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Dramatische Bildungssituation in Deutschland: Abschlüsse der Schulabgänger

Dieses Schaubild aus der MOZ über die Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss 2008/2009 hat mich doch ziemlich schockiert.
Demnach schließen die meisten Jugendlichen (rund 55 %) Förderschulen ab. Rund 27 % erreichen den Hauptschulabschluss.

Die restlichen Prozentzahlen (rund 19 %) verteilen sich auf Schulen mit mehreren Bildungswegen, Gesamtschulen, Realschulen, Gymnasien und Waldorfschulen. Darunter absolvieren nur 1,4 % der Schulabgänger das Abitur an Gymnasien.

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Dr. Andreas Steiner, Diplom-Geograph und Waldökologe, lebt seit 1999 im Barnim. Als Fachgutachter ist er bei einem Projektträger des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in Berlin beschäftigt, der innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte von klein- und mittelständischen Unternehmen im Bereich Technologie betreut. Seit mehr als 10 Jahren engagiert sich der Querdenker und -tuer ehrenamtlich in der Umwelt- und Sozialpolitik. Im Rahmen der Brandenburger Kommunalwahlen 2008 wurde er als Parteiloser für Bündnis 90/Die Grünen in die Eberswalder Stadtverordnetenversammlung gewählt. Ende 2011 musste er aufgrund eines Wohnsitzwechsels dieses Mandat niederlegen. Derzeit gehört er der Gemeindevertretung Schorfheide an und ist Vorsitzender der Fraktion Freie Wähler/Bürgergemeinschaft Kommunalabgaben (BKB). Steiner hat Mitgliedschaften der GRÜNEn LIGA Brandenburg und der NaturFreunde Oberbarnim-Oderland. Seine Hobbys sind Wandern, Radfahren, Schwimmen, Saunieren, Kochen – und natürlich der ehrenamtliche Journalismus, insbesondere wenn es um die Behandlung kritischer und brisanter Themen geht. Folgenden Leitspruch eines großen deutschen Gewerkschafters hat er sich zum Lebensmotto gemacht: „Nicht Ruhe, nicht Unterwürfigkeit gegenüber der Obrigkeit ist die erste Bürgerpflicht, sondern Kritik und ständige demokratische Wachsamkeit“ (Otto Brenner, 1968).

5 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. …ja, und man wüsste gern, warum. Bei Englisch waren es die mangelnden Möglichkeiten für DDR-Lehrer (vor mehr als 20 Jahren!), ihre Sprachkenntnisse im Ausland zu vertiefen. Und bei Deutsch? Und sonst?

  2. Wenn ich die Grafik richtig verstehe, dann wird nur geschaut, wo die Schüler herkommen, die überhaupt keinen Abschluß erreichen. Die ganzen erfolgreichen Schulabgänger werden hier nicht betrachtet.

    Insofern wäre hier eine Vergleichszahl interessant, also konkret: Wie hoch ist der Anteil der Schüler ohne Abschluß im Vergleich zu einer anderen Region?

    Gruß
    Christoph

  3. @Christoph
    Sie haben vollkommen Recht. Die dazugehörige Studie der Bertelsmann-Stiftung, die ich nun gelesen habe, zeigt dies.
    Ich habe das Schaubild, welches allein betrachtet etwas irreführend ist, völlig falsch interpretiert.
    Insofern ist auch mein Artikel falsch.
    Ich bitte um Entschuldigung und bedanke mich herzlich für den Hinweis!

  4. Im Originalbeitrag scheint mir einiges missverständlich formuliert. Die Bertelsmann-Studie untersucht, wieviel Jugendliche die Schule OHNE ABSCHLUSS verlassen. 55% der Abschlusslosen waren Schüler an Förderschulen, 1,4% an Gymnasien. Das heißt jedoch nicht, dass wir nur 1,4% Abiturienten haben. Tatsächlich liegt der Abiturientenanteil bei den Schulabgängern bei etwa
    50 Prozent.