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Kita-Erzieherin – ein undankbarer Job im Vergleich…Teil 2

Qualifikation

Kindergartenerzieher in Finnland haben einen Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrag. Sie sind als Erzieher, Lehrer und Pädagogen ausgebildet mit Hochschulabschluss (Bachelor) in Erziehungswissenschaften und führen die Berufsbezeichnung „Kindergarden Teacher“ oder haben mindestens einen Faschhochschulabschluss.
In Deutschland haben 3,4% aller Erzieherinnen einen Hochschulabschluss. Das ist in der EU absolutes Schlusslicht, nur die Schweiz und Malta können da noch mithalten.

Vor vielen Jahren gab es auch in Deutschland die Diskussion, dass Erzieher zukünftig eine Hochschulausbildung absolvieren sollen.

Jetzt werden aus Erziehermangel Quereinsteiger ausgebildet (Handwerker, Dachdecker, Maler, Fliesenleger, u.a.) in einjährigen Crash—Kursen zur „Fachkraft für soziale Betreuung“ oder in 2jährigen Grundkursen. Eine berufspraktische Qualifizierung für langzeitarbeitslose Männer zu Erziehern wurde im Landkreis Spree-Neiße 2008 ins Leben gerufen. Ziel war es, „Erwachsene mit bisher anderen beruflichem Hintergrund für den Erzieherberuf zu interessieren und zu qualifizieren“.  Der Abschluss heißt: „Gleichwertigkeitsfeststellung zum Erzieher in Kitas des Landes Brandenburg“.

Die Idee ist ja nicht schlecht, aber warum hängt man nicht gleich ein drittes Jahr ran und ermöglicht den Leuten eine richtige, meinetwegen auch berufsbegleitende Ausbildung mit dem Abschluss als staatlich anerkannter Erzieher? Vielleicht, weil die Angst besteht, dass diese Männer dann abwandern aus Brandenburg.

Teil 3 zum Thema: Betreuungsplätze und Überforderung – kommt morgen

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