem Rücken.

Vor vielen Jahren hatten wir selbst Schlagfallen und somit oft eine entsprechende Mauseleiche, die es zu entsorgen galt. Ich stellte fest, dass jede Maus irgendwie anders aussah. Wir führten Käfigfallen ein (in jedem Baumarkt erhältlich), denn dort wird die Maus lebendig gefangen, kann in Ruhe betrachtet und dann ausgesetzt werden.

Aber mindestens einige Kilometer vom Haus entfernt, denn die Mäuse kommen gerne zurück in ihr Revier. Das weiß ich aus dem Grunde genau, weil ich eines Tages einer Brandmaus im Käfig mit grüner Acrylfarbe einen Punkt auf den Rücken gemalt und sie dann 100 Meter vor unserem Haus auf den Acker ausgesetzt habe. Zwei Tage später saß die Acrylmaus wieder in der Falle.

Der beste Köder ist übrigens Nutella, da fahren die Mäuse echt drauf ab (wegen der hohen Fetthaltigkeit).
Eine Zwergspitzmaus kann allerdings auch in einer Lebendfalle sterben. Diese haben nämlich einen enorm hohen Stoffwechsel und müssen ständig fressen. Wenn sie also drei Stunden oder mehr nicht fressen können, sind sie verloren.

Voriges Jahr hatten wir nicht eine einzige Maus als Untermieter. Dieses Jahr ist wieder ein so genanntes Mäusejahr, die Population ist hoch. Wir haben bereits vier Mäuse gefangen und obwohl wir unser Haus renoviert haben, wissen wir nicht, wo sich der viel frequentierte Eingang zur Küche befindet.

Ich kann jedem Betroffenen nur raten, sich eine Lebendfalle zuzulegen. Betrachten sie diese außergewöhnlichen Tiere, googeln sie mal im Internet und sie werden feststellen, dass Mäuse wirklich faszinierend sind. Es kann sein, dass es ihnen leid tun wird, diese armen Mäuse auf dem kalten, windigen Herbstacker auszusetzen.

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2 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Das mit dem Nutella ist ja auch sehr Hilfreich,aber weißt du was noch Besser hilft hein?
    Nutella vermischt mit Waschpulver :D Sofort TOT,mir egal was ihr alle Denkt.Die können meinetwegen Verecken !!