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„Böse Menschen haben keine Lieder“? – Rechtsextreme feiern im Barnim

Im Mai 2010 blockierte eine bunte und friedliche Menschenmenge erfolgreich den geplanten Aufmarsch von Neonazis in Bernau. In Eberswalde traten die Damen und Herren erst gar nicht mehr an und nach einer Razzia im Juli löste sich die veranstaltende „KMOB“, vermutlich um ein Verbot zu umgehen, ziemlich unspektakulär auf.

Am vergangenen Samstag fanden im Barnim gleich 2 rechtsextreme Treffen statt. Die NPD wollte „Preußentag“ feiern, kassierte auf der Suche nach Veranstaltungsorten reihenweise Körbe und verzog sich schließlich auf ein Privatgrundstück in Finowfurt. Die Besucherzahlen blieben offensichtlich weit unter den Erwartungen.

In Schönow wunderten sich Anwohner bereits am Nachmittag über das ungewöhnlich große Polizeiaufgebot in unmittelbarer Nähe des „Alten Dorfkrugs“. In der in diesem Zusammenhang (leider) „traditionsreichen Gastwirtschaft“ fand das Konzert einer Bremer Hooligan-Band statt die vom Verfassungsschutz als „gewaltverherrlichend und unter Rechtsextremisten beliebt“ bezeichnet wird (Quelle: taz).
Gänzlich widerspruchsfrei verlief das allerdings nicht. Das Netzwerk für Toleranz und Weltoffenheit demonstrierte am Bahnhof (Quelle: Märkische Oderzeitung). Direkt gegenüber der Kneipe fanden sich Nachbarn und Freunde zu einer spontanen Protestkundgebung zusammen.

„…Böse Menschen haben keine Lieder…“? Mitunter wirkt der Volksmund nicht so recht informiert.


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