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Kita-Erzieherin – ein undankbarer Job im Vergleich…Teil 3

Betreuungsplätze und Überforderung

Vielerorts ist man in Deutschland gut beraten, sich als Schwangere bereits für einen Kita-Platz anzumelden, am besten schon während der Planung von Familienzuwachs. Einen Platz in der Wunschkita zu erhalten, ist oft nicht möglich.
In Finnland ist jedem Kind ab Geburt ein Betreuungsplatz gesichert. Niemand muss sich als Schwangere in eine Warteliste eintragen. Fehlende Plätze werden umgehend kompensiert, indem eine weitere Gruppe in der jeweiligen Kita aufgemacht wird. Nur 3% aller Eltern können ihre Kinder nicht in der „Wunschkita“ unterbringen und werden in eine andere Kita empfohlen.
Im Übrigen gibt es auch „Schichtkindergärten“, die 24 Stunden geöffnet sind.

ErzieherInnen in Brandenburg haben viele gute Ideen, die sie gerne umsetzen würden, wenn sie die Zeit dazu hätten. Nach dem PISA-Schock kamen weitere Aufgaben hinzu: Die Frühkindliche Bildung muss unbedingt praktiziert werden, hieß es. Gute Idee, wenn gleichzeitig qualifiziertes Fachpersonal zusätzlich dafür zur Verfügung gestellt wird.

Bildungspläne müssen nun erarbeitet werden, Entwicklungsberichte und Beobachtungsbögen geschrieben und Entwicklungsgespräche mit den Eltern geführt werden. ErzieherInnen schaffen das nicht innerhalb der Betreuungszeit und machen das sicher gerne zuhause, in ihrer Freizeit.

Da haben sie mehr Ruhe, denn bei so vielen Kindern erreicht der Lärmpegel in einer Kita gerne mal 100 Dezibel. In Finnland wäre das übrigens gar nicht denkbar und würde wahrscheinlich sofort als gesundheitsgefährdend verboten werden.
Teil 4 zum Thema: Finnland sorgt sich um seine Erzieher – morgen, zur gleichen Zeit

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1 Kommentar » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. „…gut beraten, sich als Schwangere bereits für einen Kita-Platz anzumelden“.
    Das geht aber doch gar nicht mit einem voraussichtlichen Geburtstermin. Man braucht schon das endgültige Geburtsdatum des Kindes.

    Also Anträge vorbereiten und gleich nach der Geburt das Datum einschreiben und abgeben.
    Achja – beim Beruf noch gut auf die Kacke hauen. Je besser der Beruf – desto höher die Chancen im Wunschkindergarten.